Ruth Lapide

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Ruth Lapide geb. Rosenblatt (* 1929 in Burghaslach) ist jüdische Religionswissenschaftlerin und Historikerin. Nach dem Tod ihres Mannes Pinchas Lapide im Jahr 1997 begann sie eine Karriere als Autorin, Lehrbeauftragte der Evangelischen Fachhochschule in Nürnberg und durch zahlreiche Interviews über biblische Gestalten beim Bayerischen Rundfunk (BR-alpha) und bei Bibel TV („Die Bibel aus jüdischer Sicht“).

Leben[Bearbeiten]

Die aus Franken Gebürtige studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem Politikwissenschaft, Geschichte und Judaistik mit dem Schwerpunkt der Entstehung des Christentums innerhalb des Judentums. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem jüdischen Religionswissenschaftler Pinchas Lapide, setzte sie sich intensiv für die Versöhnung von Juden und Christen, für die Verständigung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel und für die Annäherung der drei großen monotheistischen Religionen ein.

Ruth Lapide lebt seit Mitte der 1970er Jahre in Frankfurt am Main.

Ehrungen[Bearbeiten]

Ruth Lapide erhielt im Jahr 2000 das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Am 11. April 2003 wurde sie mit dem Hessischen Verdienstorden am Bande geehrt.[1] Seit 2007 ist Ruth Lapide Professorin h.c.. Am 29. April 2008 verlieh ihr die evangelische Augustana-Hochschule Neuendettelsau die Ehrendoktorwürde. 2012 erhielt Lapide durch Bezirkstagspräsident Richard Bartsch den Wolfram-von-Eschenbach-Preis des Bezirks Mittelfranken[2].

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StAnz. 35/2003 S. 3478
  2. Bezirk verlieh Wolfram-von-Eschenbach-Preis. In: Nürnberger Zeitung. 27. Oktober 2012, abgerufen am 28. Mai 2014.