Ruth Moufang

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Ruth Moufang (* 10. Januar 1905 in Darmstadt; † 26. November 1977 in Frankfurt am Main) war eine deutsche Mathematikerin. Sie war die erste promovierte deutsche Mathematikerin, die in der Industrie arbeitete und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die erste beamtete deutsche Mathematikprofessorin.

[Bearbeiten] Leben

Ruth Moufang studierte von 1925 bis 1929 Mathematik, Physik und Philosophie an der Universität Frankfurt am Main und schloss mit dem Staatsexamen ab. 1930 wurde sie mit dem Thema „Zur Struktur der projektiven Geometrie der Ebene“ promoviert. In den folgenden Jahren hielt sie Vorlesungen an den Universitäten von Frankfurt am Main und Königsberg. In dieser Zeit gelangen ihr für die synthetische Geometrie bedeutsame Entdeckungen über projektive Ebenen, zum Beispiel zeigte sie, dass Ebenen, in denen der kleine projektive Satz von Desargues allgemeingültig ist, stets als Koordinatenebenen über einem Alternativkörper dargestellt werden können. Ihr zu Ehren nennt man diese Klasse von projektiven Ebenen Moufangebenen.

Im Sommer 1936 habilitierte sie sich mit einer Arbeit über geordnete Schiefkörper. Aufgrund ihres Geschlechtes wurden ihr Lehrerlaubnis und Dozentur durch die nationalsozialistische Regierung versagt. Ab 1937 arbeitete sie daher in einem Forschungsinstitut der Firma Krupp, zunächst als wissenschaftliche Assistentin, ab 1942 als Abteilungsleiterin.

1946 erhielt sie endlich die Venia Legendi und lehrte von da an bis zu ihrer Emeritierung 1970 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

2006 wurde im Universitätsviertel am Frankfurter Riedberg eine Straße nach Ruth Moufang benannt.

[Bearbeiten] Siehe auch

Alternativkörper, Moufang-Identitäten, Oktonionen, Quasigruppe, Satz von Desargues, Moufangebene

[Bearbeiten] Weblinks

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