Albertus-Universität Königsberg

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Die Albertus-Universität Königsberg wurde 1544 von Herzog Albrecht von Brandenburg-Ansbach gegründet. Sie war nach der Universität Wittenberg und der Philipps-Universität Marburg die dritte protestantische Universität und nach Marburg die zweite Neugründung einer protestantischen Universität. Offiziell hieß sie von 1701 bis 1918 Königliche Albertus-Universität zu Königsberg i. Pr.. Seit dem Rektorat von Simon Dach (1656) geläufig, wurde die Bezeichnung Albertina 1930 vom Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung aus den Satzungen der Universität gestrichen.[1]

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Albertus-Universität Königsberg
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Aktivität 20. Juli 1544 – 1945
Trägerschaft staatlich
Ort Königsberg (Preußen)
Staat Herzogtum Preußen, Königreich Preußen, Freistaat Preußen
Neue Universität, noch mit den ersten Anlagen

Geschichte[Bearbeiten]

Von Osiander für die Reformation gewonnen, folgte der 37. und letzte Hochmeister des Deutschen Ordens, Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach, 1525 Luthers Rat, den preußischen Teil des Deutschen Ordensstaats in ein weltliches Erbherzogtum (unter polnischer Lehnshoheit) umzuwandeln. Als erster deutscher Fürst führte er die Reformation ein. Im Gefolge der Reformation und Spätrenaissance kam es damals vielerorten zur Gründung von höheren Schulen in Nord- und Ost-Mitteleuropa,[2] so z. B. der Lubrańskischen Akademie in Posen 1519, des Johanneum in Hamburg 1529, des Katharineum in Lübeck 1531 und des Gymnasiums in Elbing 1535. Herzog Albrecht trug sich ebenfalls mit dem Gedanken, eine höhere Schule zu errichten, und ließ ein Gutachten von verschiedenen namhaften Gelehrten über die Art der zu errichtenden Schule erstellen. Das Gutachten wurde von Johann Briesmann, Johann Gramann und Joachim Camerarius dem Älteren erstellt und empfahl die Einrichtung eines Partikulars, d. h. einer höheren Schule, die der Vorbereitung auf ein Universitätsstudium z. B. an der Leucorea dienen sollte.[2] Im Herbst 1540 stimmten die preußischen Stände der Einrichtung eines solchen Partikulars in Königsberg zu. Viele Lehrer wurden auf Empfehlung Philipp Melanchthons, der an der Entwicklung der Schule lebhaften Anteil nahm, berufen. Unter den Professoren waren auch einige protestantische Gelehrte aus Polen und Litauen. Zum Leiter des Partikulars wurde der Humanist und Schwiegersohn Philipp Melanchthons, Georg Sabinus berufen. Sabinus war bis dahin Professor für Poesie an der Alma Mater Viadrina gewesen und war ein weitgereister und vielseitig gebildeter Mann. Er gewann Herzog Albrecht dafür, das Partikular in eine Volluniversität umzuwandeln.[2]

Für diese Zwecke erließ Herzog Albrecht am 20. Juli 1544 (nach dem damals geltenden Julianischen Kalender, dem 30. Juli 1544 im Gregorianischen Kalender entsprechend), ein Stiftungsdiplom Scimus primam omnium in gubernatione curam Principum esse debere, ut vera Dei notitia late propagetur für eine „echte lutherische“ Universität in Königsberg, die am 17. August 1544 eingeweiht wurde. Nach der Alma Mater Viadrina war sie die zweitälteste Hochschule des späteren Brandenburg-Preußens und für drei Jahrhunderte der geistige Mittelpunkt des protestantischen Preußens. Außerhalb des Heiligen Römischen Reichs gelegen, war die neue Hochschule die erste ohne ein kaiserliches oder päpstliches Privileg, weil sowohl Kaiser Karl V. als auch Papst Paul III. ihre Zustimmung verweigerten. Dafür erhielt sie am 28. März 1560 ein Privileg vom polnischen König Sigismund II. August. Die Professoren mussten den Eid auf die Confessio Augustana ablegen.

Die Würde des Rector magnificentissimus bekleideten die regierenden Hohenzollern, als erster Herzog Albrecht vom 1544 bis 1568, als letzter von 1908 bis 1918 Kronprinz Wilhelm. Die Amtsgeschäfte führte der Prorektor, der als Rector magnificus für ein Semester, später für ein Jahr gewählt wurde. Gründungsrektor wurde Georg Sabinus mit dem für die damalige Zeit hohen Gehalt von 350 Gulden jährlich. Mit ihm wirkten 10 weitere Professoren, einer für Theologie, einer für Medizin und acht für alte Sprachen, Rhetorik, Mathematik und Philosophie. Schon kurz nach der Gründung entspannen sich Streitigkeiten um Privilegien und die Vorrechte des Rektors, so dass Sabinus sich nach drei Jahren vom Rektoratsamt zurückzog. Insbesondere die Berufung des Theologen Andreas Osiander erhitzte die Gemüter, zum einen weil Osiander auf Betreiben Herzog Albrechts trotz fehlender akademischer Leistungen den Posten erhielt und zum anderen, weil er theologische Auffassungen vertrat, die auf heftigen Widerspruch der lutherischen Orthodoxie stießen.[3] Anfangs hieß die Hochschule noch Kollegium Albertinum, war aber mit den vier Fakultäten Theologie, Rechtswissenschaft, Heilkunde und Philosophie eine Volluniversität. Einer der ersten Rechtsprofessoren war Hermann von Vechtelde (1523-1572). Später wurde durch den Juristen Levin Buchius, der von 1593 bis 1613 Professor in Königsberg war, das preußische Landrecht ausgearbeitet, das dann unter Kurfürst Georg Wilhelm im Jahr 1620 veröffentlicht wurde.[4] Die philosophische und medizinische Fakultät standen lange Zeit ganz unter dem Einfluss der überragenden Autorität des Aristoteles, dessen Schriften nach der Bibel als "gedruckte Wahrheit" hingenommen wurden. Herausragend war auch die Persönlichkeit des aus Memel stammenden Simon Dach, der 1639 den Lehrstuhl für Dichtkunst an der Universität erhielt.

Nach anfänglichen Streitereien, die bis zu Hinrichtungen von Professoren führten, blieb Königsberg ein Hort der protestantischen Orthodoxie und eine bevorzugte Bildungsstätte der Deutsch-Balten. Auf Grund seiner abseitigen Lage weitgehend von den Kriegswirren verschont, blühte Königsberg während des Dreißigjährigen Krieges auf und hatte 1644 mehr als tausend Studenten. Der Große Kurfürst stattete Promotionen mit Viktualien großzügig aus.[5] Nach Duldung des Kalvinismus, des Pietismus und der Aufklärung wurde Königsberg mit Kant und seinem Schüler Kraus im Königsberger Jahrhundert ein Zentrum der Aufklärung und eine Keimzelle der preußischen Reformen.

Vier Jahrhunderte stand das Universitätsgebäude, das Collegium Albertinum, in Kneiphof hinter dem Dom, der Universitätskirche. Wegen des Platzmangels auf der Dominsel musste schon Kant seine Vorlesungen in seinem altstädtischen Hause halten. Das Albertinum wurde um einen Nordflügel erweitert, der später die Stadtbibliothek Königsberg und das Stadtarchiv Königsberg beherbergte.

Entwicklung im 19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Neue Universität (1862)
Das Personal der Universität bestand im Jahr 1832 aus 106 Personen, davon 25 ordentliche und 13 außerordentliche Professoren, sowie 15 Privatdozenten

Bei den stetig wachsenden Studentenzahlen betrieb der Prorektor Eduard Simson einen Neubau, für den Friedrich Wilhelm IV. zum 300jährigen Jubiläum der Albertina, am 31. August 1844 den Grundstein legte. Der Bau am Paradeplatz wurde dreizehn Jahre später (wie die Börse) im Stil der oberitalienischen Renaissance realisiert. Bei der Einweihungsfeier am 20. Juli 1862 in Gegenwart von Kronprinz Friedrich übergab der Architekt, der Schinkel-Schüler August Stüler, die Schlüssel dem Prorektor Karl Rosenkranz. Der Bau zeigte reichen Skulpturenschmuck, sämtlich von Berliner Bildhauern modelliert. Am Mittelbau befand sich oben zwischen vier die Fakultäten darstellenden Figuren das Reiterstandbild Herzog Albrechts im Hochrelief, alle von Albert Wolff, von dem auch die Allegorien Gesetzgebung, Staatsverwaltung, Archäologie und Geschichte stammten. Weiter unten prangten in Nischen die Statuen Luthers und Melanchthons (Hermann Schievelbein). Auf der Dachbrüstung standen Allegorien der Astronomie (August Wittig), Geografie (Bernhard Afinger), Naturkunde und Mathematik (beide von Karl Heinrich Möller). Durch ein stattliches, von Marmorsäulen getragenes Treppenhaus gelangte man zum Senatssitzungszimmer, in dem eine Kant-Büste des Schadow-Schülers Carl Friedrich Hagemann stand. Nebenan befand sich die Aula, ein von einem Sterngewölbe überdeckter Saal mit Fresken von Ludwig Rosenfelder, Gustav Graef, Maksymilian Antoni Piotrowski, Johannes Heydeck (1835–1910), Emil Neide und anderen.

Im 19. Jahrhundert zählte die Königsberger Universität zu den kleineren deutschen Hochschulen. Nach den Befreiungskriegen belief sich die Zahl der Studenten immer auf etwa 400. Nach dem Deutschen Krieg stieg sie leicht, nach der Reichsgründung deutlich an; aber erst nach der Jahrhundertwende überstieg sie 1.000. Von den 4.223 im Wintersemester 1836/37 an den sechs preußischen Universitäten eingeschriebenen Studenten studierten 379 in Königsberg, die anderen in Berlin (1.585), Breslau (721), Halle (663), Bonn (657), und Greifswald (218).[6] Von den 379 Studenten der Albertina in diesem Semester studierten 140 in der Theologischen, 64 in der Juristischen, 65 in der Medizinischen und 110 in der Philosophischen Fakultät. Unter den 22 nicht aus Preußen stammenden Königsberger Studenten bildeten die 16 russischen Studenten die größte Gruppe. Die Durchschnittszahl der Königsberger Studenten blieb in den Jahren zwischen 1844 und 1871 unter 500, erreichte zwischen 1881 und 1886 mit 883 ihren Höhepunkt und nahm danach wieder leicht ab. Von den 20 Universitäten des Deutschen Kaiserreiches waren nur vier kleiner als die Albertina: die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Universität Rostock, die Hessische Ludwigs-Universität Gießen und die Universität Jena.[7] Die Studenten mussten wie an anderen Universitäten Hörergelder und Studiengebühren entrichten, wurden aber durch zahlreiche private Stiftungen und Stipendien wohlhabender Bürger im 16. bis 18. Jahrhundert unterstützt.[8]

1866 hatte die Albertina insgesamt 60 und 1894 schon rund 98 Professoren und Dozenten. 1869 wurde mit Theodor von der Goltz ein Ordinarius für Agrarwissenschaft berufen. Für das agrarische Ostpreussen erstaunlich spät, erst 1876, wurde das Landwirtschaftliche Institut eingerichtet.

Die Palästra Albertina (1894) war dem Chirurgen Friedrich Lange zu verdanken.

Die neue Königliche Universitätsbibliothek wurde 1901 auf dem Mitteltragheim erbaut.

Zwischenkriegszeit und Untergang[Bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg mussten sich Ostpreußen und die Albertus-Universität auf die neuen territorialen Gegebenheiten einstellen. Ostpreußische Studenten mussten sich zeitweilig für Pflichtsemester an der heimischen Universität immatrikulieren. In den Korporationsverbänden und in der Deutschen Studentenschaft wurden reichsdeutsche Studenten erfolgreich dazu aufgerufen, wenigstens ein „Solidaritätssemester“ in Königsberg zu verbringen. Die Zahl der Studenten, die am Vorabend des Ersten Weltkriegs bei 1.650 gelegenhatte, verdoppelte sich zwischen 1925 und 1930 von 2.000 auf 4.113, darunter 761 Studentinnen.[9]

Wie Friedrich Hoffmann, Kurator der Albertina von 1922 bis 1945, später in einem Gutachten darlegte, stand seit 1933 zwar eine nur kleine radikale „NS-Clique“ der erdrückenden Mehrheit von wissenschaftsorientierten Akademikern gegenüber; aber nach Ansicht des Mediävisten Friedrich Baethgen (Professor von 1929 bis 1939) öffnete sich die Königsberger Universität den nationalsozialistischen Einflüssen in einem Ausmaß, das sie zu einer „Provinzuniversität mit parteioffizieller Färbung“ herabsinken ließ, was beim 400jährigen Jubiläum am 10. Juli 1944 „in erschütternder Weise“ zutage getreten sei.[10] Zu den Gästen der Feier gehörten der Reichswirtschaftsminister Walther Funk (ein Ostpreuße), zu den Rednern die Professoren Theodor Schieder und Eduard Baumgarten.

In zwei Nächten zwischen dem 26. und 30. August 1944 zerstörten die Brandbomben der Royal Air Force die gesamte Innenstadt mit der Albertus-Universität und dem Königsberger Dom. Die erbitterte Schlacht um Königsberg brachte weitere Zerstörungen. General Otto Lasch unterzeichnete am 9. April 1945 die Kapitulation, als schon sowjetische Soldaten auf dem Paradeplatz standen. Damit gingen 400 Jahre deutschen Geisteslebens in Königsberg zu Ende, das vor allem nach Osten ausgestrahlt und zur Demokratisierung Deutschlands wichtige Impulse gegeben hatte.

Die Frau des letzten Pedells Kaminski rettete 1945 einen Schlüssel in den Westen. Er befindet sich heute im Museum Stadt Königsberg in Duisburg.

Ideeller Fortbestand in Göttingen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Göttinger Arbeitskreis

Die Reste des Verwaltungsapparats der untergegangenen Universität zogen Anfang 1945 zunächst auf dem Umweg über Greifswald nach Flensburg. Noch im selben Jahr wurde in Göttingen eine offizielle Meldestelle für ehemalige Königsberger Universitätsangehörige eingerichtet. Auch Beglaubigungen und Ersatzdokumente wurden in Göttingen ausgestellt.

Viele Königsberger Forscher hatten ursprünglich an der Georg-August-Universität Göttingen studiert und wechselten ab 1945 dorthin. Vor allem Friedrich Hoffmann und Götz von Selle trieben die Neu- oder Wiedergründung von Einrichtungen mit Bezug auf die Universität Königsberg voran. Noch die Ausstellung Albertina-Universität in Königsberg 1544–1994 wurde vom Göttinger Rektor mit den Worten „Wir alle sind Erben der Universität Königsberg!“ eröffnet.[11]

Als Erinnerung an die Albertus-Universität wurde 1964 das Studentenwohnheim Albertinum eingeweiht.

Nachfolgeeinrichtung[Bearbeiten]

Staatliche Universität Kaliningrad

Die Kaliningrader Staatliche Universität wurde von der sowjetischen Stadtverwaltung in den 1960er Jahren gegründet und auf den alten Fundamenten gebaut. Sie versteht sich seit der Perestroika immer mehr als Nachfolgeeinrichtung der Albertina, nachdem in den Jahrzehnten zuvor jeder Bezug zu Traditionen aus deutscher Zeit abgelehnt worden war. Bisheriger Höhepunkt dieser Hinwendung war im Jahr 2005 die Umbenennung in Russländische Immanuel-Kant-Universität (Rossijskij Universitet im. Immanuila Kanta) in Gegenwart von Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Die Universität hat zwölf Fakultäten: Biologie, Geografie und Geoökologie, Geschichte, Wirtschaft, Psychologie und Sozialarbeit, Körperkultur und Sport, Mathematik, Physik und Technik, Service, Rechtswissenschaften, Linguistik und Interkulturelle Kommunikation, Philologie und Journalistik, seit 2009 auch Medizin.

Fakultäten[Bearbeiten]

Fakultätssiegel
Lage der Bauten und Institute (1931)
Legende

Die Albertus-Universität hatte bis zu ihrem Ende nur die klassischen vier Fakultäten. Fehlerhafte Zuordnungen und Überschneidungen sind möglich:

Theologie[Bearbeiten]

Dem Hintergrund ihrer Gründung entsprechend war die Universität eine Hochburg des Luthertums, während die Friedrichs-Universität Halle für den Pietismus stand.

Namhafte Theologen der Königsberger Fakultät waren Daniel Heinrich Arnoldt, Günther Bornkamm, August Hahn, Friedrich Kurschat, Conrad Mel, Cölestin Myslenta, Stanislaus Rapagelanus, Ludwig Rhesa, Georg Friedrich Rogall, Carl Schneider David Voit, Leopold Zscharnack und David Voit.

Recht[Bearbeiten]

Levin Buchius entwarf das Landrecht des Herzogtums Preußen. Abraham Culvensis war der Reformator Litauens. Max Fleischmann unterzeichnete die Schlussakte der Haager Friedenskonferenzen für die Kodifikation des Völkerrechts. Ernst Forsthoff schrieb 1933 Der totale Staat und wurde später Präsident von Zyperns Verfassungsgericht. Albert Hensel war ein maßgeblicher Steuerrechtler. Der Völkerrechtler Herbert Kraus gründete den Göttinger Arbeitskreis. Der Privatrechtler Fritz Litten entkam 1933 nach Nordirland. Alfred Manigks Karriere als Zivilrechtler begann in Königsberg. Eduard von Simson war der erste Präsident des Reichsgerichts und gilt als einer der bedeutendsten deutschen Parlamentarier. Philipp Zorn vertrat das Deutsche Reich auf den Haager Friedenskonferenzen.

Medizin[Bearbeiten]

Fürstliche Leibärzte, Lehrstuhlinhaber, Dekane und Rektoren waren die Mediziner (und Naturwissenschaftler) Andreas Aurifaber, Daniel Beckher der Ältere (der „preußische Hippokrates“), Daniel Beckher der Jüngere, Johann Christoph Bohl, Christoph Gottlieb Büttner, Christian Ludwig Charisius, Friedrich Reinhold Dietz, Georg Emmerich (Mediziner), Heinrich Friese, Severin Göbel der Ältere, Severin Göbel der Jüngere, Daniel Halbach von der Phorten, Melchior Philipp Hartmann, Friedrich Lepner, Georg Loth der Ältere, Georg Loth der Jüngere, Abraham Memmius, Valentin Preuss vom Springenberg, Johann Papius, Johann Placotomus, Johann Pontanus, Georg Rast, Gottfried Sand, Johann Heinrich Starke, Paul vom Stein, Matthias Stoius, Johann Georg Strasburg, Christoph Tinctorius, Simon Titius und Georg Wosegin.

Mit der im 19. und 20. Jahrhundert zunehmenden Spezialisierung wurden bekannt die

Neun Kliniken, große Namen, bedeutende Sammlungen und die Bibliothek mit 220.000 Bänden brachten Königsberg zu reichsweitem Ansehen.

Philosophie[Bearbeiten]

Philosophen: Eduard BaumgartenJohann Friedrich Ferdinand DelbrückJohann Friedrich HerbartImmanuel KantChristian Jakob KrausWilhelm Traugott KrugKarl Rosenkranz

Historiker: Friedrich BaethgenErich CasparFelix DahnWilhelm DrumannChristoph HartknochAlfred HeußKarl Dietrich HüllmannHans RothfelsTheodor SchiederFriedrich Wilhelm SchubertJohannes Voigt

Philologen: Adalbert BezzenbergerPeter van BohlenRudolf Otto FrankeGeorg GerullisHelmuth von GlasenappGeorg David KypkeGeorg SabinusKarl LachmannKarl LehrsChristian August LobeckFerdinand NesselmannJohann Severin Vater

Mathematik und Naturwissenschaften[Bearbeiten]

Sowohl die Mathematik als auch die Naturwissenschaften gehörten zur Philosophischen Fakultät. Friedrich Wilhelm Bessel, Carl Gustav Jacob Jacobi und Franz Ernst Neumann begründeten eine Tradition der exakten Naturwissenschaften, die der Albertina in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert einen führenden Rang einbrachte.

Mathematik[Bearbeiten]

Die Anfänge mathematischer Forschung in Königsberg gehen auf das 18. Jahrhundert zurück. Christian Goldbach war zwar gebürtiger Königsberger und hatte auch an der Universität seiner Heimatstadt studiert, wirkte aber den ganz überwiegenden Teil seines Lebens an der Akademie in St. Petersburg wo er auch seine berühmte, bis heute unbewiesene zahlentheoretische Vermutung formulierte. Lange diskutiert und weit über die Grenzen der Mathematikergemeinde hinaus bekannt wurde das Königsberger Brückenproblem. Von der Bürgerschaft um eine Stellungnahme gebeten, erbrachte Leonhard Euler 1736 den weitreichenden Beweis, dass es keine Lösung geben kann. Auch Immanuel Kant beschäftigte sich mit mathematisch-physikalischen und astronomischen Problemen.

Im 19. Jahrhundert erlangte die Königsberger Schule der Mathematik unter Carl Gustav Jacob Jacobi weite Bekanntheit. Zu Jacobis Schülern zählten Karl Wilhelm Borchardt, Eduard Heine, Otto Hesse, Friedrich Julius Richelot, Johann Georg Rosenhain, und Ludwig Seidel. Die beiden aus Königsberg stammenden Mathematiker Alfred Clebsch und Carl Gottfried Neumann (beide Schüler des genannten Otto Hesse) gründeten 1868 die Zeitschrift Mathematische Annalen, die für viele Jahrzehnte die weltweit angesehenste mathematische Fachzeitschrift war. Im deutschsprachigen Raum war die Albertina neben der Universität Göttingen die bedeutendste Ausbildungsstätte für Mathematik. Später wurde diese Tradition durch Ferdinand von Lindemann, Adolf Hurwitz, David Hilbert und Hermann Minkowski fortgeführt. Im 19. Jahrhundert kamen derartig viele bedeutende Mathematiker aus Ostpreußen, dass sich der aus dem Rheinland stammende Mathematiker Felix Klein in seinem Buch über die Mathematik des 19. Jahrhunderts zu der Bemerkung veranlasst sah: „… möchte ich nicht versäumen, auf eine merkwürdige Tatsache aufmerksam zu machen, das ist die außergewöhnlich große Zahl berühmter Mathematiker, die aus Königsberg stammen, wie denn überhaupt die ostpreußische Rasse mit besonderer Begabung in der Richtung unserer Wissenschaft gesegnet zu sein scheint. …“[12]

Große Königsberger Mathematiker waren Otto Hesse, David Hilbert, Adolf Hurwitz, Carl Gustav Jacob Jacobi, Matthias Menius, Hermann Minkowski, Carl Gottfried Neumann, Kurt Reidemeister, Friedrich Julius Richelot, Johann Georg Rosenhain und Louis Saalschütz.

Astronomie[Bearbeiten]
Friedrich Wilhelm Bessel

Schon Kant hatte sich eingehend mit astronomischen und kosmologischen Problemen beschäftigt und zusammen mit Pierre Simon de Laplace eine Theorie zur Entstehung des Sonnensystems formuliert. Besondere Bedeutung erlangte die Astronomie durch die 1811–1813 unter der Leitung von Friedrich Wilhelm Bessel (1784–1846) errichtete Sternwarte. Bessel galt als einer der bedeutendsten Astronomen seiner Zeit und die Königsberger Universitäts-Sternwarte wurde unter seiner Leitung zum Vorbild für eine ganze Reihe von Sternwartengründungen des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1838 gelang ihm praktisch zeitgleich mit Friedrich Georg Wilhelm Struve und Thomas James Henderson die Bestimmung einer Fixsternparallaxe und damit die erstmalige Messung der Entfernung eines Fixsterns. Meilensteine der technischen Entwicklung der Sternwarte der Albertina waren 1819 die Anschaffung eines Meridiankreises aus der Münchner Werkstatt Georg von Reichenbachs (1771–1826), 1829 des großen Fraunhoferschen Heliometers und 1841 eines Meridiankreises von Johann Georg Repsold (1770–1830) in Hamburg: ein Geschenk des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. Dank Bessel wurde Königsberg so ein in Europa führendes Zentrum der Astronomie. Einer seiner Nachfolger war der bedeutende deutsch-baltische Astronom und Mathematiker Hermann von Struve.

Physik[Bearbeiten]

Franz Ernst Neumann (1798–1895) war ein Pionier der theoretischen Physik in Deutschland. Er förderte aber auch die praktisch-physikalische Ausbildung, wozu er 1834 zusammen mit Jacobi das Mathematisch-Physikalische Seminar einrichtete. Diese Unterrichtsform war neu an deutschen Universitäten und verbreitete sich von Königsberg ausgehend. An der Königsberger Universität wirkten auch Heinrich Wilhelm Dove, Theodor Kaluza, Woldemar Voigt und Max Wien. Weltberühmt wurde schließlich Hermann von Helmholtz.

Biologie[Bearbeiten]

Zu den Besonderheiten zählte das 1819 vom Zoologen Karl Ernst von Baer gegründete Zoologische Museum und der 1809 von August Friedrich Schweigger angelegte Botanische Garten.

Bei einem Besuch auf der Kurischen Nehrung 1896 erlebte der Ornithologe Johannes Thienemann einen „Vogelzug, so gewaltig, wie er bisher noch nie in Deutschland beobachtet worden war“. Auf seine Initiative hin wurde 1901 die Vogelwarte Rossitten als „ornithologisch-biologische Beobachtungsstation“ gegründet. Die Vogelwarte stand in engem Kontakt mit der Albertina und war die erste derartige ornithologische Forschungsstation der Welt. Durch ihre Pionierarbeit erlangte sie Weltruhm.

Weitere bedeutende Biologen waren der Verhaltensforscher Konrad Lorenz, der 1973 den Nobelpreis erhielt, Robert Caspary, Otto Koehler und von 1934 bis 1945 Kurt Mothes, der spätere Präsident der Leopoldina in Halle.

Geowissenschaften[Bearbeiten]

Als Geowissenschaftler ragten Karl Erich Andrée, Arved von Schultz und Hermann Wagner (Geograph) heraus.

Agrarwissenschaften[Bearbeiten]

Die Albertina brachte auch einige bekannte Agrarwissenschaftler hervor: Theodor von der Goltz, Eilhard Alfred Mitscherlich.

Ehrungen[Bearbeiten]

Herausragende Professoren der Albertina wurden durch Anbringung ihrer Medaillonbildnisse an der Fassade des Universitätsgebäudes geehrt: Friedrich Wilhelm Bessel, Karl Friedrich Burdach, Karl Gottfried Hagen, Johann Friedrich Herbart, Carl Gustav Jacobi, Christian Jakob Kraus, Karl Lachmann, Simon Dach, Johann Georg Hamann, Theodor Gottlieb von Hippel, Immanuel Kant, Johann Gottfried Herder (obwohl er nur Student war).

Zu Kants Geburtstag am 22. April 2012 wurde im Königsberger Dom eine große Gedenktafel mit den Namen von 32 berühmten Gelehrten der Albertina enthüllt, gemeinsam von den Freunden Kants und Königsbergs und dem russischen Dombaumeister Igor Alexandrowitsch Odinzow.

Alumni[Bearbeiten]

Russland[Bearbeiten]

Als „Leuchte der Aufklärung“ (Jürgen Manthey) strahlte die Albertus-Universität vor allem in das Zarentum Russland. 1697 kam Peter der Große nach Königsberg. Sein Besuch machte den Anfang für die Entwicklung der kulturellen Beziehungen zwischen dem Königreich Preußen und dem Zarenreich. Russen kamen zum Studium an die Albertina und Königsberger Professoren beteiligten sich am Aufbau der St. Petersburger Akademie. An der Albertina studierten der zukünftige Präsident der Akademie der Wissenschaften und Mitbegründer der Moskauer Universität Kyrylo Rosumowskyj, der spätere General-Feldmarschall Andrei Iwanowitsch Gudowitsch (1781–1869), der General Graf Michail Andrejewitsch Miloradowitsch und andere bekannte russische Persönlichkeiten. Insgesamt studierten im Laufe des Königsberger Jahrhunderts in Königsberg über 100 Russen.

Litauen[Bearbeiten]

Das erste in litauischer Sprache gedruckte Buch: der lutherische Katechismus von Martynas Mažvydas, gedruckt in Königsberg (lit. Karaliaučius), 1547

Für die Entwicklung der litauischen Schriftsprache war Königsberg von großer Bedeutung. Hier wurden die ersten Bücher in litauischer Sprache gedruckt. Kazimieras Būga, Ferdinand Nesselmann und Adalbert Bezzenberger gelten bis heute als bedeutendste litauische Linguisten. Auch der Reformator Abraham Culvensis war Student in Königsberg. In der Zeit der verstärkten Russifizierung unter der Zarenherrschaft zwischen 1863 und 1904, als der Druck von litauischen Büchern in lateinischer Schrift verboten war, war die Königsberger Universität die für Litauer nächsterreichbare höhere Bildungsanstalt. Zahlreiche litauische Bücher, die häufig in Königsberg gedruckt wurden, wurden in dieser Zeit durch „Bücherträger“ (Knygnešys) über die ostpreußische Grenze nach Litauen geschmuggelt.

Lettland und Estland[Bearbeiten]

Viele Deutsch-Balten studierten an der Albertina, der Naturforscher Karl Ernst von Baer wurde dort Professor.

Deutsche[Bearbeiten]

Studentenverbindungen[Bearbeiten]

Siegel[Bearbeiten]

Nachgefertigtes Albertus-Siegel (verschollen)

Das Original des Siegels von 1544 ist verschollen, es existiert nur eine größengleiche Fotografie.[13] Nach der fotografischen Vorlage wurde ein Tonmodell mit einem Durchmesser von 35 cm gefertigt. Beraten von Fritz Gause und dem Kunsthistoriker Wolfram Noeske stellte es der in Bonn lebende Joachim Gümbel in seiner Werkstatt her. Von der Matrize wurde ein Bronzeguss des Siegels abgegossen. Die Vereinigung ehemaliger Schüler und Lehrer des Löbenichtschen Realgymnasiums schenkte es 1967 ihrer Patenschule, dem Steinbart-Gymnasium in Duisburg.[14]

Literatur[Bearbeiten]

Neuere Monographien und Abhandlungen[Bearbeiten]

  • Karl Erich Andrée: Die Albertus-Universität. Schicksal und Leistung, in: Fritz Gause (Hg.): Ostpreußen. Leistung und Schicksal. Burkhard-Verlag, Essen 1958, S. 239–257 (Deutsche Landschaft 4)
  • Anabela Arnoldt Cudell (Hg.): Eine Königsberger Familie. Geschichten der Arnoldts und der Hilberts. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 2001, ISBN 3-7980-0567-2
  • Sabine Bamberger-Stemmann: Königsberg und seine Universität. Eine Stätte ostmitteleuropäischen Geisteslebens. Nordost-Archiv. Zeitschrift für Regionalgeschichte, NF 3, H. 2, 1994, ISSN 0029-1595, S. 281–694.
  • Ludwig Biewer: Studentisches Leben an der Universität Königsberg von der Wende zum 19. Jahrhundert bis zum Nationalsozialismus, in: Udo Arnold (Hg.): Preußen als Hochschullandschaft im 19./20. Jahrhundert. Nordostdeutsches Kulturwerk, Lüneburg 1992, S. 45–86.
  • Klaus Bürger: Die Studenten der Universität Königsberg 1817–1844, in: Udo Arnold (Hg.): Preußen als Hochschullandschaft im 19./20. Jahrhundert. Nordostdeutsches Kulturwerk, Lüneburg 1992, S. 13–44.
  • Walter Daugsch (Red.): Die Albertina. Universität in Königsberg, 1544–1994, hg. von der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf. Westkreuz-Verlag, Bad Münstereifel 1994, ISBN 3-922131-98-0 (Schriften der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Deutsch-Osteuropäisches Forum Düsseldorf), (Ausstellungskatalog, Kaliningrad, Museum für Geschichte und Kunst des Gebiets Kaliningrad, 17. August bis 7. Oktober 1994, deutsch/russisch)
  • Georg Erler (Hg.): Die Matrikel (und die Promotionsverzeichnisse) der Albertus-Universität zu Königsberg in Preußen. 1544–1829, 3 Bde. Duncker & Humblot, Leipzig 1910–1917 (Publikation des Vereins für die Geschichte von Ost- und Westpreussen 16, ZDB-ID 568220-4), (Nachdruck: Kraus Reprint, Nendeln/Liechtenstein 1976)
  • Hans Heinrich Hagen: Die Geschichte der Universität Königsberg. Einst und Jetzt, Bd. 41 (1996), S. 179–194
  • Walter Hubatsch: Die Albertus-Universität zu Königsberg in Preußen in der Deutschen Geistesgeschichte 1544–1944. In: Walther Hubatsch: Deutsche Universitäten und Hochschulen im Osten. Westdeutscher Verlag, Köln u. a. 1964, S. 9–39 (Wissenschaftliche Abhandlungen der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen 30, ISSN 0570-5665).
  • Bernhart Jähnig (Hg.): 450 Jahre Universität Königsberg. Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte des Preußenlandes. Mit Beiträgen von Hartmut Boockmann (u. a.). Marburg 2001, ISBN 3-7708-1207-7 (Tagungsberichte der Historischen Kommission für Ost- und Westpreußische Landesforschung 14)
  • Jahrbuch der Albertus-Universität zu Königsberg/Preußen. Berlin/Freiburg/Frankfurt: 1951 bis 1994, ISSN 0075-2177.
  • Kasimir Lawrynowicz: Albertina. Zur Geschichte der Albertus-Universität zu Königsberg in Preußen. Herausgegeben von Dietrich Rauschning. Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-10016-6 (Abhandlungen des Göttinger Arbeitskreises 13 = Veröffentlichung. Göttinger Arbeitskreis 495)
  • Hans Lippold: Die Albertina und der Albertus. In: Einst und Jetzt, Bd. 17 (1972), ISSN 0420-8870, S. 137–144
  • Hans Lippold: Das Collegium Albertinum. Ein altes Universitätsgebäude. In: Einst und Jetzt. 21, 1976, S. 191–94.
  • Jürgen Manthey: Königsberg. Geschichte einer Weltbürgerrepublik. Hanser, München u. a. 2005, ISBN 3-446-20619-1
  • Hanspeter Marti, Manfred Komorowski (Hg.): Die Universität Königsberg in der Frühen Neuzeit. Böhlau, Wien Köln Weimar 2008, ISBN 978-3-412-20171-5
  • Dietrich Rauschning, Donata von Nerée (Hg.): Die Albertus-Universität zu Königsberg und ihre Professoren. Aus Anlass der Gründung der Albertus-Universität vor 450 Jahren. Duncker und Humblot, Berlin 1995, ISBN 3-428-08546-9 (Jahrbuch der Albertus-Universität zu Königsberg 29 = Göttinger Arbeitskreis. Veröffentlichung 451)
  • Rektoratsreden im 19. und 20. Jahrhundert / Albertus-Universität zu Königsberg. Online-Bibliographie. Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften[15]
  • Hans Rothe, Silke Spieler (Hg.): Die Albertus-Universität zu Königsberg. Höhepunkte und Bedeutung. Vorträge aus Anlass der 450. Wiederkehr ihrer Gründung. Kulturstiftung der Deutschen Vertriebenen, Bonn 1996, ISBN 3-88557-146-3
  • Siegfried Schindelmeiser: Die Albertina und ihre Studenten 1544 bis WS 1850/51 und Die Geschichte des Corps Baltia II zu Königsberg i. Pr. (1970–1985). Erstmals vollständige, bebilderte und kommentierte Neuausgabe in zwei Bänden mit einem Anhang, zwei Registern und einem Vorwort von Franz-Friedrich Prinz von Preussen, hg. von Rüdiger Döhler und Georg von Klitzing, München 2010. ISBN 978-3-00-028704-6
  • Götz von Selle: Geschichte der Albertus-Universität zu Königsberg in Preußen. Kanter-Verlag, Königsberg 1944 (2. durchgesehene und vermehrte Auflage). Holzner, Würzburg 1956 (Göttinger Arbeitskreis. Veröffentlichung 145, ZDB-ID 134036-0)
  • Christian Tilitzki: Aspekte der Königsberger Universitätsgeschichte im Dritten Reich. Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 46 (2000), S. 233–269
  • Christian Tilitzki: Professoren und Politik – Die Hochschullehrer der Albertus-Universität zu Königsberg/Pr. in der Weimarer Republik (1918–1933), in: Bernhart Jähnig (Hg.): 450 Jahre Universität Königsberg. Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte des Preußenlandes. Elwert, Marburg 2001, S. 131–178
  • Christian Tilitzki: Die Königsberger Albertus-Universität im Umbruch der Jahre 1932 bis 1934, in: Christian Pletzing (Hg.): Vorposten des Reichs? Ostpreußen 1933–1945. Meidenbauer, München 2006
  • Christian Tilitzki: Die Albertus-Universität Königsberg. Die Geschichte von der Reichsgründung bis zum Untergang der Provinz Ostpreußen, Bd. 1, 1871–1918. Akademie Verlag, München 2012, ISBN 978-3-05-004312-8
  • H. Trunz: „Die Universität – ein Herd des Lichtes“. Bilder von der 300-Jahr-Feier der Königsberger Albertina im Sommer 1844. Ostpreußenblatt, 29. Juli 1972, S. 11
  • Matthias Stickler: Königsberger Universitätsgeschichte 1805 bis 1870. Anmerkungen zu einem wenig erforschten Thema, in: Hans Peter Hümmer, Michaela Neubert: „Wilhelm Schmiedebergs Blätter der Erinnerung (1835–1839).“ Ein Beitrag zur studentischen Memorialkultur an der Albertus-Universität Königsberg, hg. vom Verein für corpsstudentische Geschichtsforschung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Hochschulkunde an der Universität Würzburg und der Deutschen Gesellschaft für Hochschulkunde. Würzburg und Neustadt an der Aisch 2013 – 364 S., ca. 200 meist farbige Abbildungen, Graphiken und Tabellen – ISBN 978-3-87707-872-3.
  • Peter Wörster: Hochschulen im nördlichen Ostpreußen nach 1945, in: Udo Arnold (Hg.): Preußen als Hochschullandschaft im 19./20. Jahrhundert. Nordostdeutsches Kulturwerk, Lüneburg 1992, S. 105–122.

Ältere Schriften[Bearbeiten]

Geordnet nach dem Erscheinungsjahr

  • Johann Friedrich Goldbeck: Nachrichten von der königlichen Universität zu Königsberg in Preußen und den daselbst befindlichen Lehr-, Schul- und Erziehungsanstalten. Graudenz 1782 (Online, Google).
  • Chronik der Universität Königsberg im Jahr 1828. In: Preußische Provinzialblätter, Band 1, Königsberg 1829, S. 261-265 (Online, Google).
  • Eduard Gervais: Die Gründung der Universität Königsberg und deren Säcularfeier in den Jahren 1644 und 1744. Ein Beitrag zur bevorstehenden dritten Säcularfeier. In: Friedrich von Raumer (Hg.): Historisches Taschenbuch. Neue Folge, 5. Jahrgang, Brockhaus, Leipzig 1844, S. 515–680 (Online, Google).
  • August Witt: Die dritte Jubelfeier der Albertus-Universität zu Königsberg. Theile, Königsberg 1844.
  • Die Albertus-Universität zu Königsberg – Eine Denkschrift zur Jubelfeier ihrer 300jährigen Dauer in den Tagen vom 27sten bis 31sten August 1844, Voigt, Königsberg 1844 (Online, Google).
  • Amtliche Nachrichten über die Feier des dritten Secularfestes der Albrechts-Universität zu Königsberg. Königsberg 1844 (Online, Google).
  • Gedenkbuch der zur dritten Jubelfeier Albertina's versammelt gewesenen Commilitonen. Königsberg 1844 (Online, Google).
  • Drei Gutachten des General-Concils der Universität Königsberg die Universitätsreform betreffend. Königsberg 1849 (Online, Google).
  • Hans Prutz: Die Königliche Albertus-Universität Königsberg i. Pr. im neunzehnten Jahrhundert – zur Feier ihres 350jährigen Bestehens. Königsberg 1894.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsche Corpszeitung, 47. Jg., Nr. 9, Dezember 1930.
  2. a b c Thomas Ellwein: Die deutsche Universität - vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Kapitel "Die Gründung der Universität Königsberg". Fourier-Verlag Wiesbaden, 1997, ISBN 3-925037-90-X.
  3. Paul Stettiner: Aus der Geschichte der Albertina (1544 1894). Hartungsche Verlagsdruckerei Königsberg, 1894.
  4. P. Stettiner, S. 14 f
  5. „… als nemlich ein Ochs, ein Ome Wein, zwei faß Bier, ein halb schock karven, ein halb schock hecht, ein stück wiltpret, drey scheffel korn, drey scheffel meel, und etwas an Geld.“ Für acht Groschen wöchentlich gab es sonntags zu Mittag (pro Mann): „Fleischsuppe, Braten, Kohl, sowren Comps oder ein anderes Gemüs nach Gelegenheit der Zeit. Dann Suppenfleisch, einem jeden vom Braten und Suppenfleisch zusammen soll er anderthalb pfundt einhawn lassen.“ Dafür gab es am selben Abend nur „Fleischsuppe, Suppenfleisch und dann Beckelfleisch, einem jeden wieder von beiden anderthalb pfundt“. N.N. in Königsbergiensis III, Zeitung der Altmärker-Masuren 37/38, Kiel 1966, S. 665 f.
  6.  Koch, Johann Friedrich Wilhelm: Eine Sammlung der Verordnungen welche die Verfassung und Verwaltung dieser Anstalten betreffen: f: der Königl. Universität zu Königsberg i. Pr.. 1, Verlag Ernst Siegfried Mittler, Berlin und Bromberg 1839, Stiftung, Statuten und Nachrichten über die Fonds und das Personal der einzelnen Universitäten, S. 536ff (digitalisiertes Buch (Google), http://books.google.de/?id=G_ZsOxbJxxoC)..
  7. Paul Stettiner: Aus der Geschichte der Albertina 1544–1894. Königsberg, 1894. Nachdruck durch Kessinger Publishing, ISBN 978-1-162-36804-7.
  8. Koch, 1839 zählt für Königsberg alleine 60 verschiedene Stiftungen auf.
  9. Nach Aufzeichnungen von Hans Lippold.
  10. Christian Tilitzki: Wie ein versunkenes Vineta. Die Königsberger Universität im Zusammenbruch des Reiches. Ostpreußenblatt, Folge 39, 2. Oktober 1999 und 16. Oktober 1999.
  11. Kai Arne Linnemann: Das Erbe der Ostforschung. Zur Rolle Göttingens in der Geschichtswissenschaft der Nachkriegszeit. Marburg, Tectum Verlag 2002.
  12. Felix Klein: Vorlesungen über die Entwicklung der Mathematik im 19. Jahrhundert. In: Grundlehren der mathematischen Wissenschaften. 24/25. S. 159, Berlin [u. a.], Springer-Verlag (Reprint 1979) digitalisierter Volltext.
  13. Alfred Rohde, Ulla Stöver: Goldschmiedekunst in Königsberg. Kohlhammer 1959
  14. Ulrich Albinus: Ein Albertus-Siegel für die Patenschule. Im Duisburger Steinbart-Gymnasium erinnert es an die Königsberger Universität. Das Ostpreußenblatt, Jg. 18 / Folge 51, 23. Dezember 1967, S. 11.
  15. Rektoratsreden (BAW)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Albertina, Königsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

54.71390833333320.510008333333Koordinaten: 54° 42′ 50″ N, 20° 30′ 36″ O