SOKO 5113

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Produktionsdaten
Originaltitel: SOKO 5113
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr(e): seit 1976
Dauer: etwa 25 Minuten pro Folge bei Staffel 1–3, danach je Folge ca. 43 Minuten
Episodenzahl: mehr als 408
Originalsprache: Deutsch
Genre: Krimi
Deutschsprachige
Erstausstrahlung:
2. Januar 1978
auf ZDF
Besetzung
  • siehe unten

SOKO 5113 ist eine deutsche Kriminalserie. Sie ist die erste von mehreren Kriminalserien, die ein SOKO im Titel tragen. SOKO 5113 spielt in München und startete am 2. Januar 1978 im ZDF. Mit der Produktion wurde schon im Herbst 1976 begonnen, und bis zum 26. Dezember 2007 sind von der Serie 381 Folgen (aus 30 Staffeln) ausgestrahlt worden.

Die Zahl 5113 im Serientitel bezieht sich auf die Durchwahl-Telefonnummer des Chefs der SOKO.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Konzept

Die Serie basiert auf Erinnerungen von Kriminaldirektor Dieter Schenk, die dieser 1975 niederlegte. Das Manuskript wurde auch als Roman mit dem Titel „Der Durchläufer“ (Frankfurt 1978) veröffentlicht. Schenk war Leiter der Kriminalpolizei Gießen und später beim Bundeskriminalamt tätig. In seiner Zeit beim hessischen Landeskriminalamt hatte Schenk die Durchwahlnummer 5113.

Schenk schrieb bis 1986 auch Episodendrehbücher und blieb der Serie danach als Berater erhalten. Schenk hob hervor, dass seine Ermittler keine unfehlbaren Alleingänger seien, sondern teamfähige, normale Menschen, und legte großen Wert auf eine realistische Darstellung der Polizeiarbeit und kriminaltaktische Richtigkeit, aber nicht darauf, dass es im wahren Leben gar keine dauerhaft amtierende Sonderkommission gibt, sondern Sonderkommissionen immer nur für besondere Fälle zusammengestellt werden.

Das Grundkonzept der Serie besteht seit 1978 darin, die kriminalpolizeiliche Arbeit möglichst realitätsnah zu zeigen, ohne mit den in anderen Krimiserien üblichen Übertreibungen und Überzeichnungen zu arbeiten. Die Zusammenarbeit im Team steht im Vordergrund, auch das Privatleben der Charaktere wird in die Handlung integriert. Ursprünglich war die SOKO 5113 ausschließlich für die Bearbeitung von Delikten aus dem Bereich der organisierten Rauschgiftkriminalität zuständig, dabei wurde schon früh die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Polizeibehörden (z. B. Italien und Holland) thematisiert. Mehrere Folgen spielten vollständig im Ausland. Inzwischen klärt die SOKO aber zum überwiegenden Teil Kapitalverbrechen auf, die keinen Bezug mehr zur Drogen- oder organisierten Kriminalität haben.

[Bearbeiten] Darsteller

Bis zur einschließlich 15. Staffel ist Kriminalhauptkommissar Karl Göttmann (gespielt von Werner Kreindl) Leiter der SOKO. Seit der ersten Folge ist Wilfried Klaus als Kriminaloberkommissar (später Kriminalhauptkommissar) Horst Schickl dabei. Er folgt 1992 Göttmann nach dessen (und Kreindls) Tod als Leiter. 2007 verkündete er seinen Abschied von der SOKO, am 23. März 2008 hatte er seinen letzten Auftritt in einem 90-minütigen Fernsehfilm der Serie, die letzte Folge der Serie mit ihm lief bereits früher. Sein Nachfolger in der SOKO 5113 ist der Schauspieler Gerd Silberbauer.

Aktuelle Besetzung:

Schauspieler Rollenname Dienstgrad Einstieg Ausstieg
Gerd Silberbauer Arthur Bauer Kriminalhauptkommissar 2008 (Staffel 34)
Hartmut Schreier Manfred „Manne“ Brand Kriminalkommissar 1992 (Staffel 14)
Michel Guillaume Theo Renner Kriminalmeister später Kriminalkommissar 1993 (Staffel 15)
Bianca Hein Katharina Hahn Kriminalkommissarin 2006 (Staffel 32)
Christofer von Beau Franz Ainfachnur Kriminalkommissar 2008 (Staffel 34) 2009 (Staffel 34)

Ehemaliege Darsteller

Schauspieler Rollenname Dienstgrad Einstieg Ausstieg
Wilfried Klaus Horst Schickl Kriminaloberkommissar später Kriminalhauptkommissar 1978 (Staffel 1) 2008 (Staffel 33)
Werner Kreindl Karl Göttmann Kriminalhauptkommissar 1978 (Staffel 1) 1992 (Staffel 12)
Christine Döring Susanne von Hagenberg Kriminaloberkommissarin 2001 (Staffel 22) 2006 (Staffel 31)
Bernd Herzsprung Fred Less Kriminalmeister später Kriminalobermeister 1978 (Staffel 1) 1992 (Staffel 12)
Olivia Pascal Lizzi Berger Kriminalkommissarin 1988 (Staffel 9) 1997 (Staffel 15)
  • Heinz Baumann (als Kriminalhauptkommissar Jürgen Sudmann 1987–1992; sowie spätere Gastauftritte)
  • Cay Helmich (als Kriminalkommissarin Maja Cramer 1997–2000)
  • Diether Krebs (als Kriminalobermeister Diether Herle 1978–1986)
  • Ingeborg Schöner (als Kriminalkommissarin Anna Herbst 1980–1984; sowie spätere Gastauftritte als Anna Herbst-Schickl)
  • Sabine Kaack (als Kriminalmeisterin Bärbel Mattner 1986–1987)
  • Ingrid Fröhlich (als Kriminalkommissarin Renate Burger 1978)
  • Giovanni Früh (als Kriminalhauptmeister „Django“ Nussbaumer 1978–1981)
  • Verena Mayr (als Kriminalkommissarin Mascha Brandner 1987)
  • Benita Rinne (als Kriminalobermeisterin Katrin Rieger 1984-1985)
  • Peter Seum (als Kriminalhauptmeister „Wolle“ Blaschke 1983–1984)
  • Tilo Prückner (als Kriminalhauptmeister Neubert 1978)
  • Hans Dieter Traier (als Kriminalhauptmeister Heinz Flock 1978)

Weitere Darsteller sind/waren:

[Bearbeiten] Zeitleiste der Charaktere

Zeitleiste der Hauptdarsteller von 1978 bis heute
1970er 1980er 1990er 2000er
8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Manfred „Manne“ Brand
Theo Renner
Katharina Hahn
Arthur Bauer
G. G. G. Franz Ainfachnur
ehemalige Charaktere
Rechlin
Neubert
Renate Burger
Heinz Flock
Django Nussbaumer
Anna Herbst Gastauftritt
Wolle Blaschke
Katrin Rieger
Diether Herle
Bärbel Mattner
Karl Göttmann
Fred Less G.
Jürgen Sudmann G. G.
Lizzy Berger G.
Maja Cramer
Susanne von Hagenberg G.
Horst Schickl
8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
1970er 1980er 1990er 2000er

[Bearbeiten] Verschiedenes

  • KOM Herle beendet seine Arbeit bei der SOKO mit einem millionenschweren Beutefund, den er unterschlägt.
  • KD Stanelle arbeitet für die Mafia und genießt seinen Ruhestand am Mittelmeer. Als Schickl ihn dort besucht, versucht Stanelle, ihn anzuwerben, aber Schickl bleibt standhaft.
  • KHM Blaschke wird bei einem verdeckten Einsatz von einem Zivilfahnder, der nicht weiß, dass es sich bei Blaschke um einen Polizeibeamten handelt, erschossen.
  • KK Maja Cramer wird erschossen, als sie versucht, Horst Schickl zu schützen.
  • KOK Susanne von Hagenberg wechselt zu Europol.
  • Gerichtsmediziner Dr. Fröhlich gibt sich in der Folge Die Abrechnung (Staffel 22, 2005) selbst ein Alibi, um seinen Mord an einem flüchtigen Sträfling, über den er ein Gutachten verfasste, zu vertuschen und wird verhaftet.
  • KHK Göttmann stirbt 1992 angeblich an einem Herzinfarkt (der Schauspieler Werner Kreindl war ebenfalls den Folgen eines Herzinfarktes erlegen). Im Film „SOKO 5113 - Die Akte Göttmann“ (Ausstrahlung: 23. März 2008) stellt sich fünfzehn Jahre später heraus, dass er in Wirklichkeit von KM Fred Less mit Arsen(III)-oxid (sog. Arsenik) vergiftet wurde.
  • KK a.D. Lizzy Berger wird im Film „Die Akte Göttmann“ (Ausstrahlung: 23. März 2008) bei dem Versuch, eine Zeugin zu retten, erschossen.
  • KM Fred Less, war als Durchläufer (DL) vorgesehen und wechselt in eine andere Abteilung. Im Film „Die Akte Göttmann“ stellt sich heraus, dass er als langjähriger Maulwurf der Balkan-Mafia tätig war und Göttmann vergiftet hat.
  • KHK Horst Schickl wird im Film „Die Akte Göttmann“ zum Schein erschossen. Tatsächlich geht er aber in den Ruhestand und lebt unter neuem Namen mit seiner Frau und dem beinahe im Altersheim versauerten Sudmann in Italien.
  • Der Schauspieler Wilfried Klaus wurde 2003 von der Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft zum Ehrenkomissar ernannt.
  • Wilfried Klaus war von Hans W. Geißendörfer für die Rolle des Vater Beimer vorgesehen. Entsprechende Gespräche mit Geißendörfer waren 1984 bereits weit fortgeschritten gewesen. Doch Klaus gab dem Drängen der SOKO-Kollegen nach, die damit drohten, im Falle seines Ausstiegs auch aufzuhören.
  • Der Schauspieler Klaus erreichte mit einer Dauer von 30 Jahren eine der längsten Zeiten, die weltweit ein Schauspieler bisher in ein und derselben Rolle gespielt hat. Michael Ande spielt die Rolle des Gerd Heymann in der Serie Der Alte bereits seit 1977.

[Bearbeiten] Filme

Es wurden mehrere 90-minütige Spielfilme gedreht: Im Namen Gottes (1999), Blutopfer (2002), Ein Engel stirbt (2004), Kapstadt sehen und sterben (2005), Das Urteil (2006, Ausstrahlung am 4. Januar 2008), Die Akte Göttmann (23. März 2008). Aus Anlass des Jubiläums der Erstausstrahlung wurde ein 130-minütiger Film aus den 6 ersten Serienfolgen, welche eine fortlaufende Handlung bildeten, zusammengeschnitten (2008). Die weiteren 13 Folgen aus dem Jahre 1978 wurden seit Anfang 1980 nicht mehr wiederholt.

[Bearbeiten] Ableger

Mit der Serie „Solo für Sudmann“ gab es im Jahr 1997 einen Ableger („Spin-off“) mit dem Schauspieler Heinz Baumann, der den Hauptkommissar Jürgen Sudmann spielte.

Weitere Spin-offs:

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Stuttgarter Zeitung: Soko aus der Landeshauptstadt - Stuttgart soll man sehen, nicht hören, 02. März 2009

[Bearbeiten] Weblinks

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