SRH Zentralklinikum Suhl

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SRH Zentralklinikum Suhl GmbH
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Trägerschaft SRH Kliniken GmbH
Ort Suhl
Koordinaten 50° 36′ 9″ N, 10° 42′ 34,5″ O50.602510.70959Koordinaten: 50° 36′ 9″ N, 10° 42′ 34,5″ O
Geschäftsführer Andreas Brakmann
Betten 674
Mitarbeiter ca. 1.000
Fachgebiete 22
Gründung 1893
Website www.zentralklinikum-suhl.de
Haupthaus

Das SRH Zentralklinikum Suhl ist mit 22 eigenständigen Fach- und Teilgebieten der Medizin und 674 Betten ein Krankenhaus in Südthüringen. Jährlich werden hier etwa 70.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Die Einrichtung ist Akutkrankenhaus und Akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter.

Träger ist die SRH Kliniken GmbH, die Krankenhäuser in Baden-Württemberg und Thüringen betreibt. Der Unternehmensverbund steht im Eigentum der SRH Holding.

Geschichte[Bearbeiten]

1893 entstand in Suhl das erste Städtische Krankenhaus, nachdem es vorher nur ein Armen- und Siechenhaus gab. Am 1. November 1893 eröffnete das Krankenhaus in der Neundorfer Straße. Damals begann der Krankenhausbetrieb mit 35 Betten, einem Arzt, zwei Schwestern und einem Pfleger, die jährlich etwa 130 Patienten stationär versorgten.

In den Jahren 1918, 1928 und 1936/37 wurde das Städtische Krankenhaus auf 150 Betten ausgebaut. Ein nächster Erweiterungsbau wurde 1939 geplant, aber wegen des Zweiten Weltkrieges nicht mehr umgesetzt. Erst 1963 wurde ein Bettenhaus an das Krankenhaus angebaut.

Ab 1974 wandelte sich das Städtische Krankenhaus in der Neundorfer Straße zum Bezirkskrankenhaus auf dem Döllberg. Am 13. Februar 1974 erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubau. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf rund 156 Millionen Mark. Das zehngeschossige Haupthaus mit insgesamt 745 Betten umfasste die Fachkliniken Kinderchirurgie, Kinderabteilung/Kinderinfektion, Urologie, Geburtshilfe/Gynäkologie, Chirurgie/Traumatologie, Orthopädie, Augenabteilung, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten sowie Innere Medizin. In dem mit dem Bettenhaus verbundenen Anbau fanden unter anderem die Operationsräume, Intensivtherapie, Radiologie, Apotheke, Verwaltung sowie soziale Einrichtungen und technische Anlagen Platz.

Das Bezirkskrankenhaus am Döllberg wurde nach einem Projekt des Bezirkskrankenhauses Halle (Saale) errichtet. Für die damalige Bezirksstadt Suhl wurde das Wiederverwendungsprojekt für Bettenhaus und Komplement (Zentrale Einrichtungen) in verkleinerter Form umgesetzt.[1]

Nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 übernahm der Freistaat Thüringen die Trägerschaft des Suhler Krankenhauses. Inzwischen zählte es 798 Betten und entwickelte sich zu einem Zentrum mit moderner Medizintechnik in Südthüringen.

Am 19. August 1998 kaufte die Stiftung Rehabilitation Heidelberg das Klinikum Suhl, um den Krankenhausstandort weiter auszubauen und auf dieser Basis ein medizinisches Gesundheitszentrum zu entwickeln. Zu diesem Zweck folgten bis zum Jahr 2004 der Bau des neuen Bettenhauses sowie der Umbau des Funktionsgebäudes mit einem gesamten Investitionsvolumen von 102,4 Millionen Euro.

Organisatorische Zentren und Fachkliniken[Bearbeiten]

Die bettenführenden Fachkliniken werden entsprechend ihrer Fachgebiete sechs organisatorischen Zentren zugeordnet.

Herz-Lungen-Gefäß-Zentrum[Bearbeiten]

Abdominal-Onkologisches Zentrum[Bearbeiten]

Kopf-Zentrum[Bearbeiten]

Frau-Mutter-Kind- und Urologie-Zentrum[Bearbeiten]

Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie und Traumatologie[Bearbeiten]

Zentrum für Intensivtherapie und Intermediate Care[Bearbeiten]

Fachzentren[Bearbeiten]

Die Fachzentren widmen sich Schwerpunktthemen. Dazu gehören:

Zentral-OP[Bearbeiten]

Die Operationen finden im Operations-Zentrum des Hauses statt. Dazu wurden 10 OP-Säle zu einem geschlossenen Bereich mit angegliedertem Aufwachraum und Medizin- und Informationstechnik zusammengefasst. Rund 90 Ärzte und 75 Pflegekräfte betreuen hier jährlich etwa 13.000 Operationen.

Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)[Bearbeiten]

Das Anfang 2005 eröffnete Medizinische Versorgungszentrum Suhl gehört zu den ersten Einrichtungen dieser Art in Thüringen. In enger Verzahnung mit dem klinischen Leistungsspektrum wird eine ambulante Versorgung der Patienten aus dem Südthüringer Raum in den medizinischen Fachgebieten Kinder- und Jugendmedizin, Kinderchirurgie, Urologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Augenheilkunde, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Physikalische und Rehabilitative Medizin sowie Strahlentherapie gewährleistet. Am MVZ Schmalkalden gibt es zusätzlich die Fachrichtung Anästhesie und Schmerztherapie sowie am MVZ Zella-Mehlis die Bereiche Allgemeinmedizin/Homöopathie, Innere Medizin/Rheumatologie, Innere Medizin/Diabetologie, Naturheilverfahren und Akupunktur.

Sonstiges[Bearbeiten]

Als Fremdeinrichtungen sind auf dem Klinikgelände unter anderem ein Gemeinschaftslabor, eine Kurzzeitpflege, eine Pathologie-Praxis, ein Sanitätshaus, das Regionale Tumorzentrum Suhl e. V. und die KV-Notdienstzentrale angesiedelt. Außerdem ist der Rettungshubschrauber „Christoph 60“ der DRF Luftrettung hier stationiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Annette Goetz: Vom städtischen Krankenhaus zum SRH Zentralklinikum Suhl: Einblicke in 111 Jahre Krankenhaus-Entwicklung in Suhl. SRH Zentralklinikum Suhl 2004, ISBN 3-929-73027-8

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Autorenkollektiv: Bezirk Suhl - Architekturführer DDR, VEB Verlag für Bauwesen, Berlin, 1989, S. 48

Weblinks[Bearbeiten]