Nephrologie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Nephrologie (aus altgriechisch νεφρός „Niere“ und λόγος „Wort, Lehre“: „Nierenlehre“) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Sie befasst sich mit den Erkrankungen der Niere sowie deren konservativer (nicht-operativer) Therapie. Darüber hinaus gehören der Bluthochdruck, die Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichtes zum Fachgebiet. Wesentliches Ziel des Nephrologen ist die Stabilisierung der Nierenfunktion, um die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Nierenersatztherapie (Hämodialyse, Peritonealdialyse) so weit wie möglich hinauszuzögern. Typische Probleme bei chronisch eingeschränkter Nierenfunktion sind renale Anämie, Bluthochdruck, renale Osteomalazie und die Notwendigkeit der Dosisadaption vieler renal eliminierter Medikamente. Wenn terminale Niereninsuffizienz eingetreten ist, führt der Nephrologe die Dialysebehandlungen durch und/oder bereitet die Nierentransplantation vor. Deren Nachsorge gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Nephrologen, ebenso wie die Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck und die Durchführung der verschiedenen Lipidaphereseverfahren bei Patienten mit stark erhöhten Blutfettwerten. Im Rahmen der Intensivmedizin wird durch den Nephrologen das akute Nierenversagen, z. B. nach Polytrauma, bei Sepsis oder nach Intoxikationen, durch Dialyseverfahren behandelt. Schließlich werden viele Vergiftungen auf diese Weise therapiert.

Diagnostische Verfahren[Bearbeiten]

Die Nephrologie bedient sich im Wesentlichen folgender Verfahren:

Labordiagnostik[Bearbeiten]

Blut[Bearbeiten]

Zur Beurteilung der Nierenfunktion und des Säure-Basen-Haushaltes werden in der Regel folgende Parameter im Serum untersucht:

Darüber hinaus werden regelmäßig das Blutbild und die Blutgasanalyse bestimmt. Je nach Fragestellung bzw. zugrundeliegender (oder vermuteter) Krankheit werden ggf. weitere Analysen erforderlich.

Urin[Bearbeiten]

Hierbei werden der Spontanurin oder Mittelstrahlurin unterschieden vom Sammelurin. In der Untersuchung des Spontanurins werden semiquantitativ mittels Teststreifen folgende Parameter untersucht:

Meist wird eine Durchlichtmikroskopie angeschlossen, wobei auffällige größere Urinbestandteile wie Zellen oder Harnzylinder weiter differenziert werden können. Zur Beantwortung der Frage, ob Blut im Urin aus den Nieren oder den Harnwegen stammt, wird häufig zusätzlich eine Phasenkontrastmikroskopie in Dunkelfeldtechnik durchgeführt.

Zur weiteren Abklärung der Ursache einer Nierenerkrankung ist häufig eine Sammelurinuntersuchung erforderlich, in der die gesamte Urinmenge über einen definierten Zeitraum (meist 24 Stunden) gesammelt und die Zusammensetzung anschließend analysiert wird.

Nephrologische Krankheitsbilder[Bearbeiten]

Die folgenden Krankheitsbilder zählen zum Kerngebiet der Nephrologie (die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

Glomerulopathien[Bearbeiten]

Interstitielle Nephropathien[Bearbeiten]

Postrenale Nephropathien[Bearbeiten]

Sonstige Nephropathien[Bearbeiten]

Nierenbeteiligung bei Systemischen Erkrankungen[Bearbeiten]

Erbkrankheiten der Nieren[Bearbeiten]

Hochdruckerkrankungen[Bearbeiten]

Nieren- und Hochdruckerkrankungen in der Schwangerschaft[Bearbeiten]

  • Schwangerschaftshypertonie
  • Nierenfunktionsstörungen in der Schwangerschaft

Stoffwechselstörungen des Säure-Basen- und Wasser-und Elektrolythaushaltes[Bearbeiten]

Weitere Krankheitsbilder aus anderen Bereichen der Medizin ohne extrakorporale Verfahren[Bearbeiten]

Weitere Krankheitsbilder, Therapie durch extrakorporale Verfahren[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]