Saga Sapphire

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Saga Sapphire
Saga Sapphire im Hafen von Tallinn am 15. Mai 2012

Saga Sapphire im Hafen von Tallinn am 15. Mai 2012

p1
Schiffsdaten
Flagge MaltaMalta (Handels- und Dienstflagge zur See) Malta[1]
BahamasBahamas (Handelsflagge) Bahamas
DeutschlandDeutschland Deutschland
andere Schiffsnamen

Europa (1981–1999)
SuperStar Europe (1999–2000)
SuperStar Aries (2000–2004)
Holiday Dream (2004–2008)
Bleu de France (2008–2011)

Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Rufzeichen 9HOF8[1]
Heimathafen Bremen (1981–1992)
Nassau (1992–2006)
Valletta (seit 2006)
Eigner Saga Cruises BDF Ltd. (Folkestone)
Reederei Saga Cruises
Bauwerft Bremer Vulkan, Bremen-Vegesack
Baunummer 1001[2]
Baukosten 260 Mio. DM (ca. 133 Mio. EUR)
Bestellung 1978
Stapellauf 22. Dezember 1980
Übernahme 5. Dezember 1981
Indienststellung 8. Januar 1982
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
199,62[2] m (Lüa)
Breite 28,5 m
Tiefgang max. 8,4 m
Vermessung 37.049 BRZ / 13.555 NRZ[2]
 
Besatzung 300
Maschine
Maschine 2 × Schiffsdieselmotor (MAN-Bremer Vulkan K 7 SZ 70/125 B)[2]
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
21.280 kW (28.933 PS)
Geschwindigkeit max. 21 kn (39 km/h)
Propeller 2 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 5.168 tdw
Zugelassene Passagierzahl 600
PaxKabinen 316
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Registrier-
nummern

IMO 7822457[1]

Die Saga Sapphire ist ein Kreuzfahrtschiff, das Ende 1981 fertiggestellt und am 8. Januar 1982 in Fahrt gebracht wurde. Zur damaligen Zeit entsprach der Entwurf mit eine Länge von 200 Metern und einer Vermessung von 30.000 BRT dem größten Kreuzfahrtschiffsneubau der Welt. Das Schiff war von 1981 bis 1999 als Europa der Hapag-Lloyd Kreuzfahrten in Fahrt.

Geschichte[Bearbeiten]

Neubau und Indienststellung[Bearbeiten]

In den 1970er Jahren zeichnete sich für Hapag-Lloyd immer deutlicher ab, dass die damalige, als Kungsholm gebaute Europa den immer höheren Ansprüchen ihrer Kreuzfahrtgäste nicht mehr entsprach und gegen einen Neubau ersetzt werden musste. Deshalb plante Hapag-Lloyd eine neue Europa und schrieb 1977 diesen Auftrag aus. Grundspezifikationen für die Werften waren ein Fassungsvermögen für 600 Passagiere, die Mindestgröße der Kabinen von 21 m² und nicht mehr als 21 Prozent dieser sollten innenliegend sein. Ein Zusammenschluss der Bremer Werften AG Weser und Bremer Vulkan gewann die Ausschreibung. 1978 beauftragte Hapag-Lloyd die Bremer Vulkan-Werft mit dem Bau der neuen Europa für einen Gesamtpreis von 176 Mio. DM. Die Kosten für die Werft waren letztlich mit etwa 260 Mio. DM aber wesentlich höher, so dass diese mit dem Bau einen Verlust einfuhr. Ursprünglich sollte die AG Weser die vordere Rumpfhälfte mit dem Wohntrakt herstellen; zur Jahreswende 1979/80 wurde jedoch beschlossen, die Europa komplett beim Bremer Vulkan zu bauen.[3]

Die Europa

Die Kiellegung des Schiffes erfolgte am 1. April 1980, der Stapellauf und die Schiffstaufe durch die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Simone Veil, erfolgte am 22. Dezember 1980 in Bremen-Vegesack. Etwa zwölf Monate später, am 6. Dezember 1981 folgte die Fertigstellung des Schiffes, das anschließend von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten übernommen wurde. Die Jungfernfahrt startete am 8. Januar 1982 von Genua, Italien, zu Zielen in Afrika.

Hapag-Lloyd[Bearbeiten]

Im ersten Jahr des Einsatzes der Europa konnte man bereits zufrieden in die Zukunft blicken. Die Auslastung des Schiffes lag bereits bei 90 Prozent, obwohl die Passagierkapazität wesentlich höher war als die der alten Europa.

1997, zum 150-jährigen Firmenjubiläum von Hapag-Lloyd, wurde bekanntgegeben, dass eine neue Europa gebaut werden soll. Diese solle dann 1999 in Dienst gestellt werden. Damit endete die Ära der Europa bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten.

Star Cruises[Bearbeiten]

Am 5. April 1998 kaufte Star Cruises aus Asien das Schiff. Bis zum 30. Juni 1999 wurde es noch von Hapag-Lloyd gechartert und am 1. Juli 1999 offiziell vom neuen Eigentümer in Hamburg übernommen. Bevor das Schiff das erste Mal für die neue Reederei auf Kreuzfahrt ging, wurde es für 15 Mio US $ bei der Sembawang-Werft in Singapur auf dem neuesten Stand gebracht und generalüberholt. Es wurden u. a. Balkons in den Suiten angebaut.

Das Schiff wurde unter dem Namen SuperStar Europe ab Oktober 1999 für Kreuzfahrten ab Laem Chabang, Thailand, eingesetzt. Im Februar 2000 wurde das Schiff auf SuperStar Aries umbenannt. Es lief weiterhin asiatische Häfen im Kreuzfahrtbetrieb an. Im März 2001 plante Star Cruises, das Schiff im Jahr 2002 an Orient Lines zu übertragen und es dort unter dem Namen Ocean Voyager laufen zu lassen. Die Anschläge vom 11. September 2001 machten diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung, da sich die Zahl der Passagiere danach drastisch reduzierte. Daher wurde die SuperStar Aries für Kreuzfahrten nach Thailand und China eingesetzt.

Pullmantur Cruises[Bearbeiten]

Im März 2004 kaufte Pullmantur Cruises das Schiff und überführte es nach Spanien. Es wurde in Holiday Dream umbenannt und fuhr Kreuzfahrten im Mittelmeer ab Barcelona, Spanien, später kreuzte es in der Karibik. Da das Schiff erst ein paar Jahren vorher umgebaut worden war, änderte man nur die Dekorationen in den Innenbereichen.

Das Schiff als Bleu de France

CDF Croisieres de France[Bearbeiten]

Im September 2007 gab Royal Caribbean International als neuer Eigentümer von Pullmantur Cruises bekannt, ein neues Kreuzfahrtschiff bei ihrer Tochter CDF Croisieres de France für den französischen Markt einzusetzen. Hierzu wurde das Schiff im Frühjahr 2008 für 30 Mio. EUR bei MML Shipbuilding, Barcelona, umgebaut und an die französischen Bedürfnisse und Geschmäcker angepasst. Nun lief das Schiff als erstes Schiff der französischen CDF Croisieres de France unter dem neuen Namen Bleu de France. In der Sommersaison wurde es für Kreuzfahrten im Mittelmeer ab Marseille eingesetzt, im Winter fuhr es in der Karibik zu Kreuzfahrten ab La Romana, Dominikanische Republik. Später fuhr es für die brasilianische CVC.

Saga Cruises[Bearbeiten]

2011 bestätigte die britische Saga Cruises den Kauf der Bleu de France, die 2012 dort ihren Dienst aufnehmen sollte. Zwischen November 2011 und Februar 2012 wurde das Schiff auf der Fincantieri-Werft, Triest, überholt. Die Einrichtung wurde erneuert, neue Kabinen eingebaut, der Schiffsdiesel überholt und eine neue Außenbemalung angebracht. Das Schiff wurde in Saga Sapphire umbenannt. Auf der ersten Fahrt Mitte April 2012 unter neuem Namen kam es zu einem Maschinenschaden, der die geplante Kreuzfahrt zunichtemachte.[4] Die Passagiere erhielten ihren kompletten Reisepreis zurück und einen Rabatt für zukünftige Kreuzfahrten.

Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • Am 3. August 1985 lief das Schiff vor der Küste von Grönland auf Grund. Drei Tage später wurde es wieder flottgemacht.
  • Am Morgen des 29. Aprils 1992 stieß die Europa im dichten Nebel, circa 330 km vor Hongkong, mit dem griechischen Frachter Incon Glory zusammen, welches beträchtliche Schäden am Heck verursachte. Glücklicherweise waren in diesen Abteilungen zum Zeitpunkt der Kollision keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder, so dass kein Mensch zu Schaden kam. Die Europa wurde nach Kaohsiung, Taiwan geschleppt, wo die Passagiere von Bord gingen. Anschließend wurde das Schiff zur Reparatur nach Singapur überführt. Am 7. Juli 1992 nahm es seinen Dienst wieder auf.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: IMO 7822457 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b c Administrative Daten. Equasis - France-Ministry for Transport, abgerufen am 28. April 2012 (Anmeldung nötig).
  2. a b c d Technische und administrative Daten. Germanischer Lloyd AG, abgerufen am 14. Oktober 2012.
  3. Bremer Vulkan baut „Europa” allein in Schiff & Hafen/Kommandobrücke, Heft 1/1980, S. 13.
  4. Another Cruise Ship Suffers Engine Trouble on Maiden Voyage, The Maritime Executive, 16. April 2012.