Saint-Chamas

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Saint-Chamas
Wappen von Saint-Chamas
Saint-Chamas (Frankreich)
Saint-Chamas
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Bouches-du-Rhône
Arrondissement Istres
Kanton Berre-l’Étang
Gemeindeverband Agglopole Provence.
Koordinaten 43° 33′ N, 5° 2′ O43.5505555555565.0347222222222Koordinaten: 43° 33′ N, 5° 2′ O
Höhe 0–121 m
Fläche 26,7 km²
Einwohner 7.774 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 291 Einw./km²
Postleitzahl 13250
INSEE-Code
Website http://www.saint-chamas.com

Eisenbahn-Viadukt
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Saint-Chamas ist eine südfranzösische Gemeinde im Département Bouches-du-Rhône in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur in der Provence. Sie hat 7774 Einwohner (1. Januar 2011).

Geografie[Bearbeiten]

Saint-Chamas liegt am nördlichen Zipfel des Étang de Berre, 20 km südlich von Salon-de-Provence und 50 km nordwestlich von Marseille bei Miramas. Der höchste Punkt der Stadt ist Le Verdon mit einer Höhe von 121 Metern.

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Erkundung der Abris hat ergeben, dass das Gebiet von Saint-Chamas bereits in der Altsteinzeit besiedelt war. Während der Eisenzeit wurde das Gebiet von den Ligurern besiedelt, die dort ein Oppidum errichteten, später dann von den Kelten. Die Römer bauten im 1. Jahrhundert vor Christus die Pont Flavien, eine Triumph-Brücke über die Touloubre.

Saint-Chamas ist nach Sanctus Amantius (Amans), dem Bischof von Rodez, benannt, zu dessen Ehren im 7. Jahrhundert eine Kapelle erbaut wurde. Die Siedlung wurde ursprünglich auf dem Kalkhügel Baou errichtet, von dem man den Étang de Berre und die Umgebung bestens überblicken kann und der leicht zu verteidigen war.

Im 17. Jahrhundert entstand eine moderne Stadt: Die alte Siedlung auf dem Baou wurde zu eng. Sie wurde verlassen, als die neuen Viertel Perthuis und au Delà entstanden. Ein Rathaus wurde gebaut und der Hafen wurde ausgebaut. Die Kirche Saint-Léger wurde zwischen 1660 und 1668 erbaut, der Glockenturm wurde aber erst 1740 fertiggestellt. Heute beherbergt die Kirche das Saint-Anne-Altarretabel aus dem 16. Jahrhundert. 1690 wurde auf Initiative von Ludwig XIV. die königliche Schwarzpulver-Mühle La Poudrerie gebaut, die lange der wichtigste Industriezweig der Stadt war. Sie wurde 1974 geschlossen.

Während der Französischen Revolution wurde die Stadt einige Jahre lang Port-Chamas genannt. Die Stadtviertel, die sich am Rathaus und am Hafen entwickelten, wurden durch einen Tunnel la Goule verbunden, der aber 1863 zusammenfiel. Heute ist Saint-Chamas ein Touristenort, der sein Erbe und das Aussehen eines provenzalischen Ortes bewahrt hat.

Demographische Entwicklung

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saint-Chamas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien