Fos-sur-Mer

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Fos-sur-Mer
Fos-sur-Mer (Frankreich)
Fos-sur-Mer
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Bouches-du-Rhône
Arrondissement Istres
Kanton Istres-Sud
Gemeindeverband Syndicat d'agglomération nouvelle Ouest Provence.
Koordinaten 43° 26′ N, 4° 57′ O43.4363888888894.94527777777789Koordinaten: 43° 26′ N, 4° 57′ O
Höhe 0–49 m
Fläche 92,31 km²
Einwohner 15.499 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 168 Einw./km²
Postleitzahl 13270
INSEE-Code
Website http://www.fos-sur-mer.fr/

Industriezone von Fos-sur-Mer

Fos-sur-Mer ist eine französische Gemeinde mit 15.499 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bouches-du-Rhône in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur; sie gehört zum Arrondissement Istres und zum Kanton Istres-Sud.

Geographie[Bearbeiten]

Fos-sur-Mer liegt etwa 50 km nordwestlich von Marseille an der Küste des Mittelmeeres, zwischen dem Étang de Berre und der Rhône-Mündung. Zur Stadt gehören sechs Kilometer Sandstrand.

Infolge seiner Bedeutung als internationaler Hafen führen mehrere Binnenwasserwege nach Fos:

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1990 1999 2002 2003
12.004 14.732 15.201 15.339

Geschichte[Bearbeiten]

Die Grabungsstätte Mourre-Poussiou belegt die Anwesenheit von Sammlern und Jägern seit dem Epipaläolithikum. In der gallorömischen Antike war Fos ein wichtiger Hafen, der wohl zu Arles gehörte. Sein Name Fossae Marianae ist der Ursprung der heutigen Ortsbezeichnung. Er ist auch auf der Tabula Peutingeriana verzeichnet. Jedoch ist unklar, wo die römische Siedlung lag.

Im Mittelalter war Fos ein Lehen der Seigneurs de Fos, ein Küstenstreifen von etwa 25 km Länge und 10 km Breite mit einer der ältesten und wichtigsten Burgen der westlichen Provence, die die Straße von Marseille nach Arles kontrollierte, der Kirche Saint-Julien et Saint-Pierre nahe Martigues und der Abtei Saint-Gervais de Fos, die bis 1081 zur Abtei Saint-Victor in Marseille gehörte und in diesem an die Abtei Cluny weitergegeben wurde.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaft der Gemeinde ist durch den Industriehafen geprägt, der zum Marseille Europort gehört und Verbindungen nach Italien, Spanien und Nordafrika hat. Erdölverarbeitende Unternehmen und Chemieunternehmen haben sich angesiedelt, darunter die Raffinerie von Fos. Hier beginnt die Pipeline der Société du Pipeline Sud-Européen (SPSE) nach Karlsruhe zur Mineralölraffinerie Oberrhein. Aufgrund der Auswirkungen der Industrie gilt Fos-sur-Mer als eine der am stärksten verschmutzten Gemeinden Frankreichs.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Escalon de Fonton: Les habitats épipaléolithiques du Mourre-Poussiou, à Fos-sur-Mer (Bouches-du-Rhône) 1. Etude archéologique, Gallia Préhistoire, Band 27, I, 1984, S. 67-80.
  • Louis Monguilan, Eugène Bonifay, Patrick Grandjean, Robert Lequement und Bernard Liou: Dans le golfe de Fos, une nécropole sous la mer, Archéologia n° 110, September 1977, S. 59-65.
  • Philippe Racinet: Une implantation clunisienne négligée sur la côte provençale : l'abbaye de Saint-Gervais de Fos in: Maisons de Dieu et hommes d'Église, Centre Européen de Recherches sur les Congrégations et Ordres Religieux (CERCOR), Publications de l'Université de Saint-Étienne, 1992, S. 61-72.
  • Paul Turc: Hyères et les seigneurs de Fos, Centre Archéologique du Var/Société Hyéroise d'Histoire et d'Archéologie/Mémoire à lire. Territoire à l'écoute, Toulon-Hyères, 2003,

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fos-sur-Mer – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. A Fos-sur-Mer, « pourquoi tout le monde meurt d'un cancer ? ». Sophie Caillat, Rue89, 25. Juli 2010.