Saint-Georges (Québec)

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Saint-Georges
St-Georges, QC, mai 2006 107.jpg
Wappen von Saint-Georges
Wappen
Lage in Québec
Saint-Georges (Québec)
Saint-Georges
Saint-Georges
Staat: Kanada
Provinz: Québec
Région administrative: Chaudière-Appalaches
MRC oder Äquivalent: Beauce-Sartigan
Koordinaten: 46° 7′ N, 70° 40′ W46.12279-70.67015156Koordinaten: 46° 7′ N, 70° 40′ W
Höhe: 156 m
Fläche: 198,21 km²
Einwohner: 31.173 (Stand: 2011)
Bevölkerungsdichte: 157,3 Einw./km²
Zeitzone: Eastern Time (UTC−5)
Gemeindenummer: 29073
Postleitzahl: G5Y, G5Z, G6A
Vorwahl: +1 418
Bürgermeister: François Fecteau
Webpräsenz: www.ville.saint-georges.qc.ca/
Lage in der MRC Beauce-Sartigan
Lage in der MRC Beauce-Sartigan

Saint-Georges ist eine Stadt im Südosten der kanadischen Provinz Québec. Sie liegt in der Verwaltungsregion Chaudière-Appalaches, etwa 85 km südlich der Provinzhauptstadt Québec und 30 km westlich der Grenze zum US-Bundesstaat Maine. Der Verwaltungssitz der regionalen Grafschaftsgemeinde (municipalité régionale du comté) Beauce-Sartigan hat eine Fläche von 198,21 km² und zählt 31.173 Einwohner (2011).

Geographie[Bearbeiten]

Saint-Georges liegt in der Region Beauce beidseits des Rivière Chaudière. Dieser Nebenfluss des Sankt-Lorenz-Stroms fließt von Süden nach Norden durch die Ausläufer der Appalachen. Südöstlich des Stadtzentrums befindet sich die Mündung des von Südosten her kommenden Rivière du Loup. Die engen Flusstäler werden auf beiden Seiten von bewaldeten Hügeln flankiert, die bis zu 180 Meter über dem Talboden aufragen. Verschiedene Nebenflüsse und -bäche, darunter der Rivière Famine, fließen zum Teil durch tief eingeschnittene Tobel.

Nachbargemeinden sind Notre-Dame-des-Pins und Saint-Simon-les-Mines im Norden, Saint-Benjamin und Saint-Prosper im Nordwesten, Saint-Philibert und Saint-Côme–Linière im Osten, Saint-René im Südosten, Saint-Martin im Süden, Saint-Honoré-de-Shenley im Südwesten, Saint-Benoît-Labre sowie Beauceville im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

In den Jahren 1646, 1650 und 1651 erforschte der Jesuiten-Missionar Gabriel Druillettes das Chaudière-Tal und dessen Umgebung, um die Algonkin zu bekehren. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts machte sich eine größere Gruppe dieser Ureinwohner sesshaft und gründete nahe der Mündung des Rivière de Famine eine Siedlung namens Sartigan. Die Besiedlung durch Europäer setzte allmählich ein, nachdem die Regierung Neufrankreichs 1736 zwei neue Seigneurien einrichtete. Als eigentlicher Gründer von Saint-Georges gilt Johann Georg Pfotzer, ein aus Wilstedt stammender Händler, der 1808 die mittlerweile vereinigte Seigneurie übernahm und sie mit der Ansiedlung von deutschen Kolonisten gezielt zu entwickeln begann. 1835 erfolgte die Gründung der Pfarrei Saint-Georges, die Gemeinde wurde 1856 gegründet. 1907 erhielt Saint-Georges durch die Quebec Central Railway Anschluss ans Eisenbahnnetz, 1948 den Stadtstatus. 1990 fusionierte Saint-Georges-Ouest mit Saint-Georges, 2001 wurden Aubert-Gallion, Saint-Georges-Est und Saint-Jean-de-la-Lande eingemeindet.[1][2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Gemäß der Volkszählung 2011 zählte Saint-Georges 31.862 Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von 157,3 Einw./km² entspricht. 98,2 % der Bevölkerung gaben Französisch als Hauptsprache an, der Anteil des Englischen betrug 0,9 %. Als zweisprachig (Französisch und Englisch) bezeichneten sich 0,3 %, auf andere Sprachen und Mehrfachantworten entfielen 0,6 %. Ausschließlich Französisch sprachen 74,9 %.[3] Im Jahr 2001 waren 93,4 % der Bevölkerung römisch-katholisch, 2,6 % protestantisch und 3,4 % konfessionslos.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Am östlichen Stadtrand beginnt die Autoroute 73, die Autobahn in Richtung Québec. Durch das Chaudière-Tal verläuft die Route 173, die Lévis mit der Grenze zu Maine verbindet. Saint-Georges ist mit Fernbuslinien erreichbar, ein kleiner Regionalflughafen drei Kilometer südwestlich des Stadtzentrums dient der allgemeinen Luftfahrt.

Sport[Bearbeiten]

Bekannteste Sportmannschaft der Stadt ist das Eishockeyteam Cool FM 103,5 de Saint-Georges in der Ligue Nord-Américaine de Hockey; die Heimspiele werden im Centre Lacroix-Dutil ausgetragen, das bis zu 2.500 Zuschauern Platz bietet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saint-Georges (Québec) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saint-Georges. Commission de toponymie du Québec, abgerufen am 3. Februar 2014 (französisch).
  2. Survol historique de Saint-Georges. Stadt Saint-Georges, abgerufen am 3. Februar 2014 (französisch).
  3. Bevölkerungsprofil der Gemeinde Saint-Georges. In: Volkszählung 2011. Statistics Canada, 2011, abgerufen am 3. Februar 2014 (französisch).
  4. Bevölkerungsprofil der Gemeinde Saint-Georges. In: Volkszählung 2001. Statistics Canada, 2001, abgerufen am 3. Februar 2014 (französisch).