Saint-Gingolph VS

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Saint-Gingolph
Wappen von Saint-Gingolph
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Montheyw
BFS-Nr.: 6155i1f3f4
Postleitzahl: 1898
Koordinaten: 551367 / 13800946.3916716.806379386Koordinaten: 46° 23′ 30″ N, 6° 48′ 23″ O; CH1903: 551367 / 138009
Höhe: 386 m ü. M.
Fläche: 14.4 km²
Einwohner: 939 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 65 Einw. pro km²
Website: www.st-gingolph.ch
Saint-Gingolph

Saint-Gingolph

Karte
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Saint-Gingolph ist eine politische Gemeinde des Bezirks Monthey im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis in der Schweiz. Saint-Gingolph liegt gegenüber von Saint-Gingolph in Frankreich.

Geographie[Bearbeiten]

Saint-Gingolph liegt auf 386 m ü. M., 25 Kilometer östlich der Stadt Thonon-les-Bains (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Niederwallis, am Südufer des Genfersees an der Staatsgrenze zu Frankreich, auf dem Schuttkegel der Morge am Nordfuß des Grammont, der zu den Chablais-Alpen gehört.

Die Fläche des Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt am Südufer des Genfersees. Das Seeufer ist in diesem Bereich an den meisten Orten sehr steil. Die Hänge, die teilweise von Felsbändern durchzogen werden, sind dicht bewaldet und durch mehrere Erosionsrinnen untergliedert. Im Westen verläuft die Grenze entlang der Morge, die gleichzeitig die Grenze zu Frankreich bildet. Somit ist Saint-Gingolph auf dem Schuttkegel der Morge am Genferseeufer zweigeteilt in eine französische und eine schweizerische Gemeinde. Mit 1520 m ü. M. wird auf dem Pic de Blanchard, einem Vorberg der Chablais-Alpen, die höchste Erhebung von Saint-Gingolph erreicht.

Zu Saint-Gingolph gehören die am Genfersee gelegenen Weiler Le Fenalet, La Clesette und Les Esserts.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet von Saint-Gingolph war bereits zur Römerzeit bewohnt. Der Ortsname geht auf den Heiligen Gangolf zurück, der Offizier unter Pippin dem Jüngeren war und sich im Jahre 755 hier niederließ. Erstmals urkundlich erwähnt wird Saint-Gingolph 1153 unter dem Namen Sanctus Gengulfus. Später erschienen die Bezeichnungen Sancti Gingulphi (1200), Sanctus Gingulfus (1230) und Sanctus Gingulphus (1436).

Seit dem 12. Jahrhundert unterstand der Ort der Abtei Abondance. Das Gebiet wurde 1536 von den Wallisern zusammen mit den Bernern erobert. Mit dem Vertrag von 1569 wurde die Grenze von der Dranse an die Morge zurückversetzt, was zur endgültigen Teilung der Ortschaft Saint-Gingolph zwischen Savoyen (später Frankreich) auf der einen Seite und dem Wallis (Schweiz) auf der anderen Seite führte. Der ETH-Historiker Klaus Urner sah St-Gingolph in seinem als Plädoyer der Schweizer Wehrhaftigkeit im Zweiten Weltkrieg verfassten Buch Die Schweiz muss noch geschluckt werden als einzig übrigen Korridor, welcher der Schweiz nach der Umzingelung durch die Achsenmächte seit 1940 noch Handelsbeziehungen zu den West-Alliierten ermöglichte. Der genannte Wehrmachts-Zwischenfall beweist aber, dass auch dieser Korridor von Hitler nach Belieben kontrolliert werden konnte, Rüstungsexporte waren hier keine möglich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Saint-Gingolph lebte früher hauptsächlich von der Fischerei. Heute gibt es verschiedene Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Zahlreiche Erwerbstätige sind Wegpendler, die in anderen Orten in der Schweiz, aber auch in der Europäischen Union ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt an der Hauptstrasse 21, die von St-Gingolph über Martigny bis zum Grossen-Sankt-Bernhard-Pass führt.

Vereinzelte Personenzüge fahren täglich von Bahnhof Saint-Gingolph auf der Bahnstrecke Saint-Gingolph–Saint-Maurice.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saint-Gingolph VS – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)