Saint Ralph – Wunder sind möglich

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Filmdaten
Deutscher Titel Saint Ralph – Wunder sind möglich
Originaltitel Saint Ralph
Produktionsland Kanada
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 98 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 6[1]Vorlage:Infobox Film/Wartung/JMK ohne JMKID
Stab
Regie Michael McGowan
Drehbuch Michael McGowan
Produktion Teza Lawrence,
Andrea Mann,
Seaton McLean,
Michael Souther
Musik Andrew Lockington
Kamera Rene Ohashi
Schnitt Susan Maggi
Besetzung

Saint Ralph – Wunder sind möglich ist der Titel einer 2004 produzierten kanadischen Tragikomödie.

Handlung[Bearbeiten]

Es ist 1954: Der 14-jährige Ralph Walker lebt in der kanadischen Großstadt Hamilton, wo er Schüler an einer konservativ katholischen Schule ist. Seinen Vater hat der Junge nie kennengelernt, da dieser als Soldat im Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen ist; seine Mutter Emma Walker liegt mit einer Krebserkrankung im Krankenhaus. Ralph hat wie alle Jungen seines Alters ähnliche Sorgen und Nöte. Er wird von seinen Mitschülern verspottet, masturbiert schon mal im Öffentlichen Schwimmbecken der Stadt, und verliebt sich in die gleichaltrige Claire Collins, obwohl diese nichts von ihm wissen will, da sie Nonne werden möchte. Doch plötzlich ereilt ihn der nächste Schicksalsschlag, als seine Mutter ins Koma fällt und nicht mehr erwacht.

Nun hat Ralph nur ein Ziel vor Augen. Da Krankenschwester Alice beiläufig erwähnt hat, dass Ralphs Mutter nur noch durch ein Wunder aus dem Koma erwachen wird, beginnt der Junge hart zu trainieren. Er hat vor, im kommenden Jahr in Boston am dortigen Marathon teilzunehmen und zu gewinnen. Da noch nie ein Jugendlicher diese Sportveranstaltung gewonnen hat, wäre dies das erhoffte Wunder. Auch, so Ralph, hätte ihm Gott nach einem erlittenen Unfall beim Sportunterricht in Gestalt eines Weihnachtsmannes aufgetragen, dieses Wunder zu vollbringen.

Unterstützt von Pater Hibbert, der 1936 beinahe für Kanada bei den Olympischen Sommerspielen in Berlin angetreten wäre, und der als junger Mann ebenfalls Marathon gelaufen ist, wagt sich Ralph an das Unterfangen, obwohl ihm sein Schuldirektor, Pater Fitzpatrick, die Teilnahme verbietet, da das Gerede von Wundern in den Augen des Geistlichen an Blasphemie grenzt.

Im Frühling 1955 nimmt Ralph in Boston am Marathon teil, und wird, sehr zu seiner Enttäuschung, nur Zweiter. Doch das Wunder, das er damit vollbringt, ist, dass er in Hamilton als Held gefeiert wird, er von seinen Mitschülern akzeptiert wird und sogar Claire Collins sich in ihn verliebt. Im Frühsommer 1955 erwacht auch Ralphs Mutter aus dem Koma.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Saint Ralph wurde mit einem Budget von 6 Millionen Kanadischen Dollar in den Städten Hamilton, Cambridge und Toronto gedreht. Die Weltpremiere fand am 11. September 2004 am Toronto Film Festival statt. In Deutschland bzw. Österreich lief der Film ab dem Dezember 2005 in ausgewählten Kinos.

In den USA, wo der Film im August 2005 startete, spielte er am Eröffnungswochenende gerundet 140.880 Dollar ein.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2006: Nominiert für den Canadian Society of Cinematographers Award
  • 2006: Directors Guild of Canada Craft Award, an Michael McGowan
  • 2006: Young Artist Award, Bester Familienfilm
  • 2006: Nominiert in fünf Kategorien für den Genie Award

Kritiken[Bearbeiten]

„Eine im verklärten Glanz der 1950er-Jahren angesiedelte Tragikomödie mit überzeugenden, wenn auch etwas schablonenhaft gezeichneten Charakteren. Der sehr menschliche Film kann als Liebeserklärung an das Leben und die Jugend verstanden werden, feiert deren Träume und beschwört den Glauben an die eigene Kraft.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmdatenbank des BMUKK
  2. Saint Ralph – Wunder sind möglich im Lexikon des Internationalen Films