Saipan

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Dieser Artikel befasst sich mit der Insel und Hauptstadt Saipan. Für Schiffe mit dem Namen Saipan, siehe USS Saipan.
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Saipan
Die Inseln Saipan, Tinian und Aquijan
Lage auf den Nördlichen Marianen
Basisdaten
Staat: Vereinigte Staaten
Außengebiet: Nördliche Marianen
Koordinaten: 15° 11′ N, 145° 45′ O15.183333333333145.75Koordinaten: 15° 11′ N, 145° 45′ O
Zeitzone: Chamorro Time Zone (UTC+10)
Einwohner: 48.220 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 417,9 Einwohner je km²
Fläche: 115,38 km² (ca. 45 mi²)
Saipan.jpg
Luftaufnahme von Saipan

Saipan ist die größte Insel und Hauptstadt der sich über 650 Kilometer erstreckenden Inselkette der Nördlichen Marianen.

Die Insel ist annähernd 20 km lang und 9 km breit. Saipan liegt circa 200 km nördlich von Guam. Höchster Berg ist der Vulkan Tapochau mit einer Höhe von 474 m über dem Meer. Garapan ist der größte Ort der Insel.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor mehr als 3.000 Jahren soll die Insel Saipan erstmals besiedelt worden sein. Die Ureinwohner heißen Chamorro. Mit der Landung von Ferdinand Magellan wurde Saipan 1521 eine Kolonie Spaniens. Von 1899 bis 1914 stand die Insel als Teil der Kolonie Deutsch-Neuguinea unter deutscher Verwaltung und war zeitweilig Sitz eines eigenen Bezirksamtmanns für die Marianen-Inseln. Wirtschaftlich spielte unter deutscher Hoheit vor allem die Kokospalmenkultur eine Rolle.

1914 während des Ersten Weltkriegs besetzten japanische Truppen die Insel. Später befestigten die Japaner die Insel stark und stationierten Soldaten auf Saipan. Im Jahr 1941 befanden sich etwa 30.000 Soldaten auf Saipan. Bekanntheit erlangte die Insel hauptsächlich durch die Schlacht um Saipan, die sich während des Zweiten Weltkriegs ereignete. Sie begann am 15. Juni 1944 mit der Landung von US-Marines an der südwestlichen Küste von Saipan und endete nach drei Wochen mit der Eroberung der Insel durch die US-Amerikaner. Von der Insel Tinian südlich Saipans starteten die B-29-Bomber Enola Gay und Bockscar, welche die Atombomben über Hiroshima und Nagasaki abwarfen. Noch 1952 wurden japanische Soldaten auf Saipan entdeckt, die die Nachricht vom Ende des Zweiten Weltkrieges nie erreicht hatte.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Klimadiagramm von Saipan

Während der Kolonialherrschaft Japans wurden die Zucker- und Fischindustrie erheblich gefördert. Heute stellen der Tourismus und die Textilindustrie die wirtschaftlichen Standbeine Saipans dar. Die Insel ist ein sogenanntes Steuerparadies. Als Außengebiet der Vereinigten Staaten ist Saipan von einigen US-Gesetzen befreit, vor allem im Sozial- und Einwanderungsrecht. Als Folge davon betrug der Durchschnittslohn in der Textilindustrie etwa die Hälfte des US-Minimallohns.

Dies betraf ungefähr 30.000 in der Textilindustrie beschäftigte Arbeiter. Im Januar 1999 verfassten US-amerikanische Gewerkschaften und Verbände eine Sammelklage im Namen der Textilarbeiter, da diese quasi wie Sklaven behandelt wurden. Im April 2003 wurde mit 27 Textilfirmen und -händlern, darunter GAP, Tommy Hilfiger, Abercrombie & Fitch und Ralph Lauren, ein Vergleich über 20 Millionen US-Dollar ausgehandelt. Einzig die Firma Levi Strauss & Co. weigerte sich, den Vergleich anzuerkennen. Im Januar 2004 wurde das Verfahren gegen die Firma eingestellt.

Trivia[Bearbeiten]

Als Folge eines Sturms sank an der Südwestspitze Saipans am 20. September 1638 die spanische Galeone Nuestra Señora de la Concepción, die sich auf der Fahrt von Manila nach Acapulco befand. 1987 wurden aus dem Wrack zahlreiche Schmuckstücke und andere Gegenstände geborgen.

In Sapai befindet sich der Oleai Sports Complex mit Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten für Fußball, Leichtathletik, Baseball, Volleyball und Basketball.

Literatur[Bearbeiten]

  • Erich Kaiser: Beiträge zur Petrographie und Geologie der Deutschen Südsee-Inseln. In: Jahrbuch der Königlich Preussischen Geologischen Landesanstalt und Bergakademie zu Berlin für das Jahr 1903. Band XXIV, Berlin 1907, S. 119–120. pdf

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saipan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien