Deutsch-Neuguinea
| Deutsch-Neuguinea Mikronesien und Melanesien |
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| Hauptstadt: | Berlin, Deutsches Reich | ||||
| Verwaltungssitz: | 1885–1891: Finschhafen 1891–1892: Stephansort 1892–1899: Friedrich-Wilhelm-Hafen 1899–1910: Herbertshöhe ab 1910: Rabaul |
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| Verwaltungsorganisation: | |||||
| Oberhaupt der Kolonie: | 1884–1888: Kaiser Wilhelm I. 1888: Kaiser Friedrich III. 1888–1899: Kaiser Wilhelm II. |
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| Gouverneur der Kolonie: | siehe hier | ||||
| Einwohner: | zirka 480.000 Einwohner (1912) | ||||
| Währung: | 1885–1911: Neuguinea-Mark, ab 1911: Goldmark |
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| Besitzergreifung: | 1884–1899 | ||||
| Heutige Gebiete: | Papua-Neuguinea Mikronesien Nördliche Marianen Palau Nauru Marshallinseln Salomonen (Nordteil) |
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Unter dem Namen Deutsch-Neuguinea übernahm das Deutsche Reich 1899 die Kolonialgebiete der deutschen Handelsgesellschaft Neuguinea-Kompagnie. Deutsch-Neuguinea umfasste, abgesehen von Deutsch-Samoa, die Gesamtheit aller im Südpazifik gelegenen deutschen Kolonien der sogenannten „Deutschen Südsee“.
Zu Deutsch-Neuguinea gehörten:
- Kaiser-Wilhelms-Land auf der Insel Neuguinea
- die Inseln im Bismarck-Archipel:
- die nördlichen Salomon-Inseln
- die Karolinen (verwaltet als Ost- und Westkarolinen)
- die Nördlichen Marianen (ohne Guam)
- Palau
- Nauru
- und die Marshallinseln
[Bearbeiten] Geschichte zur Zeit des Deutschen Kaiserreiches
[Bearbeiten] Vor- und Frühphase (1883–1885)
[Bearbeiten] Queensland annektiert „vorauseilend“
Wegen eines gewachsenen Bedarfs an Plantagenarbeitern begannen in den frühen 1880er Jahren sowohl die australbritische Kolonie Queensland als auch die europäischen Grundbesitzer auf Samoa mit verstärkten Zwangsrekrutierungen im Neubritannien- und Salomonenarchipel. Auf handelspolitischer Ebene knüpfte sich daran ein Interessenskonflikt australbritischer Kaufleute einerseits und Repräsentanten deutscher Handelshäuser im Inselgebiet Neuguineas und auf Samoa andererseits, auf den von der Kolonie Queensland im April 1883 mit einer vorauseilenden Annexion aller nicht durch die Niederlande beanspruchten Landmassen Neuguineas (d.i. die Hauptinsel östlich des 141. Breitengrades) reagiert wurde.
Ohne vorherige Absprache mit dem Londoner Kolonialamt wurde am 15. März vom Queenslander Premierminister Thomas McIllwraith der Polizeimagistrat von Thursday Island, Henry Chester, nach Port Moresby entsandt, wo er am 4. April den Union Jack hisste und den gesamten Osten Neuguineas zur britischen Kolonie erklärte. Nachträglich wurde von Queensland ein Antrag zur Genehmigung nach London geschickt, der aber von Kolonialminister Lord Derby per Depesche abgelehnt wurde. Zur Begründung erging an die Queenslander Kolonialverwaltung die Aufforderung, dass man sich dort (und gegebenenfalls in anderen australischen Kolonien) erst einmal auf die Übernahme der Verwaltungskosten für das neue Protektorat verständigen solle, wonach man sich in London mit einer Flaggenhissung in Port Moresby erneut befassen werde.
[Bearbeiten] Deutsch-englische Gebietsabgrenzungen
Die eher beiläufige Bemerkung Lord Derbys, er sehe persönlich auch gar keine Notwendigkeit zu einer britischen Kolonialgründung auf Neuguinea, da es außer Queensland „überhaupt keine fremde Macht“ gäbe, die das herrenlose Gebiet für sich in Besitz nehmen wolle,[1] führte in Australien zu fast sechzig Protestveranstaltungen und gipfelte im November 1883 in Sydney in einen Interkolonialen Konvent, bei dessen Abschluss einstimmig eine Resolution verabschiedet wurde, die nun „sofortige Schritte“ zu einer Annexion ganz Neuguineas durch England einschließlich aller südlich und nördlich vorgelagerten Inseln forderte und wiederum nur das von den Niederlanden beanspruchte Gebiet ausließ.
Anknüpfend an eine vertrauliche Mitteilung an den deutschen Botschafter in London, dass in Anerkennung der deutschen Wirtschaftsinteressen im Norden der Hauptinsel die Regierung Großbritanniens ihr Protektorat lediglich auf die Südküste Neuguineas und die ihr vorliegenden Inseln beschränken werde, antwortete Lord Derby auch auf die Sydneyer Resolution ablehnend. Doch vollzog die englische Regierung im September 1884 eine überraschende Wendung, indem sie per Note nach Berlin mitteilte, man gebe den Forderungen des Sydneyer Konvents nunmehr statt und erhebe also auch Gebietsansprüche auf die Nordküste Neuguineas, „vom Ostcap bis zum 145. Grad östlicher Länge“.[2] Wegen bereits eingeleiteter Vorbereitungen für die ersten deutschen Flaggenhissungen führten diese und ihr folgende Verwicklungen im Februar 1885 zu einer Konferenz in London, auf der zwischen Vertretern der englischen und deutschen Regierungen die Interessenssphären beider Nationen in Ozeanien abgegrenzt wurden. Festgeschrieben waren seitdem die Ansprüche Großbritanniens auf den Süd- und Ostteil Neuguineas (→Britisch-Neuguinea), ferner die Gilbert- und Elliceinseln. Demgegenüber fielen dem Deutschen Reich das Gebiet des späteren Kaiser-Wilhelms-Lands an der Nordostküste Neuguineas zu, einschließlich der nördlich vorgelagerten Inseln, d. h. dem ab 1885 so genannten Bismarck-Archipel. Samoa, Tonga, die Salomonen und die Neuen Hebriden blieben vorerst unabhängig. Kaiser-Wilhelms-Land und der Bismarck-Archipel bildeten seitdem umgangssprachlich das „Alte Südsee-Schutzgebiet“ des Deutschen Reiches, das ab 1885 mit nächsten Flaggenhissungen um „neue Schutzgebiete“ erweitert wurde.
[Bearbeiten] Das Südsee-Kolonialprogramm der Disconto-Gesellschaft
Stellvertretend für Teile der deutschen Finanzelite hatte der Bankier Adolph von Hansemann in seiner geheimen Denkschrift Deutsche Interessen in der Südsee (September 1880)[3] ein Programm formuliert, das die Gründung einer deutschen Südsee-Kolonie unabhängig von einer demokratischen Bewilligung im Reichstag oder Bundesrat möglich machen sollte. Unter anderem war dies eine Reaktion auf die Haltung Bismarcks gewesen, der nach dem Fall der Samoa-Vorlage (April 1880) in der deutschen Bevölkerung nicht mehr genügend Rückhalt gesehen hatte, um ein solches Kolonialprogramm, wie von Hansemann es vorschwebte, parlamentarisch auf den Weg zu bringen.[4] Laut von Hansemann war es darum nötig, dass sich zunächst einmal „[einige] Wenige in irgend einer gesellschaftlichen Form“ vereinigten und dann auf „[eigene] Gefahr für eine nationale Sache die erforderlichen Mittel“ hergaben.[5] Erst im Erfolgsfalle, also nach Erfüllung der Voraussetzungen für diese „nationale Sache“, würde die kleine Gesellschaft dann in eine größere überführt werden, deren Aufgabe das eigentliche Kolonialprogramm war.
Zweckbestimmung der „kleinen Gesellschaft“ war es hingegen, ausgehend von den Häfen Mioko und Makada (Duke-of-York-Inseln), die nach einer „Erwerbung“ durch Korvettenkapitän Bartholomäus von Werner bereits als Häfen der Kaiserlichen Admiralität angesehen wurden, zu anderen Südsee-Inseln eine Dampferverbindung herzustellen und im Verein mit der Kaiserlichen Marine die Nordostküste Neuguineas mit Handelsstationen zu besetzen und gleichzeitig Häfen für Kohlestationen einzurichten. Was die Unterstützung des Reiches anbetraf, konnten die Betreiber dieses Vorprogramms sich allerdings lediglich auf die magere Zusage Bismarcks berufen, das Reich werde, auch wenn die genannten Aktionen nun von privater Hand vollzogen würden, ihnen dennoch „maritimen und konsularischen Schutz“ angedeihen lassen.[6]
Als „kleine Gesellschaft“ bildete sich im Frühjahr 1884 unter Federführung des Bankenrings Disconto-Gesellschaft ein Consortium zur Vorbereitung und Errichtung einer Südsee-Insel-Compagnie heraus (verkürzt Neuguinea-Consortium), zu dessen Komitee in der Gründungsphase neben von Hansemann auch Gerson von Bleichröder („Bismarcks Bankier“), der deutsche Generalkonsul in Sydney, Carl Sahl, und das Bankhaus Oppenheim jr. in Köln gehörten.[7] Mit der praktischen Ausführung der Inbesitznahmen in Ozeanien sollte anfänglich die Firma Robertson & Hernsheim in Hamburg beauftragt werden, da laut Informationen an von Hansemann deren Südsee-Filia Hernsheim & Co über die hierfür nötigen Mittel verfügte. Franz Hernsheim als Verhandlungspartner lehnte eine Zusammenarbeit aber ab, weil er das spekulative Kolonialschema von Hansemanns, die vereinnahmten Landmassen ohne staatlich betriebenen Aufbau rasch an freie Siedler und Unternehmer wieder abzustoßen, kaufmännisch und moralisch für unvertretbar hielt.[8] Ab Juni 1884 wandte von Hansemann sich deshalb an die Deutsche Handels- und Plantagengesellschaft (DHPG) als alternativen Partner und beauftragte gleichzeitig den Bremer Ornithologen Otto Finsch mit der Bildung einer Expeditionsmannschaft, da Finsch bereits 1880/81 auf Schiffen von Hernsheim & Co das Inselgebiet Neuguineas erkundet hatte.
Im Juli 1884 wurde vom Neuguinea-Consortium per Telegramm nach Sydney der australbritische Schraubendampfer Sophia Ann gekauft, der nach einem Umbau und der Umbenennung in Samoa mit dem Arktisfahrer Eduard Dallmann als Kapitän und Otto Finsch als „Expeditionsleiter“ nach Neuguinea startete.[9] Zwecks Geheimhaltung vor englischen Behörden wurde die Samoa nach den Phönix-Inseln ausklariert (11.9.) und die begleitenden Kriegsschiffe SMS Hyäne und Elisabeth fuhren ab Sydney (2. und 16.10.) mit versiegelten Orders. Sogar die DHPG wurde, obwohl ihre Aktien mehrheitlich im Besitz von Mitgliedern der Disconto-Gesellschaft waren, bei den „Samoafahrten“ nur mit unbedeutenden Hilfsdiensten betraut.
[Bearbeiten] Flaggenhissungen für „Deutsch-Neuguinea“
Beim Zwischenhalt der Samoa vor Mioko (26.9.) wurde der hier ansässige Kaiserliche Kommissar für den Neubritannienarchipel, Gustav von Oertzen, eingeschifft. Neben ersten „Landkäufen“ Otto Finschs im Konstantinhafen und Friedrich-Wilhelmshafen (beide Astrolabebucht, Neuguinea) schloss von Oertzen mit den Küstenbewohnern ergänzend „Verträge des Reichs“, von denen diese laut Finsch allerdings „noch weniger“ verstanden als von seinen eigenen Übereinkünften.[10]
Nach einer ersten Rückkehr der Samoa in den Neubritannienarchipel am 29. Oktober und einem Zusammentreffen mit SMS Hyäne und SMS Elisabeth (Ankunft 21. Oktober und 1. November) wurde am 3. November 1884 auf der Hauptniederlassung von Hernsheim & Co auf Matupi (Blanchebucht, Neubritannien) ein erstes Mal die Reichsflagge gehisst. Weitere Hissungen erfolgten am 4. November auf Mioko (Duke-of-York-Inseln, Hauptniederlassung der DHPG) und während der folgenden Tage auf Stationen beider Gesellschaften an den Nord- und Oststränden der Gazelle-Halbinsel. Während einer zweiten Fahrt der Samoa an die Hauptküste Neuguineas, jetzt begleitet von SMS Hyäne und Elisabeth, fanden auch hier erste Flaggenhissungen statt. Am 23./24. November wurde „Finschhafen“ entdeckt, der Ort für die erste „Hauptstadt“ Deutsch-Neuguineas.
Mangels vorheriger Anmeldung der Flaggenhissungen in London sah die englische Regierung in ihnen einen Affront gegen eine Kabinettserklärung aus dem Oktober, Großbritannien werde seine Gebietsansprüche auf Neuguinea zwar doch auf die Südküste und die ihr vorgelagerten Inseln beschränken, dies aber ohne Präjudiz für territoriale Fragen jenseits dieser Grenzen.[11] Nach einem ersten Einlenken des Kolonialministers Granville Anfang 1885 konnten auf der Londoner Konferenz im Februar/März die deutschen Ansprüche auf das spätere „Kaiser-Wilhelmsland“ und den „Bismarck-Archipel“ schließlich durchgesetzt werden.
[Bearbeiten] Erste Hauptphase (1886–1899)
[Bearbeiten] Ausstellung einer Charter
Als Verwaltungsmodell für das neue Schutzgebiet wurde eine Charter nach dem Vorbild der North Borneo Company angestrebt. Die Ausstellung des Schutzbriefes an die Neuguinea-Kompagnie (Gründung: Mai 1884) verzögerte sich jedoch. Das Reichsaußenministerium wollte vorab ein Einverständnis mit Robertson & Hernsheim hergestellt wissen; infolge der Differenzen zwischen Adolph von Hansemann und Franz Hernsheim sperrte sich die Firma aber gegen eine Übernahme der Landeshoheit durch die Neuguinea-Kompagnie, einen Kernbestandteil ihrer Charter. Im Ergebnis konnten Robertson & Hernsheim bloß unter Protest an die Neuguinea-Kompagnie „angeschlossen“ werden,[12] und selbst dies war nur möglich unter Anerkennung von Besitzrechten auf Landstrecken im Schutzgebiet, die von Hernsheim & Co als Filia noch vor den Flaggenhissungen erworben worden waren.
Mit Übernahme der landeshoheitlichen Rechte durch die Neuguinea-Kompagnie konnte diese das Schutzgebiet autonom verwalten, unbesiedeltes Terrain in Besitz nehmen und eigenständig mit Einheimischen Landkäufe abschließen. Das Recht, Beziehungen zu fremden Mächten zu regeln, blieb der kaiserlichen Regierung vorbehalten. Im Gegenzug übernahm die Kompagnie die Verpflichtung einer „Nutzbarmachung“ des Schutzgebiets, d. h. der Auffindung brauchbarer Häfen, einer Erkundung seines Landesinneren, der Anlage von Versorgungsdepots sowie der Errichtung geordneter Rechtsverhältnisse und der Heranziehung von Ansiedlern. Alle diese Leistungen hatte die Kompagnie eigen- bzw. privatfinanziert zu erbringen, also ohne Zuschüsse aus der Reichskasse.
Zur Ausübung der Verwaltung wurden bis Mai 1888 sogenannte Kompagniebeamte eingesetzt, die den Handels- und Plantagenbau-Niederlassungen vorstanden, als Zoll- und Steuerbeamte fungierten und richterliche Funktionen übernahmen. Höchster Beamter im Schutzgebiet war der Landeshauptmann.
[Bearbeiten] Management der Neuguinea-Kompagnie
Im Frühjahr 1888 versank bei einem Vulkanausbruch ein großer Teil der vorgelagerten Ritter-Insel. Durch einen darauf folgenden Tsunami fanden über 3.000 Menschen den Tod. Unter den Opfern befanden sich auch die deutschen Forscher von Below und Carl Hunstein, die geeignete Orte für Kaffeeplantagen suchten.[13] Die nächste Katastrophe folgte im Jahre 1891, als Neu-Guineas Hauptstadt Finschhafen aufgrund einer Malariaepidemie aufgegeben werden musste. 1901 wurde Finschhafen allerdings wieder neu begründet.[14]
1899 wurden die gängigen deutschen Postwertzeichen mit dem Aufdruck Deutsch-Neu-Guinea versehen, womit die Kolonie ihre ersten eigenen Briefmarken erhielt.
[Bearbeiten] Zweite Hauptphase (1900–1914)
[Bearbeiten] Übernahme und Entwicklung durch das Deutsche Reich
Wegen drohender Insolvenz der Neuguinea-Kompagnie war das Deutsche Reich gezwungen, am 7. Oktober 1898 die Hoheitsrechte für die Kolonie Kaiser-Wilhelms-Land zurück zu kaufen. Ab dem Jahr 1899 verwaltete das Kaiserreich die Kolonien als Teil von Deutsch-Neuguinea. An die Stelle des früheren Landeshauptmanns trat der kaiserliche Gouverneur, der dann seinen Sitz in Herbertshöhe (Kokopo) im Bismarck-Archipel hatte, wodurch Friedrich-Wilhelmshafen (Madang) seine Stellung als Verwaltungshauptstadt verlor.
Von der direkten Verwaltung versprach sich die Reichsregierung unter anderem eine Stabilisierung der Wirtschaft. Die Hauptausfuhr der Kolonie bestand jedoch weiterhin aus Naturprodukten wie Kautschuk, Kopra und Steinnüssen. Vor allem Kokospalmen wurden auf Plantagen angebaut. Dazu holten die deutschen Kolonialisten vermehrt chinesische und malaiische Arbeitskräfte nach Neuguinea.[15] Im Bergbau spielten nur Phosphate eine nennenswerte Rolle, die auf den Inseln Nauru und dem später erworbenen Angaur abgebaut wurden. Eingeführt wurden unter anderem Körner- und Hülsenfrüchte, Metallwaren, Bau- und Nutzholz sowie tierische Produkte.[16]
[Bearbeiten] Erweiterung und Erschließung des Kolonialgebiets
Im Deutsch-Spanischen Vertrag von 1899 erwarb das Deutsche Reich die Karolinen- und Palau-Inseln sowie die nördlichen Marianen zum Preis von 25 Millionen Pesetas (knapp 17 Millionen Mark) von Spanien.[17] Damit vergrößerte sich Deutsch-Neuguinea nach Norden und Westen.
1905 wurden auf Veranlassung der Deutschen Kolonialgesellschaft eine Volkszählung und -einordnung unternommen, deren Ergebnis im Deutschen Kolonial-Atlanten 1906 veröffentlicht wurde. In Anbetracht einiger fehlender Angaben und Unsicherheiten kann die damalige Bevölkerung Deutsch-Neuguineas vorsichtig auf etwa 200.000 Einheimische und 1100 Europäer, darunter etwa 700 Deutsche, geschätzt werden, wobei die Gruppe der gemischten Bevölkerung außer Acht gelassen wird.[18]
1910 fand die Kolonialregierung Deutsch-Neuguineas ihren festen Platz in Rabaul. 1911 wurde ein Aufstand in den Karolinen durch deutsche Marine-Einheiten und melanesische Hilfstruppen gewaltsam niedergeschlagen.
Die Gesamtfläche Deutsch-Neuguineas betrug ca. 240.000 km2 Quadratkilometer.[19] Bei der einzigen kompletten Volkszählung 1912 wurden 478.843 Indigene und 772 deutsche Einwohner gezählt.
Aufgrund der Insellage bildeten die Schifffahrtslinien die wesentliche Verkehrsanbindung von und nach Deutsch-Neuguinea. Die Hauptlinien waren die Austral-Japan-Linie und die Neuguinea-Singapore-Linie (beide Norddeutscher Lloyd) sowie eine Reichspostdampfer-Linie der Jaluit-Gesellschaft. Die Überfahrt per Schiff von Europa nach Deutsch-Neuguinea dauerte durchschnittlich sechs Wochen. Über die Transsibirische Eisenbahn verkürzte sich die Reisezeit unter günstigen Bedingungen um 35 Tage. Langwierig waren auch die Reisen innerhalb des weit verstreuten Inselgebiets, die bis zu 60 Tage in Anspruch nehmen konnten. Die internationalen Schiffsverbindungen wurden in der Kolonie durch Küsten- und Regierungsdampfer unterstützt. In Deutsch-Neuguinea bestand kein Eisenbahnnetz, es waren nur kurze Feldbahnen vorhanden. Der Inlandverkehr auf den Inseln vollzog sich zu Fuß, per Pferd oder Wagen. Dazu wurden Straßen angelegt, die zum Teil bereits für Autos befahrbar waren. Bezüglich des Nachrichtenverkehrs waren nur die Yap-Inseln per Kabel an das Welttelegrafennetz angeschlossen. Auf Yap, Nauru sowie bei Rabaul wurden Großfunkstationen des deutschen Kolonialfunknetzes für drahtlose Telegrafie eingerichtet. Eine kleinere Funkstation bestand auf Angaur.[20]
[Bearbeiten] Erster Weltkrieg (1914–1918)
Zu Beginn des Ersten Weltkrieges besetzten australische Truppen ab August 1914 das Kaiser-Wilhelms-Land, Bismarck-Archipel, Salomonen-Inseln und Nauru, während die Marianen, Karolinen, Palau und Marshall-Inseln fast kampflos den japanischen Einheiten übergeben wurden. Höhepunkt war die Besetzung der Funkstation Bita Paka bei Rabaul durch australische Einheiten im September 1914.[21] Die Invasion endete mit der Einnahme Simpsonhafens durch über 3.000 australische Soldaten. In der Provinz Morobe versteckte sich der deutsche Hauptmann Hermann Detzner mit wenigen Mann im Busch und kapitulierte erst im November 1918.
Die Ausweisung der deutschen Siedler erfolgte in Stufen:
- Etwa 110 Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes wurden zwischen 22. September und 11. Mai 1915 in die Heimat zurückgesandt, nachdem sie einige Zeit im Gefängnis Darlinghurst und Konzentrationslager Liverpool verbracht hatten. Die Rückreise der ersten erfolgte über Amerika mit den Schiffen Sonoma (16. Januar 1915) und Ventura (13. Februar 1915).
- Ca. 95 deutsche Zivilisten wurden 1914/15 in die German Concentration Camps in Liverpool (Sydney), Trial Bay oder Berrima (NSW) auf dem australischen Festland gebracht und bis 1919/20 interniert.
- Die verbleibenden etwa 180 deutschen Siedler wurden zwischen 1920 und 1922 vertrieben. Einige wenige blieben, meist als Goldsucher.
Sämtliche Deutsche wurden nach dem Krieg durch die Expropriation ordinances ab 1921 formal enteignet, auch bereits verstorbene oder deportierte. Nicht mit Samoanerinnen verheiratete Deutsche, die noch bleiben durften, verarmten. Erst ab 1926 durften sie wieder Besuche empfangen, der Schriftverkehr mit der Heimat war unterbunden. Einige wenige Kolonisten kehrten ab 1928 wieder zurück. Eine Entschädigung für erlittenes Unrecht wurde von Australien nie gewährt.[22]
[Bearbeiten] Jüngste Geschichte (1920 bis heute)
Über Deutsch-Neuguinea erhielt Australien eine Mandatsverwaltung (Territorium Neuguinea), 1949 wurde das Gebiet mit dem ehemaligen Britisch-Neuguinea, ebenfalls unter australischem Mandat (Territorium Papua), vereinigt zum Territorium Papua und Neuguinea. 1975 wurde das Territorium Papua und Neuguinea als Teil von Papua-Neuguinea, in die Unabhängigkeit entlassen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die japanischen Völkerbundmandate unter US-amerikanische Herrschaft. Ab 1945 wurden auf den Marshallinseln Bikini und Eniwetok Atombombentests durchgeführt. Mit der Zeit wurden die Inseln in die Unabhängigkeit entlassen:
- 1968: Nauru
- 1975: Kaiser-Wilhelms-Land, Bismarck-Archipel, Bougainville, Neupommern, Neuhannover und Neumecklenburg als Teil Papua-Neuguineas
- 1986: Karolinen als Teil Mikronesiens und Marshallinseln
- 1994: Palau
Die Marianen sind seit 1945 bis heute Teil der USA, besitzen jedoch seit 1986 eine gewisse Autonomie.
[Bearbeiten] Geplante Symbole für Deutsch-Neuguinea
→ Hauptartikel: Flaggen in den Kolonien des Deutschen Kaiserreichs
Im Jahr 1914 wurde ein Wappen sowie eine Flagge für Deutsch-Neuguinea geplant, jedoch aufgrund des Kriegsbeginns nicht mehr eingeführt.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Britisch-Neuguinea 1884–1902, britische Kolonie (Süd-Ostteil Neuguineas)
- Niederländisch-Neuguinea 1828–1963, niederländische Kolonie (Westteil Neuguineas)
- Territorium Neuguinea 1920–1949, Völkerbundmandat Australien (Nord-Ostteil Neuguineas)
- Territorium Papua 1902–1949, Völkerbundmandat Australien (Süd-Ostteil Neuguineas)
- Territorium Papua und Neuguinea 1949–1971 Völkerbundmandat Australien (Zusammenschluss von Nord-Ostteil und Süd-Ostteil Neuguineas)
[Bearbeiten] Literatur
- Jakob Anderhandt: Eduard Hernsheim, die Südsee und viel Geld: Biographie in zwei Bänden. MV-Wissenschaft, Münster 2012.
- Peter Biskup: „Hahl at Herbertshoehe, 1896-1898: The Genesis of German Native Administration in New Guinea“. In: K. S. Inglis (Hg.): History of Melanesia. (2. Aufl.). Canberra – Port Moresby 1971, S. 77–99.
- Sebastian Conrad, Jürgen Osterhammel (Hg.): Das Kaiserreich transnational. Deutschland in der Welt 1871–1914. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-36733-3.
- Stewart Firth: New Guinea under the Germans. Melbourne University Press, Melbourne (Vic) 1983, ISBN 0-522-84220-8.
- Robert J. Foster: „Komine and Tanga: A Note on Writing the History of German New Guinea“. In: Journal of Pacific History. Bd. 22, Nr. 1 (1987), S. 56-64.
- Gisela Graichen, Horst Gründer, Holger Diedrich: Deutsche Kolonien. Traum und Trauma. Ullstein, Berlin 2005, ISBN 3-550-07637-1.
- Horst Gründer: Geschichte der Deutschen Kolonien. (5. Auflage). UTB, Paderborn 2004, ISBN 3-8385-1332-0.
- Horst Gründer: … da und dort ein junges Deutschland gründen: Rassismus, Kolonien und kolonialer Gedanke vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. dtv, München 1999, ISBN 3-423-30713-7.
- W. von Hanneken: „Eine Kolonie in der Wirklichkeit: Illusionsfreie Betrachtungen eines ehemaligen Stationsvorstehers im Schutzgebiet der Neu-Guinea-Compagnie“. In: Die Nation. Nr. 9, S. 133–136, und Nr. 10, S. 154–157.
- Hermann Joseph Hiery: Das Deutsche Reich in der Südsee (1900-1921): Eine Annäherung an die Erfahrungen verschiedener Kulturen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen – Zürich 1995, ISBN 3-525-36322-2.
- Hermann Joseph Hiery (Hg.): Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch. (2. durchgesehene u. verbesserte Auflage). Schöningh, Paderborn 2002, ISBN 3-506-73912-3.
- Mary T. Huber: The Bishops’ Progress: a historical ethnography of Catholic missionary experience on the Sepik frontier. Smithsonian Inst. Press, Washington [u.a.] 1988, ISBN 0-87474-544-6.
- Verena Keck: „Representing New Guineans in German Colonial Literature“. In: Paideuma: Mitteilungen zur Kulturkunde. Bd. 54 (2008), S. 59-83.
- Dieter Klein: Neuguinea als deutsches Utopia. August Engelhardt und sein Sonnenorden. In: Hermann Joseph Hiery (Hg.): Die Deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch. Schöningh, Paderborn 2001, ISBN 3-506-73912-3, S. 450–458.
- Max von Koschitzky: Deutsche Colonialgeschichte. Baldamus, Leipzig 1888.
- Cathrin Meyer zu Hoberge: Strafkolonien - „eine Sache der Volkswohlfahrt“? Die Diskussion um die Einführung der Deportation im Deutschen Kaiserreich. (Geschichte 26). LIT-Verlag, Münster u. a. 1999, ISBN 3-8258-4512-5.
- Richard Neuhauss: Deutsch Neu-Guinea. 3 Bände. Reimer, Berlin 1911.
- John Moses und Paul Kennedy: Germany in the Pacific and Far East 1870–1914. Queensland University Press, St Lucia (Qld) 1977, ISBN 978-070-2213-304.
- Rufus Pesch: „Die evangelischen Missionen in Deutsch-Neuguinea 1886–1921“. In: Hermann Joseph Hiery (Hg.), Die Deutsche Südsee 1884–1914: Ein Handbuch. (2. durchgesehene u. verbesserte Auflage). Schöningh: Paderborn 2002, S. 384–416, ISBN 3-506-73912-3.
- Peter Sack (Hg.): German New Guinea: A Bibliography. Australian National University Press, Canberra (ACT) 1980, ISBN 978-09095-9647-7.
- Peter Sack: „German New Guinea: a reluctant plantation colony?“ In: Journal de la Société des océanistes, Nr. 82-83, Bd. 42 (1986), S. 109–127.
- Bernhard Schulze: Der Disconto-Ring und die deutsche Expansion 1871–1890: ein Beitrag zum Verhältnis Monopol : Staat. (Inaugural-Dissertation). Karl-Marx-Universität, Leipzig 1965.
- Paul B. Steffen, Die katholischen Missionen in Deutsch-Neuguinea. In: Hermann Joseph Hiery (Hg.): Die deutsche Südsee. Ein Handbuch. (2. durchgesehene u. verbesserte Auflage). Schöningh, Paderborn 2002, S. 343–383, ISBN 3-506-73912-3.
- Paul [B.] Steffen: Missionsbeginn in Neuguinea. Die Anfänge der Rheinischen, Neuendettelsauer und Steyler Missionsarbeit in Neuguinea. (Studia Instituti Missiologici SVD 61.) Steyler Verlag, Nettetal 1995, ISBN 3-8050-0351-X.
- Anja Voeste: „Die Neger heben“? Die Sprachenfrage in Deutsch-Neuguinea (1884–1914). In: Elisabeth Berner, Manuela Böhm, Anja Voeste (Hgg.): Ein gross und narhafft haffen. Festschrift für Joachim Gessinger. Universitätsverlag Potsdam, Potsdam 2005, ISBN 3-937786-35-X. Volltext.
- Liane Werner: Geschichte des deutschen Kolonialgebietes in Melanesien. (Diplomarbeit, verfilmt und veröffentlicht vom Pacific Manuscripts Bureau, Canberra, PMB 514). [Humboldt-Universität, Berlin 1965].
- Arthur Wichmann: Nova Guinea: Vol. II. Entdeckungsgeschichte von Neu-Guinea 1828–1885. Buchhandlung und Druckerei E. J. Brill, Leiden 1910.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Sydney Morning Herald, 3. Januar 1885, S. 7 (retrospektiv).
- ↑ zitiert nach Max von Koschitzky: Deutsche Colonialgeschichte. Baldamus, Leipzig 1888, S. 174.
- ↑ Weißbücher Südsee: Deutsche Interessen in der Südsee, Bde. I und II. Enthalten in Akte R1001-2722 des Reichskolonialamtes, Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde.
- ↑ zitiert nach Liane Werner: Geschichte des deutschen Kolonialgebietes in Melanesien. (Diplomarbeit, verfilmt und veröffentlicht vom Pacific Manuscripts Bureau, Canberra, PMB 514). [Humboldt-Universität, Berlin 1965], Teil I, S. 95a und b.
- ↑ Begleitschreiben von Hansemanns zur Denkschrift Deutsche Interessen in der Südsee, 11. November 1880. Enthalten in Akte R1001-2722 des Reichskolonialamtes, Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde.
- ↑ zitiert nach Liane Werner: Geschichte des deutschen Kolonialgebietes in Melanesien. (Diplomarbeit, verfilmt und veröffentlicht vom Pacific Manuscripts Bureau, Canberra, PMB 514). [Humboldt-Universität, Berlin 1965], Teil I, S. 95a und b.
- ↑ Liane Werner: Geschichte des deutschen Kolonialgebietes in Melanesien. (Diplomarbeit, verfilmt und veröffentlicht vom Pacific Manuscripts Bureau, Canberra, PMB 514). [Humboldt-Universität, Berlin 1965], Teil II, S. 1 und 4.
- ↑ Jakob Anderhandt: Eduard Hernsheim, die Südsee und viel Geld: Biographie in zwei Bänden. MV-Wissenschaft, Münster 2012, Bd. 2, S. 196 u. 210 (passim).
- ↑ Einen Einblick in diese Vorbereitungsphase gibt: Peter-Michael Pawlik: Von Sibirien nach Neu Guinea: Kapitän Dallmann, seine Schiffe und Reisen 1830–1896. Ein Lebensbild in Selbst- und Zeitzeugnissen. H. M. Hauschild, Bremen [1996].
- ↑ Abschrift der Mitteilung Finschs, enthalten in: Comité der Neuguinea-Kompagnie an Bismarck, 21. März 1885, Akte R1001-2800 der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes, Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde.
- ↑ zitiert nach Max von Koschitzky: Deutsche Colonialgeschichte. Baldamus, Leipzig 1888, S. 175, im Original nicht kursiv.
- ↑ Vgl. das in diesem Stil abgefasste Memorandum der Gesellschaft, d.i. Robertson & Hernsheim an Kusserow, 8. August 1885, enthalten in der Akte R1001-2298 der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes, Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde.
- ↑ H. Klee (Hg.): Vulkanischer Ausbruch im Schutzgebiete von Neu-Guinea. In: Neueste Mittheilungen. 7. Jahrgang, Nr. 49, Berlin 1888.
- ↑ Heinrich Schnee (Hg.): Deutscher Kolonial-Atlas. Historischer Atlas, Band I. Quelle & Meyer, Leipzig 1920, S. 626.
- ↑ Uwe Timm: Deutsche Kolonien. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2001, ISBN 3-89340-019-2, S. 203.
- ↑ Krauß: Deutsch-Neuguinea (Abschnitt: 15. Handel), in: Heinrich Schnee (Hg.): Deutsches Kolonial-Lexikon, Band 1, Quelle & Meyer, Leipzig 1920, S. 315 ff.
- ↑ Karl Sapper: Karolinen. In: Deutsches Kolonial-Lexikon. Bd. II. Leipzig 1920, S. 237 ff.
- ↑ Heinrich Schnee (Hg.): Deutscher Kolonial-Atlas. Historischer Atlas, Band I. Quelle & Meyer, Leipzig 1920, S. 315 ff.
- ↑ Horst Gründer: Geschichte der Deutschen Kolonien. 5. Auflage. UTB, Paderborn 2004, S. 170.
- ↑ Krauß: Deutsch-Neuguinea (Abschnitt: 16. Verkehrswesen), in: Heinrich Schnee (Hg.): Deutsches Kolonial-Lexikon, Band 1, Quelle & Meyer, Leipzig 1920, S. 315 ff.
- ↑ Battle of Bita Paka (engl.)
- ↑ Karl Baumann: Biographisches Handbuch Deutsch-Neuguinea 3. Auflage. Fassberg, 2009, S. 4–5, S. 613–620. (Liste der internierten Deutschen aus Deutsch-Neuguinea)
[Bearbeiten] Weblinks
- Deutsches Historisches Museum: Statistische Angaben
- Thomas Morlang: Grausame Räuber, die wir waren. In: Die Zeit. Nr. 39, 23. September 2010
- Spuren des Kolonialismus in Hannover: Rudolf von Bennigsen
- Emil Nolde in der Südsee. Forschungsexpedition des Reichskolonialamtes von Oktober 1913 bis September 1914
- Die Kaiserliche Marine und die Kaiserin-Augusta-Fluß-Expedition 1912/13. Bundesarchiv
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