Salala
17.01305555555654.093333333333Koordinaten: 17° 1′ N, 54° 6′ O
Salala (arabisch صلالة, DMG Ṣalāla) ist eine Stadt im Südwesten des Sultanats Oman. Sie ist die Hauptstadt des Gouvernements Dhofar.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Die Stadt liegt am Arabischen Meer in einer landwirtschaftlich intensiv genutzten Küstenebene am Fuße des Dhofar-Gebirges.
| Salalah | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (Erklärung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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[Bearbeiten] Demographie
In der Hauptstadtregion wohnen derzeit (Dezember 2007) ca. 100.000 Menschen.
Die Bevölkerung im Verwaltungsbezirk Salala wuchs laut offiziellen Angaben in den Jahren von 2003 bis 2008 jährlich um durchschnittlich 4,6 %, wobei die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Inländeranteils lediglich 1,4 % betrug, die Zahl der Ausländer mit durchschnittlich 9,9 % pro Jahr weitaus stärker anstieg. Die Zahlen im Einzelnen:
| Wilaya Salala | 2008[1] | 2007[2] | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtbevölkerung | 195.640 | 185.780 | 171.333 | 171.074 | 162.970 | 156.530 |
| davon Inländer | 110.759 | 108.119 | 105.774 | 107.462 | 104.967 | 103.510 |
| davon Ausländer | 84.881 | 77.661 | 65.559 | 63.612 | 58.003 | 53.020 |
| Ausländerquote | 43,4 % | 41,8 % | 38,3 % | 37,2 % | 35,6 % | 33,9 % |
[Bearbeiten] Religion
Im Gegensatz zum im restlichen Oman vorherrschenden Ibadismus, sind die Bewohner Salalas traditionell Sunniten.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Im Stadtteil al-Hafah, nahe dem Al-Hisn Sultanspalast, stehen noch einige der traditionellen Häuser aus Kalksteinblöcken.
- Der Sultanspalast, in dem sich Sultan Qaboos in den Sommermonaten regelmäßig aufhält, ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
- Sehenswert ist die 2009 eingeweihte Sultan-Qaboos-Moschee im Stadtzentrum. Sie ist für Nicht-Muslime nicht zugänglich.
- Im Souk findet sich eine reiche Auswahl an Weihrauch und Weihrauchbrennern.
- Tropische Plantagen begrünen die Stadt; ein Spaziergang sollte nicht versäumt werden.
- Im westlichen Teil der Stadt wurde das Gebiet Khor Salala zum Vogelschutzgebiet erklärt. Auch bieten die vielen Lagunen der Stadt ein Rückzugsgebiet für viele Vogelarten.
- Der antike Weihrauchhafen Al-Baleed im Ostteil der Stadt wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
- Im Gebäude des Ministery of National Heritage and Culture ist ein kleines Museum untergebracht.
- Das Grab des Propheten Nabi Amran ist ca. 30 m lang und darf auch von Nicht-Muslimen besichtigt werden. Die Schuhe müssen ausgezogen werden, und Frauen müssen ein Kopftuch tragen.
- Ausflüge
- Wenn man ca. 20 km auf der „As Sultan Qaboos Street No. 47" nach Westen fährt, kommt man an den Strand von Mughsail, wo Picknicks möglich sind. Am westlichen Ende des mehrere Kilometer langen Strandes gelangt man zum Restaurant "Al Mughsail Beach Tourist Restaurant and Park“. Vom dortigen Besucherparkplatz führt eine Treppe nach oben zum Fels. Oben angekommen, gelangt man zu einem eingezäunten Bereich. Dort hat die Meeresbrandung den Fels ausgehöhlt, so sind Blaslöcher (engl. „Blowholes“) entstanden. Abhängig von den Gezeiten und dem Wellengang schießen dort Meerwasserfontänen im regelmäßigen Abstand aus dem Boden. Die beste Zeit ist während des Charifs.
- Knapp 15 km östlich von Salala liegt die Quelle von Razat. Baden ist wegen der Bilharziosegefahr verboten.
- Ebenfalls östlich gelegen ist das Wadi Darbat, das während der Regenzeit im Sommer (Charif) mit reichlich Wasser gefüllt ist und einer Oase gleicht. Dort können Wanderungen unternommen werden. Außerdem sieht man viele Araber Picknick machen. Richtung Meer stürzt der Fluss eine ca. 20 m hohe Klippe hinab. Die Wadi Darbat Wasserfälle sind für die Wüstenbewohner eine Sensation.
- Knapp 20 km nördlich von Salala befindet sich das Mausoleum von Nabi Ayup, der auch Hiob genannt wird. Diese Person wird sowohl in der Bibel als auch im Koran erwähnt. Das Heiligtum darf auch von Nicht-Muslimen betreten werden. Die Schuhe müssen ausgezogen werden, und Frauen müssen ein Kopftuch tragen.[3]
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Der Port of Salalah zählt zu den größten Arbeitgebern im gesamten Gouvernoment Dhofar. Das omanisch-dänische Joint Venture wird von APM Terminals, einer Tochtergesellschaft der dänischen A. P. Møller-Mærsk AG, verwaltet. Der angeschlossene Freihafen entwickelt sich gerade zu einem neuen Industriezentrum mit Zementwerk und anderer Schwerindustrie. Früher war Salala ein Zentrum des Weihrauchhandels, der heute allerdings angesichts asiatischer Importe an Bedeutung verloren hat.
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Straßenverkehr
Salala ist an das nationale gut ausgebaute und geteerte Straßennetz mit den Hauptstraßen Nr. 31 (führt nach Maskat), Nr. 47 (führt nach Dalkut und weiter in den Jemen) und Nr. 49 (führt nach Mirbat) angebunden.
[Bearbeiten] Flugverkehr
Salala verfügt über einen eigenen Flughafen (Flughafen Salala) mit einer mehrfachen täglichen Anbindung in die Hauptstadt mit Oman Air verbunden. Zusätzlich werden mehrmals wöchentlich internationale Destinationen wie Doha, Dubai und Kuwait angeflogen. Während der Charif-Saison kommen Interkontinentalflüge z. B. nach Schweden hinzu.
[Bearbeiten] Eisenbahnverkehr
Nach Dhofar gibt es keine Schienenverbindungen.
[Bearbeiten] Seeverkehr
Salala verfügt seit 1998 über einen modernen Tiefwasser-Seehafen, der für Container, losen Güterumschlag und Öl ausgelegt ist und ab und an auch von Kreuzfahrtschiffen angelaufen wird.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Youssef al-Alawi Abdullah (* 1945), Diplomat und Politiker (Außenminister)
[Bearbeiten] Bilder
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Vgl. Sultanate of Oman, Ministry of National Economy: Statistical Year Book, Thirty-Seventh Issue - November 2008, section 2-8, p. 63; Fortschreibung der Volkszählung vom 7. Dezember 2003 auf Jahresmitte-Basis.
- ↑ vgl. Sultanate of Oman, Ministry of National Economy: Statistical Year Book, Thirty-Sixth Issue - October 2008, section 2-2; Fortschreibung der Volkszählung vom 7. Dezember 2003 auf Jahresmitte-Basis.
- ↑ Vgl. Franzisky, Peter/Kabasci, Kirstin: Oman, 4., aktual. Aufl., Bielefeld: Reise Know-How Verlag, 2005, S. 526 ff.
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Seite von Port of Salalah, Englisch
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