Skagenmaler

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P.S. Krøyer, Künstlerfrühstück in Skagen
Anna Ancher, Sonnenschein in der blauen Stube

Skagenmaler nannte sich eine dänische Künstlergruppe in dem Fischerort Skagen, die in den 80er und 90er-Jahren des 19. Jahrhunderts zu überregionaler Bedeutung gelangte und sich vor allem der Freiluftmalerei verschrieb. Dabei bedienten sich die Maler nach dem Vorbild der französischen Schule von Barbizon realistischer bzw. naturalistischer Ausdrucksmittel und näherten sich teilweise auch dem Impressionismus stark an.

Die Hauptvertreter der Vereinigung, die Skagen besonders in den Sommermonaten zum Treffpunkt vieler skandinavischer Künstler machte, waren der Dichter und Marinemaler Holger Drachmann, Oscar Björck, P. S. Krøyer, Marie Krøyer, Christian Krohg, das Ehepaar Michael und Anna Ancher, Lauritz Tuxen, Karl Locher, Viggo Johansen und Karl Madsen (die beiden letzten waren mit den Kusinen von Anna Ancher verheiratet).

1908 gründeten die Künstler zusammen mit dem Hotelier und Bruder Anna Anchers, Degn Brøndum, und Victor Chr. Klæbel (Vorsitzender), im Treffpunkt der Künstlergemeinde, dem Hotel des Vaters von Anna Ancher, das Skagens Museum mit zahlreichen Werken der Künstler. 1928 brachte man die Sammlung in einem neuen Museumsgebäude unter, in das 1945 auch das Esszimmer der Künstler als komplettes Environment verlegt wurde.

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