Sochaczew

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Sochaczew
Wappen von Sochaczew
Sochaczew (Polen)
DEC
Sochaczew
Sochaczew
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Masowien
Landkreis: Sochaczew
Fläche: 26,13 km²
Geographische Lage: 52° 14′ N, 20° 13′ O52.23333333333320.216666666667Koordinaten: 52° 14′ 0″ N, 20° 13′ 0″ O
Einwohner: 37,701 (30. Juni 2008[1])
Postleitzahl: 96-500 bis 96-505
Telefonvorwahl: (+48) 46
Kfz-Kennzeichen: WSC
Wirtschaft und Verkehr
Zweige: Chemische Industrie
Bekleidungsindustrie
Straße: E 30 BerlinWarschau
Schienenweg: WarschauPosen
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Bogumił Czubacki
Adresse: ul. 1 Maja 16
96-500 Sochaczew
Webpräsenz: www.sochaczew.pl

Sochaczew ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Masowien. In den Jahren 1975 bis 1998 gehörte die Stadt zu der Wojewodschaft Skierniewice. Sochaczew ist Sitz des Powiat Sochaczewski und eine der größten Städte Masowiens.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Der Ort liegt 50 Kilometer westlich von Warschau an der Bzura.

[Bearbeiten] Geschichte

Die ersten Zeichen einer Siedlung an der Stelle des heutigen Sochaczew stammen aus 1138, als hier möglicherweise Bolesław III. Schiefmund starb. 1221 wird das erste Mal eine Burg erwähnt. Während des Krieges gegen Litauen wurde die Stadt 1286 zerstört. Die Vergabe des Stadtrechts an den Ort ist nicht genau bekannt. Gesichert ist, dass der Ort 1368 selbiges bereits besaß. Die Vergabe geschah möglicherweise im 14. oder schon im 13. Jahrhundert. Im 14. Jahrhundert wurde auf dem heutigen Schloßhügel das Anwesen des Herzogs von Masowien errichtet. 1476 wurden durch Kasimir IV. die Rechte der Bürger erweitert und der Ort war jetzt Teil des polnischen Reiches. So wurde ihnen das Recht eingeräumt Handel in Lubelski (die Region Lublins) und im Rus zu betreiben. 1563 gab es in der Stadt 211 Handwerkern in 13 Fachrichtungen, unter denen vor allem die Tuchmacherei eine wichtige Rolle spielte. 1590 wütete ein Brand in der Stadt und zerstörte sie zum großen Teil. 1655–1660 besetzten die Schweden den Ort und zerstörten ihn fast vollständig. Bis zum Großen Nordischen Krieges wurde die Stadt von Seuchen und Bränden heimgesucht und wieder stark in Mitleidenschaft gezogen. Während der Dritten Teilung Polens 1795 kam die Stadt an Preußen. 1807 wurde sie dann Teil des Herzogtums Warschau und darauf folgend 1815 von Kongresspolen. Der Anschluss an das Schienennetz erfolgte 1903. Während des Ersten Weltkrieges war die Umgebung der Stadt 1914 bis 1915 Zentrum erbitterter Stellungskriege der Deutschen und der Russen. Dabei wurden neben Wohnhäusern auch die Kirche, das Rathaus und der Bahnhof zerstört. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges kam es nahe der Stadt zu schweren Kämpfen der Deutschen gegen die Polen in der Schlacht an der Bzura. Zur Zeit der Besetzung der Stadt war etwa ein Viertel der Einwohner Juden, die im Verlauf der Besetzung getötet oder in Konzentrationslager deportiert wurden.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung


Jahr 1564 1939 1980 2000
Einwohnerzahl 2.500 13.500 40.000 39.749


[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Ruine der Burg

[Bearbeiten] Museen

Das „Museum der Region Sochaczew und der Schlacht an der Bzura“ (Muzeum Ziemi Sochaczewskiej i Pola Bitwy nad Bzurą) informiert neben allgemeinen Informationen auch über die Schlacht an der Bzura am 20. September 1939.

Weiterhin gibt es seit dem 6. September 1986 ein „Schmalspureisenbahn-Museum“.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Von Sochaczew gibt es Direktverbindungen mit einem Nachschnellzug nach Berlin und Warschau. (Stand 2009)

[Bearbeiten] Bildung

Seit 1997 gibt es in der Stadt eine private Hochschule für Management und Marketing mit etwa 900 Studenten.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt


[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2008
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