St. Antoni FR

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FR ist das Kürzel für den Kanton Freiburg in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens St. Antoni zu vermeiden.
St.Antoni
Wappen von St.Antoni
Staat: Schweiz
Kanton: Freiburg (FR)
Bezirk: Sensew
BFS-Nr.: 2302i1f3f4
Postleitzahl: 1713
Koordinaten: 586453 / 18565946.8219427.261109715Koordinaten: 46° 49′ 19″ N, 7° 15′ 40″ O; CH1903: 586453 / 185659
Höhe: 715 m ü. M.
Fläche: 16.85 km²
Einwohner: 1908 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 113 Einw. pro km²
Website: www.stantoni.ch
Kirche von St. Antoni

Kirche von St. Antoni

Karte
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St. Antoni (Betonung auf dem «o»; französisch Saint-Antoine; Freiburger Patois Chin t'Anténo?/i) ist eine politische Gemeinde im Sensebezirk des Kantons Freiburg in der Schweiz. Sie hiess bis zum Jahre 1860 offiziell Schrickschrot, nach dem Namen der Hauptsiedlung in der auch die Pfarrkirche steht.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde St. Antoni ist eine Streusiedlung mit vielen Weiler und Höfen. Dazu gehören unter anderem Niedermuhren, Obermonten (auch Obermontenach bzw. Montagny-Dessus genannt), Schweni und St. Antoni.

Die auf einer Anhöhe gelegene Pfarrkirche bildet den Siedlungsmittelpunkt auf etwa 715 m ü. M. Höchster Punkt ist der Chutz mit 884 m ü. M., tiefster Punkt der Ledeubach unterhalb Tutzishaus an der Mündung des Muhrenbachs auf 615 m ü. M.

Das Gemeindegebiet umfasst 16,68 km², womit St. Antoni die flächenmässig viertgrösste Gemeinde des Sensebezirks ist. Das Dorf St. Antoni selbst steht am Rande des verzweigten Gebietes.

Die Gemeinde grenzt entlang der Sense, vom Sodbach bis Schwenny auf 4 km an den Kanton Bern. Das gegen Süden ansteigende Gebiet reicht von der kollinen bis zur voralpinen Zone. Entsprechend vielfältig ist die Vegetation.

Nachbargemeinden von St. Antoni sind Alterswil, Heitenried, Schmitten, Tafers, Ueberstorf und Wünnewil-Flamatt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

Geteilt von Gold mit wachsendem schwarzen Antoniterkreuz, behängt mit zwei schwarzen Glöckchen und von Blau mit drei silbernen Ringen

Das Gemeindewappen wurde 1925 als Folge eines Irrtums eingeführt. Noch während zwanzig Jahren war man danach der Ansicht, der Freiburger Schultheiss Jean Gambach habe die Antoniuskapelle auf dem Schrick gegründet, weshalb das Gambacher Familienwappen den Platz in der unteren Hälfte des Wappens zugesprochen erhielt. Schultheiss Gambach war tatsächlich Eigentümer einer Antoniuskapelle – allerdings in der Hauptstadt Freiburg, dort wo sich heute die Universität befindet. Mit der aus dem 16. Jahrhundert stammende Kapelle in St. Antoni hat die Gambach'sche Stiftung keine Beziehung. Die drei silbernen Ringe der Gambach sind dem Wappen trotzdem erhalten geblieben. Den Stab mit den zwei Glöcklein des Heiligen Antonius trägt die Gemeinde aber zu Recht. Antonius wurde als Patron der Haustiere verehrt. Weil sein Tier besonders das Schwein war liess die Armenfürsorge während des Mittelalters Schweine halten. Sie konnte frei herumlaufen und trugen Glöckchen als Erkennungszeichen. Vor dem Fest ihres Patrons wurden sie gemetzget und das Fleisch an die Armen verteilt.

Geschichte[Bearbeiten]

Am Platz des heutigen Dorfkerns gab es bis 1447 keine Siedlung. Sie entstand erst um die nach dem Sieg der Freiburger über die Berner von 1448 errungenen Sieg erbaute Antonius-Kapelle herum. Ab der Mitte des 16. Jh. übertrug sich der Name der Kapelle auf den Ort selbst.

Die heutige Gemeinde gehörte einst zur Pfarrei Tafers und damit zur Alten Landschaft. Der Platz auf dem die Kirche gebaut ist heisst Schrick, was steil bedeutet. Mit der Aufteilung der alten Pfarrgemeinde wurde St. Antoni 1831/32 zur selbstständigen politischen Gemeinde. 1848 mit der neuen Kantonsverfassung wurde St. Antoni in den damals neu geschaffen Sensebezirk eingegliedert.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit der Revision der Bauordnung im Jahre 1994 nahm auch die Einwohnerzahl zu. Bautätigkeit war vor allem in Lampertshalten, Burgbühl, Niedermonten, Niedermuhren festzustellen. 1990 stellte die Eidgenössische Volkszählung noch 1762 Einwohner fest. Am 31. Dezember 2013 wohnten in der Gemeinde bereits 1908 Personen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist traditionell landwirtschaftlich geprägt. Über 90 Betriebe bewirtschaften im Haupt- oder Nebenerwerb 1372 ha Land, wobei die Milchwirtschaft der Höhenlage und Vegetation angepasst die wichtigste Rolle spielt. So gibt es (wegen der grossen Wege) in Niedermuhren, Schweni und St. Antoni selbst auch noch drei Käsereien, in denen täglich 16 Tonnen Milch verarbeitet werden. In Obermonten gibt es eine Milchsammelstelle welche das Unternehmen Cremo in Villars-sur-Glâne beliefert.

In neuerer Zeit haben sich Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsbetriebe angesiedelt. Trotz dieser Zunahme an Arbeitsplätzen bleibt St. Antoni eine typische Wegpendlergemeinde.

Verkehr[Bearbeiten]

St. Antoni liegt zwischen Tafers und Heitenried an der Hauptstrasse von Freiburg nach Schwarzenburg im Kanton Bern.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Beat Vonlanthen (* 1957), Schweizer Politiker, Staatsrat des Kantons Freiburg

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)