St. Chrischona

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St. Chrischona
Kirche St. Chrischona

Kirche St. Chrischona

Höhe 522 m ü. M.
Lage Kanton Basel-Stadt, Schweiz
Gebirge Dinkelberg
Koordinaten 618168 / 26918147.573087.68007522Koordinaten: 47° 34′ 23″ N, 7° 40′ 48″ O; CH1903: 618168 / 269181
St. Chrischona (Basel-Stadt)
St. Chrischona

St. Chrischona ist der Hausberg der Stadt Basel und die westlichste und dritthöchste Erhebung des Dinkelbergs. Er liegt in der Gemeinde Bettingen im Kanton Basel-Stadt. Er ist auf zwei Seiten von der Grenze zu Deutschland umgeben. Der höchste Punkt befindet sich bei der Kirche und liegt auf 522 m ü. M. Von hier aus hat man bei klarem Wetter eine gute Aussicht auf die Oberrheinische Tiefebene mit der Agglomeration Basel, die Juraketten und die Alpen von der Jungfrau bis zum Säntis.

Siedlung St. Chrischona vom Fernsehturm aus gesehen

Der Legende nach geht St. Chrischona auf drei Schwestern, Ottilie, Chrischona und Margarethe zurück, von denen jede auf einem der drei Hügel in der Umgebung von Basel, in Sichtweite der anderen, eine Kirche baute. Von St. Chrischona sind daher die Kirchen St. Ottilien im deutschen Ort Tüllingen und in Binningen St. Margarethen zu sehen.

St. Chrischona war im Mittelalter bis zur Reformation ein Wallfahrtsort. Die erste Kirche wurde um 700 errichtet und im 9./10. Jahrhundert erweitert. Das heutige Kirchengebäude entstand im 15. Jahrhundert (Westturm 1450–1460) und Anfang des 16. Jahrhunderts (Chor 1503–1509, Schiff 1513–1516). Während des Dreissigjährigen Krieges wurde die Kirche von schwedischen Truppen geschändet und geplündert. Die Kirche wurde zunehmend vernachlässigt und 1818 gar als Stall genutzt. 1839 erhielt Christian Friedrich Spittler die Erlaubnis zur Renovierung der Kirche, in deren Sakristei 1840 die Pilgermission St. Chrischona gegründet wurde, die auch heute noch hier besteht.

Ein weithin sichtbares Bauwerk ist der 250 Meter hohe Fernsehturm St. Chrischona.

Weblinks[Bearbeiten]