Streckung (Tragfläche)

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In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Variable Flügelgeometrie (Schwenkflügel, Klappen etc.) und Beispielwerte mit deren Wertung (welche Werte sind in etwa als große/kleine/normale Flügelstreckung anzusehen?)

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Schwache Streckung
an den Flügeln einer Cessna 175c

Die Streckung  \Lambda ist eine dimensionslose Kenngröße für die Schlankheit einer Tragfläche. Sie ist definiert als das Verhältnis des Quadrats der Flügelspannweite zur Flügelfläche oder alternativ auch als Verhältnis der Spannweite zur mittleren Tragflügeltiefe (Seitenverhältnis):

 \Lambda = \frac{b^2}{A} = \frac{b}{t}

mit

  •  b : Spannweite
  •  A : Flügelfläche
  •  t : mittlere Tragflügeltiefe
Hohe Streckung
an den Flügeln eines Segelflugzeugs

Eine hohe Streckung der Tragfläche verringert den durch Endwirbel hervorgerufenen induzierten Widerstand. Extrem schlanke Flügel bringen jedoch Probleme bei der mechanischen Stabilität des Flügels und bei der Manövrierbarkeit des Flugzeugs. Winglets haben einen Streckungs-vergrößernden Einfluss und bewirken somit eine Reduzierung des induzierten Widerstands.

Die Streckung eines Tragflügels ist wichtig im Unterschallbereich und bei Flugzeugen, die mit hohem Auftriebsbeiwert betrieben werden. Im Überschall gilt dies nicht mehr, wodurch hier auf eine hohe Streckung verzichtet und die aerodynamische Charakteristik eines Tragflügels fast völlig von der Machzahl entkoppelt werden kann. Ein Beispiel hierfür ist der Delta-Tragflügel.

Schlanke Flügel mit hoher Streckung findet man bei allen Flugseglern, wie z.B. bei Segelflugzeugen, Albatrossen, Möwen etc. Vögel, die sich eher durch Flügelschläge fortbewegen, haben ein geringeres Seitenverhältnis, z.B. Krähe.

Lässt man die Spannweite eines Flügels - und somit seine Streckung - gegen "unendlich" gehen, so verschwinden die Effekte des endlichen Tragflügels und es liegt eine reine zweidimensionale Profilumströmung vor.

Literatur[Bearbeiten]