Panavia Tornado

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Panavia 200 Tornado
Tornado IDS der deutschen Luftwaffe
Tornado IDS der deutschen Luftwaffe
Typ: Jagdbomber
Entwurfsland:

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
DeutschlandDeutschland Deutschland
ItalienItalien Italien

Hersteller: Panavia Aircraft GmbH
Erstflug: 14. August 1974
Indienststellung: 1980
Produktionszeit: 1973 bis 1999
Stückzahl: 977

Der Panavia 200 (PA-200) Tornado ist ein zweisitziges Mehrzweckkampfflugzeug (MRCA), das von den Streitkräften Deutschlands, Großbritanniens, Italiens und Saudi-Arabiens als Jagdbomber, Abfangjäger und Aufklärungsflugzeug eingesetzt wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Britischer Tornado am Flughafen Niederrhein

1967 schlossen sich die Niederlande, Belgien, Kanada, Italien und die Bundesrepublik Deutschland zur F-104-Replacement-Group zusammen, um gemeinsame Planungen für ein Mehrzweckkampfflugzeug (Multi-Role Aircraft 75 – MRA-75) als Nachfolger für den Starfighter aufzunehmen.[1][2]

In Großbritannien bestand zur gleichen Zeit der Bedarf für ein Nachfolgemuster für die Canberra. Zunächst wurde hier an einer nationalen Entwicklung, der BAC TSR.2, gearbeitet. Nach Einstellung dieses Projekts 1965 wurde zusammen mit Frankreich die Entwicklung eines gemeinsamen Kampfflugzeugs mit Schwenkflügeln im Anglo-French Variable Geometry (AFVG)-Programm begonnen. Zusätzlich prüften die britischen Streitkräfte die Einführung der General Dynamics F-111.[2] Frankreich zog sich jedoch im Juni 1967 aus dem AFVG-Projekt zurück und etwa sechs Monate später wurde die Kaufabsicht der F-111 aufgegeben.

Großbritannien entschloss sich 1967 nach ersten Abstimmungsgesprächen mit den Nationen der F-104-Replacement-Group zur Teilnahme an einem gemeinsamen Projekt. 1968 unterzeichneten die beteiligten Länder ein erstes Memorandum, das ein gemeinsames Projekt unter dem Namen Multi-Role-Combat-Aircraft (MRCA) zum Ziel hatte. Zu diesem Zeitpunkt zogen Kanada und Belgien ihre Beteiligung zurück, wenig später folgten die Niederlande.

1969 begann die Definitionsphase. Das Ziel der verbliebenen Nationen Deutschland, Italien und Großbritannien war, ein Mehrzweckkampfflugzeug zu bauen, das die Rollen konventioneller und insbesondere nuklearer Luftangriff, Luftaufklärung und Seekriegführung aus der Luft abdecken konnte. Im Warschauer Pakt sah man einen Gegner, der über eine starke Luftverteidigung verfügte und zugleich in der Lage war, mit einem großen Kräfteansatz selbst offensiv gegen die NATO vorzugehen. Der Schwerpunkt der daraus resultierenden operationellen Forderungen lag daher auf einer hohen Durchsetzungs- und Überlebensfähigkeit. Diese sollte unter anderem durch die Fähigkeit zum extremen Tiefflug und zum präzisen Waffeneinsatz bei allen Wetterbedingungen tags und nachts und durch eine effektive Selbstschutzausstattung erreicht werden. Zusätzlich sollte eine Nutzung von Start-/Landebahnen möglich sein, die nach Luftangriffen nur noch eingeschränkt genutzt werden konnten. Großbritannien definierte außerdem den Bedarf nach einem Langstreckenabfangjäger.

Tornado IDS der Luftwaffe startet von der Eielson Air Force Base in Alaska

Um in diesem multinationalen Projekt eine adäquate Interessenvertretung der beteiligten Regierungen sicherzustellen, beschlossen die Nationen unter dem Dach der NATO eine gemeinsame Organisation, die NATO Multi-Role Combat Aircraft Development and Production Management Organisation (NAMMO) aufzubauen. Als ausführendes Organ wurde eine eigene Agentur, die NAMMA, mit Personal aus den drei Staaten gegründet. Das Aufgabenfeld der NAMMA wurde 1987 auch auf die Betreuung während des Betriebs erweitert (NATO Multi-Role Combat Aircraft Development, Production and In-Service Support Management Agency). Die Agentur verschmolz 1995 mit der NEFMA aus dem Eurofighter-Programm zur NATO EF 2000 and Tornado Development, Production & Logistics Management Agency (NETMA).[3]

Die am Programm beteiligten Industriekonzerne, British Aircraft Corporation (BAC), Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) und Fiat, schlossen sich in der unabhängigen internationalen Panavia Aircraft GmbH mit Sitz in München zusammen, die in der Produktionsphase die Gesamtverantwortung hatte und der alleinige Ansprechpartner für die NAMMA war.

1969 erging die Ausschreibung zur Entwicklung des Triebwerks. Hier setzte sich die britische Firma Rolls-Royce mit dem Turbo-Union-RB199-Triebwerk gegen die amerikanischen Hersteller Pratt & Whitney und General Electric durch, unter anderem aufgrund des angebotenen hohen Grads an Technologietransfer an die anderen beteiligten Nationen. Zur Herstellung wurde das Konsortium Turbo-Union Ltd. mit Sitz in Großbritannien gegründet, das die Firmen Rolls-Royce, Motoren- und Turbinen-Union (MTU) und Fiat umfasste.

Entwicklung[Bearbeiten]

Am 20. Juli 1970 begann die Entwicklung, nachdem sich Großbritannien mit dem Konzept des zweisitzigen zweistrahligen Flugzeugs durchgesetzt hatte. Geprägt von der Nutzung der F-104 und der Fiat G.91 sowie aus Kostengründen, hatte Deutschland ursprünglich nur einen Piloten und lediglich ein Triebwerk vorgesehen.[2] Die Anzahl der geplanten Flugzeuge war von 1.500 (GB: 300, D: 550, I: 200, andere: 600) im Jahr 1968 einschließlich der britischen Jägerversion auf 809 (GB: 385, D: 324, I: 100) im Jahr 1972 zurückgegangen. Insgesamt summierten sich die Auslieferungszahlen über den Produktions- und Nutzungszeitraum hinweg auf GB: 402, D: 357, I: 100. Die Produktion der Baugruppen verlief arbeitsteilig. Die Cockpit- und Hecksektion sowie das Seitenleitwerk wurde durch BAC (später BAE Systems) hergestellt, MBB (später: DASA beziehungsweise EADS) fertigte den Rumpfmittelteil und die Lufteinlässe, Fiat (später: Aeritalia beziehungsweise Alenia Aeronautica) die Tragflächen mit den Hochauftriebshilfen. Die Endmontage fand ab 1973 auf den drei Linien in Warton (Großbritannien), Manching (Deutschland) und Turin (Italien) statt.

Prototypen Panavia Tornado[4]
Nr. Kennung Erstflug Ort Besatzung
P01 D-9591 14. August 1974  DeutschlandDeutschland Manching Paul Millett, Nils Meister
P02 XX946 30. Oktober 1974  Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Warton Paul Millett, Pietro Trevisan
P03 XX947 5. August 1975  Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Warton David Eagles, Tim Ferguson
P04 D-9592 2. September 1975  DeutschlandDeutschland Manching Hans-F. Rammensee, Nils Meister
P05 X-586 5. Dezember 1975  ItalienItalien Caselle Pietro Trevisan
P06 XX948 20. Dezember 1975  Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Warton David Eagles
P07 98+06 30. März 1976  DeutschlandDeutschland Manching Nils Meister, Fritz Eggert
P08 XX949 15. Juli 1976  Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Warton Paul Millett, Ray Woolett
P09 X-589 5. Februar 1977  ItalienItalien Caselle Pietro Trevisan, Manlio Quarantelli
P10 Nur zu Bodentests verwendet

Der Erstflug fand am 14. August 1974 in Manching statt, 1976 erhielt das bis dahin als MRCA bezeichnete Flugzeug den Namen Tornado. Die Kosten pro Flugzeug wurden damals mit 29,2 Millionen DM angegeben. Zusätzliche Ausgaben für Ersatzteile, Waffen, Bodengeräte und Ausbildung wurden auf 15 Millionen D-Mark geschätzt.[5] Für die Flugerprobung wurden zehn Prototypen und sechs Vorserienflugzeuge gebaut, die als P01 bis P16 bezeichnet wurden. Der Prototyp P10 wurde allerdings nur für Tests am Boden eingesetzt und ist nie geflogen.[4] 1979 stürzte der Prototyp P08 als erster Tornado ab, beide Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.

Im Jahr 1980 wurde der erste Tornado an das Tri-National Tornado Training Establishment (TTTE) in Cottesmore für die Ausbildung der fliegenden Besatzungen ausgeliefert. Die Ausrüstung der Einsatzverbände in Großbritannien und Deutschland begann 1982, 1984 folgte Italien und 1986 der einzige Exportkunde Saudi-Arabien.[6]

Ende 1989 wurde durch das US-Verteidigungsministerium untersucht, ob der Tornado bei den amerikanischen Luftstreitkräften in der Wild-Weasel-Rolle eingesetzt werden könnte, um die Phantom F-4G zu ersetzen. Diese Überlegung wurde allerdings Anfang der 1990er-Jahre zugunsten der vorhandenen F-16 wieder verworfen.[7]

Von 1990 bis 1992 wurden die deutschen Electronic-Combat-and-Reconnaissance-Varianten (ECR) produziert. 1991 äußerten die südkoreanischen Luftstreitkräfte Interesse am Kauf von 50 Tornado ECR. Aufgrund von Verzögerungen wegen technischer Probleme wurde zunächst die Stückzahl auf 24 reduziert und schließlich die Absicht aufgegeben.[8]

Im Zweiten Golfkrieg flogen britische und saudi-arabische Tornados rund 1600 Bombeneinsätze und warfen dabei 4250 Freifallbomben und 950 lasergelenkte Bomben im Irak ab. Sechs Flugzeuge gingen während des Krieges verloren.

1995 waren 339 Tornado-Kampfflugzeuge bei der Bundeswehr (Luftwaffe und Deutsche Marine) im Einsatz. Der Gerätestückpreis (Luftfahrzeugkosten) wurde zu dieser Zeit mit 55 Mio. DM veranschlagt.[9]

1999 wurde der letzte neu gebaute Tornado an die Luftstreitkräfte Saudi-Arabiens ausgeliefert. Insgesamt wurden 977 Luftfahrzeuge hergestellt.[10]

Konstruktion[Bearbeiten]

Panavia Tornado (Schema)

Der Tornado ist ein zweistrahliger Schulterdecker mit Schwenkflügeln in diversen, zum Teil stark voneinander abweichenden Varianten, innerhalb derer zahlreiche Modifikationsstände existieren. Dies resultiert aus unterschiedlichen Anforderungen der Nutzerstaaten, der Einsatzrolle oder aus dringendem Sofortbedarf, zum Beispiel in Einsätzen.

Zelle[Bearbeiten]

Ausgefahrener Luftbetankungsausleger
Luftbetankung eines britischen Tornados
Gesicherter Notfanghaken

Bei den für die Zelle verwendeten Materialien handelt es sich um Leichtmetalle (71 %), Titan (18 %; hauptsächlich für den Flügelkasten), Stahl (6 %) und andere Werkstoffe (5 %).[2]

Tragwerk[Bearbeiten]

Der Rumpf wurde aufgrund der geforderten Wartungsfreundlichkeit mit zahlreichen Zugangsklappen versehen.

Die Flügel des Tornados haben keine herkömmlichen Querruder. Als kombinierte Höhen- und Querruder dienen die am Heck angebrachten sogenannten Tailerons. Sie werden durch Spoiler in den Tragflächen unterstützt. Am Seitenleitwerk befinden sich das Seitenruder, vor dem Seitenleitwerk zwei parallel ausfahrende Luftbremsen.

Für niedrige Fluggeschwindigkeiten, zum Beispiel bei Start und Landung, wird durch die Flügelstellung von 25 Grad eine hohe Manövrierfähigkeit gewährleistet. Zusätzlich stehen nur in dieser Pfeilung sämtliche Hochauftriebshilfen voll zur Verfügung. Der Rumpf bleibt an den Hinterkanten der Flügel durch eine selbstaufblasende Abdichtung (Flügeltaschenabdichtung) geschlossen. Die Tragflächen werden grundsätzlich in drei Stellungen gepfeilt (25, 45, 67 Grad), können jedoch stufenlos verstellt werden. Eine Ausnahme gilt bei britischen GR.4, wenn Unterflügelaußentanks angebaut werden. In diesem Fall wird die äußerste Schwenkstellung mechanisch auf 65 Grad limitiert. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten führen die nach hinten gepfeilten Tragflächen auch bei starken Böen und Turbulenzen im Tiefstflug lediglich zu geringen körperlichen Belastungen für die Besatzung.

Die Flügel verstellt der Pilot manuell. Lediglich die F.3-Tornados der Luftstreitkräfte Saudi-Arabiens verfügen über eine automatische Flügelverstellung.

Treibstoffsysteme[Bearbeiten]

Der Tornado verfügt über interne Tankgruppen im Rumpf und in den Tragflächen. Tornados aus britischer Produktion nutzen außerdem einen Tank im Seitenleitwerk.[2] An den Außenlastträgern unter den Tragflächen und dem Rumpf bestehen Anbaumöglichkeiten für bis zu vier (je 1× am inneren Flügellastträger L/H und R/H, je 1× am Rumpflastträger L/H und R/H oder 1× am mittleren Rumpflastträger) externe Zusatztanks mit 1.500 l (etwa 1.200 kg) beziehungsweise 2.250 l (etwa 1.800 kg) Inhalt. Außerdem besteht die Möglichkeit der Luftbetankung über den auf der rechten Seite, unterhalb des Kabinendaches angebauten, ausfahrbaren Luftbetankungsausleger. Die F.3-Variante verfügt über einen im Rumpf integrierten Ausleger auf der linken Seite.

Durch den Anbau eines Luftbetankungsbehälters (Buddy-Buddy-Pod) und den Einbau des Bedienmodules erhält der Tornado die Fähigkeit, anderen Luftfahrzeugen im Flug beim sogenannten Buddy-Buddy-Refueling Treibstoff abzugeben.[11]

Fahrwerk[Bearbeiten]

Das Dreibein-Fahrwerk des englischen Herstellers Dowty, bestehend aus dem Hauptfahrwerk und dem steuerbaren Zwillings-Bugrad, wird hydraulisch betrieben. Im Notfall kann das Ausfahren mit einem Notsystem erreicht werden.

Notfangeinrichtung[Bearbeiten]

Für Notfälle (beispielsweise bei technischen Defekten), in denen eine Notfanganlage genutzt werden soll, ist der Tornado mit einem Fanghaken ausgestattet.

Avionik[Bearbeiten]

Die geforderten Fähigkeiten, bei Tag und Nacht sowie jedem Wetter im Tiefflug präzise Angriffe durchführen zu können, waren bestimmende Faktoren für die Zusammenstellung der Avionik-Komponenten des Tornado.

Der Tornado verfügt über ein Fly-by-wire-System. Dies ermöglicht einerseits die einfache Integration eines Autopiloten und die computerunterstützte bestmögliche Dämpfung beziehungsweise Verstärkung von Steuereingaben in Abhängigkeit zum Beispiel von der Fluggeschwindigkeit, dem Anstellwinkel oder Stellung der Flügel oder Auftriebshilfen.

Vor allem um den Tiefstflug in Baumwipfelhöhe bei Tag und das Zielen bei Waffeneinsätzen zu unterstützen, wurde im vorderen Cockpit ein Head-Up-Display eingebaut. Dieses projiziert Informationen der Hauptinstrumente und der Navigationssysteme ins Sichtfeld des Piloten und dient als Visiereinrichtung. Bei schlechtem Wetter oder bei Nacht ermöglicht das Geländefolgeradar (Terrain Following Radar – TFR) in Verbindung mit dem Autopiloten Tiefflug in 60 Metern Flughöhe über Grund.

Zur Erhöhung der Trefferwahrscheinlichkeit bei Blindangriffen kann durch einen Abgleich des Bildes des bodenabbildenden Radars (Ground mapping radar – GMR) mit vermessenen Referenzpunkten die Genauigkeit des Navigationssystems verbessert werden. Durch die Einrüstung eines Laserkreisel-INS und eines GPS-Empfängers bei mittlerweile allen Luftfahrzeugen ist dies heute lediglich eine Notlösung. Das TFR und das GMR wurden vom US-amerikanischen Hersteller Texas Instruments produziert und waren somit in der Grundversion des Tornados die einzigen Teile, die nicht in Europa gefertigt wurden. Erst ab dem 219. gebauten Radar ging die Herstellung auf ein Konsortium unter der Führung der AEG über.[2]

In beiden Cockpits befinden sich Anzeigegeräte, auf denen die Flugzeugposition auf einer Karte dargestellt wird.

Tornado Self Protection Jammer

Zur Visualisierung der Bedrohungslage sind Radarwarnempfänger mit entsprechenden Anzeigen eingebaut. Die Selbstschutzanlagen sind lediglich beim Tornado F.3 (Vicon 78 Serie 400)[12] im Rumpf integriert. Bei allen anderen Varianten werden Täuschantwortsender (zum Beispiel Cerberus CIII, Sky Shadow), Störer (zum Beispiel Tornado Self Protection Jammer) und Täuschkörperwerfer für Düppel (Chaff) und Fackeln (Flare) (zum Beispiel Bofors BOZ-101/-102/-107) an den äußeren Außenlastträgern unter den Tragflächen angebaut.

Triebwerk[Bearbeiten]

Triebwerk Rolls-Royce/Turbo-Union RB.199
Schubumkehr und ausgefahrene Spoiler bei der Landung
Hauptartikel: Turbo-Union RB199

Die Dreiwellen-Triebwerke RB199 des Tornados verfügen über stufenlos einstellbare Nachbrenner und sind mit einer Schubumkehr ausgestattet. Diese kann im Flug vorgewählt werden (Aktivierung beim Aufsetzen des Hauptfahrwerks) und ermöglicht – vor allem in Verbindung mit den Radbremsen – eine Verkürzung der nötigen Landebahnlänge. Zur einfachen Instandsetzung können die Triebwerke nach unten herabgelassen werden.

Für einen autonomen Startvorgang am Boden ohne externe Unterstützung wird ein Hilfstriebwerk (engl. auxiliary power unitAPU) zur Stromversorgung und für den Anlassvorgang genutzt.

Besatzung/Cockpit-Auslegung[Bearbeiten]

Der Tornado ist ein zweisitziges Kampfflugzeug. Die Besatzung besteht in der Regel aus dem Piloten im vorderen und dem Waffensystemoffizier (WSO) im hinteren Cockpit. Die Steuereinrichtungen und die Avionik des Luftfahrzeugs sind in der sogenannten Strike-Version so ausgelegt, dass sich eine deutliche Arbeitsteilung ergibt. Die Flugzeugsteuerung ist nur vom vorderen Cockpit aus möglich. Im hinteren Cockpit ist kein Steuerknüppel eingebaut. Schwerpunkt des Piloten liegt auf der sicheren Flugdurchführung, einer Aufgabe, die insbesondere im Tiefstflug die volle Aufmerksamkeit erfordert. Der WSO ist hauptsächlich für die Navigation, die Vorbereitung von Waffeneinsätzen und die Bedienung der Selbstschutzausrüstung verantwortlich. In Abhängigkeit von der Einsatzrolle und -phase können einzelne Aufgaben im Cockpit anders verteilt werden, eine maximale gegenseitige Unterstützung wird jedoch immer angestrebt.

Mit der sogenannten Trainer-Version können Piloten aus- und weitergebildet werden. Diese Maschinen verfügen über ein Doppelsteuer, um einem Fluglehrer die Steuerführung aus dem hinteren Cockpit zu ermöglichen. Obwohl sich diese Luftfahrzeuge von den regulären Einsatzmaschinen zusätzlich durch diverse Anpassungen zum Beispiel in der Instrumentierung unterscheiden, sind sie für den Einsatzflugbetrieb (jedoch nur als IDS) weitestgehend nutzbar.

Rettungssysteme[Bearbeiten]

Als Rettungssystem wurde für den Tornado der Martin-Baker-Schleudersitz Mk. 10A ausgewählt, der über die Fähigkeit zur Rettung der Besatzung aus einem breiten Band an Fluglagen verfügt, einschließlich der sogenannten „Zero/Zero“-Kapazität, also der Rettung aus einem auf dem Boden stehenden Flugzeug.[13]

Nach der Initiierung des Ausschusses durch das Ziehen am Abzugsgriff startet eine vollautomatische Sequenz. Zunächst werden die Arme und Beine der Besatzungsmitglieder durch Gurte an die Sitze herangezogen, um Verletzungen durch den Winddruck bei hohen Fluggeschwindigkeiten zu verhindern. Fast zeitgleich wird das Kabinendach abgesprengt und die kompletten Schleudersitze werden aus dem Flugzeug katapultiert. Um nicht in der Luft zusammenzustoßen, zünden die jeweiligen Raketensätze so, dass zunächst der hintere, dann nach kurzer Verzögerung der vordere Sitz das Flugzeug verlässt. Im weiteren Verlauf wird in Abhängigkeit von der barometrischen Höhe ein Steuerschirm ausgestoßen, der den Sitz abbremst und in eine günstige Lage bringt, um eine optimale Öffnung des Hauptschirms und die Trennung des Sitzes vom Piloten (Sitz-Mann-Trennung) zu ermöglichen.[14]

Am Sitz ist eine Notsauerstoffflasche angebracht, die bei großen Ausschusshöhen eine Atemluftversorgung sicherstellt. In einem Container, auf dem das Besatzungsmitglied zugleich sitzt und mit dem es durch einen schmalen Gurt verbunden ist, sind diverse Rettungsmittel verstaut, die nach der Landung auf dem Boden oder auf See benötigt werden (zum Beispiel Rettungsboot, Signalmittel usw.). In den Rettungswesten, die bei jedem Flug getragen werden, befinden sich unter anderem ein Notfunkgerät und bei speziellen Westen für Flüge über See ein integrierter, bei Wasserkontakt selbst aufblasender Schwimmkörper.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Tornado IDS / RECCE / ECR / GR.4 Tornado ADV
Länge 16,72 m 18,68 m
Spannweite
  • 8,60 m (67° gepfeilt)
  • 13,91 m (25° gepfeilt)
  • 8,58 m (68° gepfeilt)
  • 13,91 m (25° gepfeilt)
Höhe 5,95 m 5,95 m
Flügelfläche 26,60 m² 26,60 m²
Flügelstreckung
  • 2,78 (67° gepfeilt)
  • 7,27 (25° gepfeilt)
  • 2,77 (68° gepfeilt)
  • 7,27 (25° gepfeilt)
Tragflächenbelastung
  • Minimal (Leergewicht): 530 kg/m²
  • Nominal (normales Startgewicht): 767 kg/m²
  • Maximal (maximales Startgewicht): 1.023 kg/m² 1)
  • Minimal (Leergewicht): 545 kg/m²
  • Nominal (normales Startgewicht): 819 kg/m²
  • Maximal (maximales Startgewicht): 1.052 kg/m²
Leergewicht 14.092 kg 14.501 kg
maximales Startgewicht
  • IDS / RECCE: 28.500 kg
  • GR.4: 27.216 kg
27.987 kg
interne Tankkapazität
  • IDS / RECCE: 4.800 kg
  • GR.4: 5.300 kg
6.030 kg
Höchstgeschwindigkeit
  • 2.337 km/h (Mach 2,2) auf über 10.975 m
  • 1.480 km/h (Mach 1,2) auf Meereshöhe
  • 2.414 km/h (Mach 2,27) auf über 10.975 m
  • 1.480 km/h (Mach 1,2) auf Meereshöhe
Steigrate 165 m/s 203 m/s
Dienstgipfelhöhe 15.240 m 17.070 m
Triebwerke Zwei Turbofans Turbo-Union RB199-34R Mk.103 (ECR: Mk.105) Zwei Turbofans Turbo-Union RB199-34R Mk.104
Schubkraft (pro Triebwerk)
  • 40,5 kN (ECR: 42,5 kN) (ohne Nachbrenner)
  • 71,3 kN (ECR: 74,3 kN)(mit Nachbrenner)
  • 40,5 kN (ohne Nachbrenner)
  • 73,0 kN (mit Nachbrenner)
Schub-Gewicht-Verhältnis
  • maximal (Leergewicht): 1,09
  • nominal (normales Startgewicht): 0,75
  • minimal (maximales Startgewicht): 0,561)
  • maximal (Leergewicht): 1,16
  • nominal (normales Startgewicht): 0,78
  • minimal (maximales Startgewicht): 0,60

1) Angaben beziehen sich auf den Tornado GR.4

Varianten[Bearbeiten]

Vom Tornado gab es zwei sich deutlich voneinander unterscheidenene Hauptvarianten, den Tornado IDS und den Tornado ADV. Aus ersterem gab es später verschiedene Ableitungen unter anderem für die Aufklärung. Die Modifikationen wurden auf nationaler Ebene durchgeführt, weshalb es eine Vielzahl verschiedener Konfigurationszustände gab. Zur Vereinfachung sollen die Modifikationen des Nachfolgers, dem Eurofighter Typhoon, NATO-einheitlich gemanagt werden.

Bundeswehr[Bearbeiten]

Unteransicht eines Tornado IDS der deutschen Luftwaffe

Tornado IDS[Bearbeiten]

Der Tornado IDS (Interdiction Strike; deutsch: Abriegelung/Angriff) ist die Grundversion des Tornados als Jagdbomber, im Unterschied zu den beiden anderen Programmpartnern (siehe unten), hat die Bundeswehr keine eigenen Baureihen-Bezeichnungen eingeführt.

Tornado Recce[Bearbeiten]

Tornado Recce im Nato-Tiger-Meet-Design

Der Tornado Recce (englischer Militär-Jargon für „Reconnaissance“; dt. Aufklärung) ist ein Tornado IDS, der durch einen an der mittleren Unterrumpfstation angebauten Aufklärungsbehälter zur abbildenden Luftaufklärung (Imagery Intelligence – IMINT) eingesetzt werden kann. Hierfür werden diverse technische Anpassungen vorgenommen, unter anderem der Einbau eines zusätzlichen Bedienpanels im Cockpit. Die Tornados des Aufklärungsgeschwaders 51 erhielten teilweise im Zuge der ASSTA-1-Modernisierung zusätzlich die nötigen Verkabelungen und Cockpitanzeigen für den neuen Aufklärungs-Pod.

Da eine eingeschränkte Auswertemöglichkeit in der Luft besteht, wird das System erst im Verbund mit der Boden-Auswertestation (Recce-Ground-Station) optimal ausgenutzt. Aufklärungseinsätze werden in Abhängigkeit von den genutzten Sensoren und der Bedrohung in geringer oder mittlerer Höhe geflogen.

Tornado ECR[Bearbeiten]

Nach der Fertigung der letzten IDS wurden durch die Luftwaffe 35 Tornado ECR (Electronic Combat Reconnaissance; dt: Elektronische Kampfaufklärung) bestellt. Die Auslieferung dauerte von 1990 bis 1992. Die spezielle Missionsausstattung umfasst verbesserte Cockpit-Anzeigen, einen nach vorne gerichteten Infrarotsensor und das Emitter Location System des Herstellers Raytheon TI Systems – ein System, mit dem die präzise Positionsbestimmung von Radarsystemen möglich ist.[8] Die Bordkanonen wurden aufgrund des erhöhten Platzbedarfs für die Avionik entfernt. In den neuen Luftfahrzeugen wurden leistungsgesteigerte MK-105-Triebwerke verwendet.

Italienischer Tornado ECR

Entgegen der ursprünglichen Planung – bei entsprechenden Vorrichtungen an den deutschen Luftfahrzeugen – verfügt kein ECR über einen Infrarot-Aufklärungssensor.

Die Aufgabe des Tornado ECR ist, feindliche Radarstellungen zu erkennen, zu identifizieren und gegebenenfalls zu bekämpfen, bevor gegnerische Luftverteidigungskräfte das eigene Luftfahrzeug oder zu unterstützende Kräfte gefährden.

Modernisierungen[Bearbeiten]

Tornado ASSTA 1[Bearbeiten]

Die erste Kampfwertsteigerung der Grundversion des IDS umfasste mit Einführung der ASSTA 1 (Avionics System Software Tornado in Ada), aufbauend auf den zuvor bei der Aufrüstung der britischen Tornados auf GR.4(A) Standard gemachten Erfahrungen, im Kern die Erneuerung des Waffenrechners und dessen Software auf MIL-STD 1553/1760 bzw. Ada (MIL-STD 1815). Zusätzlich erhielt der Tornado eine neue Navigationsplattform mit Laserträgheitsnavigation (LINS) und GPS, die den zuvor nur extern angebrachten GPS-Empfänger ersetzte. Des Weiteren wurde der Tornado mit der neuen ECM-Ausrüstung Tornado Self Protection Jammer (TSPJ) ausgerüstet. Durch den neuen Waffenrechner war es möglich, neue Waffen und Komponenten zu integrieren. Im Einzelnen umfasste dies HARM III, HARM 0 Block IV/V, Kormoran II, Rafael Litening II Laser Designator Pod und Paveway Laserlenkbomben. Im Rahmen letzterer wurden GBU-24A/B-Lenksätze beschafft.

Auch organisatorisch brachte ASSTA 1 Änderungen mit sich. Da Kampfwertsteigerung mehr und mehr eine Software-Entwicklungsaufgabe ist, wurde auf der Basis des bisherigen Programmierzentrums der Luftwaffe, das nur für die ECR-Tornados zuständig gewesen war, eine Kooperation mit EADS Military gegründet, die die Software-Pflege für alle Tornado-Versionen übernimmt.

Mittlerweile haben alle noch im Dienst befindlichen Tornado die ASSTA-1-Modernisierung erhalten.

Tornado ASSTA 2[Bearbeiten]

Die nächste Anpassung mit ASSTA 2 umfasst zwei Hauptbereiche: Das Display System Upgrade (DSU) in beiden Cockpits, einschließlich der Schnittstelle Mensch/Maschine (HMI), und das Tornado Defensive Aids Subsystem (TDASS), das Verbesserungen der Selbstschutz- bzw. Überlebens-Fähigkeit gegenüber modernen Luftverteidigungssystemen beinhaltet.

Im Rahmen des Display System Upgrade (Aufrüstung) erhalten Pilot und Waffensystemoffizier mehr Informationen als bisher in einer übersichtlicheren Darstellung. In das vordere Cockpit kommt ein neues Pilot’s Head Down Display (PHDD), in das hintere Cockpit das Navigator’s Head Down Display (NHDD). Die Bildschirme bieten der Besatzung eine digitale Karte des zu überfliegenden Gebiets, können die taktische Situation darstellen und geben technische Meldungen über das Waffensystem. Außerdem zeigt ein neuer farbiger Electronic Warfare Indicator (EWI) dem Piloten die momentane Bedrohungslage an. Darüber hinaus erhält der Waffensystemoffizier durch eine Control and Display Unit (CDU) ein programmierbares kombiniertes Kontroll- und Anzeige-Gerät, um die verschiedenen Computer und vor allem die Electronic Warfare Suite des Tornados zu bedienen.

Parallel zu den Änderungen im Cockpit läuft die Modernisierung des Tornado Defensive Aids Subsystems (TDASS). Dabei soll die Durchsetzungsfähigkeit des Waffensystems Tornado nachhaltig gegen moderne boden- und luftgestützte Bedrohungen verbessert werden. Es umfasst neben der CDU einen neuen Radarwarnempfänger und einen darin integrierten Defensive Aids Subsystem Computer (DAC). Dieser Computer koordiniert sämtliche Selbstschutz-Vorgänge an Bord und entlastet so die Besatzung im Einsatz.

Des Weiteren integriert ASSTA 2 die HARM PNU sowie den Marschflugkörper Taurus in den Tornado.[15] Der erste ASSTA-2-Tornado wurde im April 2010 an die Luftwaffe übergeben.

Tornado ASSTA 3[Bearbeiten]

Die Modernisierung ASSTA 3 befindet sich nun in der Durchführung und umfasst den Einbau und die Integration einer Link-16-Datenverbindung über ein MIDS-LVT und die Integration der laser- und GPS-gelenkten Präzisionsmunition GBU-54 LJDAM.

Die Einrüstung des ASSTA-3-Pakets in den Tornado ist für alle verbleibenden 85 Luftwaffen-Tornados, zu denen auch Tornado ECRs (siehe weiter oben) gehören werden, vorgesehen. Die ersten beiden auf diesen Stand umgerüsteten Maschinen wurden im Sommer 2012 an die Luftwaffe übergeben und werden beim Taktischen Luftwaffengeschwader 33 eingesetzt. Bis 2018 sollen alle 85 verbleibenden Maschinen auf den Stand ASSTA 3 umgerüstet sein. [16] Softwareseitig werden die verbleibenden IDS- und ECR-Tornados dann identisch sein. Bei der Hardware, wie den beim ECR fehlenden Bordkanonen oder dem beim IDS fehlenden ELS, wird es weiterhin noch Unterschiede geben, die ausschließen, dass alle Tornados für sämtliche Einsatzrollen verwendet werden können.

Royal Air Force[Bearbeiten]

Tornado GR.1[Bearbeiten]

Der Tornado GR.1 (Tornado IDS) war die ursprüngliche Jagdbomberversion der Royal Air Force. Er bot die Basis für diverse Modifikationen

Tornado GR.1A[Bearbeiten]

Eine Spezialversion des Tornado GR.1 war der Tornado GR.1A, der für die Aufklärerrolle spezialisiert wurde. Die Aufklärungssensoren und die Aufzeichnungsgeräte waren bei dieser Version vollständig im Rumpf verbaut. Der Platzbedarf der Sensorik erforderte den Verzicht auf die beiden Bordkanonen.

Tornado GR.1B[Bearbeiten]

Eine weitere Version war der Tornado GR.1B (24 Stück gebaut), der durch die Integration des Seezielflugkörpers Sea Eagle zur Unterstützung von Seestreitkräften eingesetzt werden konnte.

Tornado F.2[Bearbeiten]

Tornado F.3 der RAF

Durch die Einführung des Tornado ADV (Air Defence Variant; dt: Luftverteidigungsvariante) erhielt die RAF einen leistungsfähigen Langstreckenabfangjäger, der die English Electric Lightning und die McDonnell Douglas F-4 ablöste. Der ADV unterscheidet sich in diversen Bereichen vom Jagdbomber. Die Forderung nach einer luftwiderstandsarmen halb eingelassenen Unterbringung der Skyflash-Lenkflugkörper als Hauptbewaffnung führte zu einem verlängerten Rumpf. Dies brachte den Vorteil mit sich, dass eine um 900 Liter größere Tankkapazität erreicht wurde.[17] Gleichzeitig wurde die Nase zum Einbau des Foxhunter Radar verlängert sowie neue Displays und Elektronik eingebaut. Er erhielt aufgrund dieser baulichen Maßnahmen den Spitznamen „Longnose (dt.: Langnase)“. Mit der Kampfwertsteigerung für den ADV, dem Capability Sustainment Programme (CSP) erhält der F.3 eine AMRAAM- (nur Großbritannien) und ASRAAM-Integration, ein leistungsgesteigertes Foxhunter-Radar, das Joint Tactical Information Distribution System (JTIDS)-Datenkommunikationssystem und weitere Verbesserungen der Avionik.[18] Die ersten ADV wurden ab 1979 als Tornado F.2 mit den MK-103-IDS-Triebwerken an die RAF ausgeliefert. Insgesamt wurden 18 F.2 gebaut.

Tornado F.3[Bearbeiten]

Die Endversion des Tornado ADV ist der ab 1985 ausgelieferte Tornado F.3 mit AI.24 Foxhunter-Radar und stärkeren MK-104-Triebwerken, die für den Einsatz in mittleren und großen Höhen optimiert waren.

Tornado EF.3[Bearbeiten]

Eine Sonderversion des Tornado F.3 stellte der Tornado EF.3 dar. Es handelte sich hierbei um wenige Maschinen der 11 Squadron, die im Zuge der Vorbereitungen auf den Irak-Krieg 2003 durch Integration der ALARM in Verbindung mit dem Radarwarnempfänger zum Einsatz gegen bodengebundene Luftverteidigung eingesetzt werden konnten.[19]

Tornado GR.4[Bearbeiten]

142 Tornado GR.1/GR.1A wurden einer Kampfwertsteigerung (einschließlich der Sea-Eagle-Integration) zur Version Tornado GR.4/GR.4A unterzogen. Wesentliche Bestandteile der Umrüstung waren der Einbau des nach vorne blickenden Infrarotsensors, Verbesserungen an der Avionik (Waffenelektronik, Head-Up-Display, Navigationsanlage (GPS, LASER INS, GPWS, digitale Kartendarstellung)) und Ausbau der Nachtkampffähigkeit. Aufgrund des erhöhten Platzbedarfs musste eine Bordkanone entfallen. Die Umrüstung begann 1997, erste umgerüstete Maschinen liefen ab 1998 zu.[20][21]

Tornado GR.4A[Bearbeiten]

Der Tornado GR.4A ist die Aufklärungsvariante des GR.4. Der Tornado GR.4A ist mit der GR.4 weitestgehend identisch. Der größte Unterschied ist das interne seitwärtsblickende Infrarotaufklärungssystem für abbildende Aufklärung im Tiefflug.[22]

Zur Erweiterung der Fähigkeiten und Erhöhung der Flexibilität dieses Systems nutzt die RAF am GR.4(A) mit dem RAPTOR (Reconnaissance Airborne Pod TORnado) und dem Joint Reconnaissance Pod (JRP) auch externe Aufklärungsbehälter.

Aeronautica Militare[Bearbeiten]

A-200A/C Tornado[Bearbeiten]

Die 88 Einsatz-Maschinen der Aeronautica Militare (87 Serien- und 1 modifizierte Vorserienmaschine) waren zunächst ausschließlich Tornado IDS, davon einige Recces mit Aufklärungspod, mit der italienischen Bezeichnung A-200A. Nach einem "Mid-Life-Update" wurden sie als A-200C bezeichnet.

TA-200A/B Tornado[Bearbeiten]

Die Trainings-Exemplare mit Doppelsteuerung, von der 12 beschafft wurden, erhielten die Bezeichnung TA-200A. Nach einem "Mid-Life-Update" wurden sie als TA-200B bezeichnet.

EA-200B Tornado[Bearbeiten]

Auch die italienischen Luftstreitkräfte entschieden sich zur Einführung von Tornado ECR. Sie beschafften jedoch keine neuen, sondern bauten von 1992 bis 1994 sechzehn Flugzeuge aus der IDS-Flotte um.[8] Deutsche und italienische ECR sind somit in mehrerlei Hinsicht wie zum Beispiel bei Avionik, Triebwerken etc. unterschiedlich.

Bewaffnung[Bearbeiten]

Blau – Bordkanonen
Orange – Aufhängepunkt für Außenlast und Tanks
Grün – Aufhängepunkt nur für Außenlast

Die Konzeption als Mehrzweckkampfflugzeug erfordert den Einsatz eines breiten Spektrums an Beladung und Bewaffnung. Hierfür muss einerseits ein Anbau an entsprechenden Außenlastträgern und andererseits ein Abwurf beziehungsweise eine Bedienung durch die Avionik möglich sein.

  • Anbau: Die Aufhängepunkte befinden sich an an-/abmontierbaren Außenlastträgern mit Schwer- und Leichtlastaufhängeeinrichtungen. In der Regel werden die Schwerlastaufhängungen mit Absprengkartuschen für einen Notabwurf versehen. Die Träger an den Schwenkflügeln werden automatisch an den Grad der Flügelpfeilung angepasst.
  • Avionik: Für den Einsatz von Bewaffnung ist eine Systemintegration erforderlich. Sie umfasst unter anderem die Softwareanpassung des Waffenrechners und die entsprechende Hardwareeinrüstung, beispielsweise die Schaffung einer entsprechenden Verkabelung. Insbesondere aus Kostengründen wurden nie alle Tornados auf einen einheitlichen Stand gebracht.

Fest installierte interne Bordkanone[Bearbeiten]

Als einzige festinstallierte Bewaffnung verfügt der Tornado über keine (ECR und GR.1A/4A), eine (ADV und GR.4) oder zwei (IDS und GR.1(B)) 27-mm-Revolver-Maschinenkanone Mauser BK-27. Die Maschinenkanone des Tornado verfügt über eine umschaltbare Kadenz von 1000 oder 1700 Schuss pro Minute und wird gegen Luft- und Bodenziele eingesetzt. Pro Kanone können 180 Schuss gegurteter Munition unterschiedlicher Wirkungsweise mitgeführt werden.

Bewaffnung an Aufhängepunkten[Bearbeiten]

Die Standard-Grundbeladung eines als Jagdbomber eingesetzten Tornados umfasst unter den Tragflächen zwei Zusatztanks auf der Innenstation und es werden maximal zwei Luft-Luft-Raketen zum Selbstschutz auf Startgeräten am inneren Träger montiert. Einige Außenlasten können nur an den Unterrumpfstationen angebaut werden. Für den Einsatz als Abfangjäger führt der Tornado ADV maximal acht Luft-Luft-Lenkflugkörper mit.

In Abhängigkeit von der Einsatzrolle kann der Tornado folgende Waffen und Sensoren tragen:

AIM-9L (oben)
AGM-88 HARM
Taurus
GBU-24 Paveway III
B-61 in einem Flugzeughangar
GBU-54 der Luftwaffe
Anzahl
Stationen
Einheiten
je Station
Waffe Beschreibung Nutzer
DeutschlandDeutschland ItalienItalien Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Saudi-ArabienSaudi-Arabien
Luft-Luft-Lenkflugkörper
2-4 1 AIM-9L Sidewinder infrarotgesteuerte Kurzstrecken-Luft-Luft-Lenkflugkörper x x x
2-4 1 AIM-132 ASRAAM infrarotgesteuerte Kurzstrecken-Luft-Luft-Lenkflugkörper x
2 1 AIM-2000 IRIS-T infrarotgesteuerte Kurzstrecken-Luft-Luft-Lenkflugkörper x
4 1 Skyflash radargesteuerter Mittelstrecken-Luft-Luft-Lenkflugkörper x[A 1] x[A 1]
4 1 AIM-120A AMRAAM radargesteuerter Mittelstrecken-Luft-Luft-Lenkflugkörper x[A 1]
Luft-Boden-Lenkflugkörper
4 1 AGM-88B HARM Block 2 Anti-Radar-Luft-Boden-Lenkflugkörper x x
4 1 ALARM Anti-Radar-Luft-Boden-Lenkflugkörper (x)[A 2][23] x
4 1 AS.34 Kormoran Seezielflugkörper (x)[A 2][24] x
4 1 Sea Eagle Seezielflugkörper (x)[A 2] x
4 3 Brimstone Panzerabwehrlenkwaffe x
2 1 Taurus Luft-Boden-Marschflugkörper x
2 1 Storm Shadow Luft-Boden-Marschflugkörper x x (x)[A 3]
Gelenkte Bomben
4 1 GBU-12 „Paveway II“ lasergelenkte Präzisionsbombe x x
4 1 GBU-16 „Paveway II“ lasergelenkte Präzisionsbombe x x
2 1 GBU-24 „Paveway III“ lasergelenkte Präzisionsbombe x x x
4 1 GBU-32 GPS-gelenkte Präzisionsbombe x
4 1 GBU-38/54 GPS-/lasergelenkte Präzisionsbombe x
2 1 Enhanced Paveway II lasergelenkte Präzisionsbombe x
2 1 Paveway IV lasergelenkte Präzisionsbombe x
Ungelenkte Bomben
9 1 Mk-80-Serie Verschiedene ungelenkte Mehrzweckbomben x x x
1 1 MW-1 Submunitionsbehälter mit variabler Submunition (x)[A 4][25] (x)[A 4][26]
2 1 JP233 Submunitionsbehälter mit fixer Submunition (x)[A 4][27] (x)[A 4][28]
4 1 BL755 Streubombe mit variabler Submunition (x)[A 2] (x)[A 4]
2 1 B61 ungelenkte Kernwaffe x x
2 1 WE.177 ungelenkte Kernwaffe (x)[A 2]
  1. a b c Nur Tornado ADV
  2. a b c d e Ausgemustert
  3. Noch nicht integriert
  4. a b c d e Aufgrund der Ottawa-Konvention Ausgemustert

Zusatzbehälter[Bearbeiten]

Zur Lenkung von Präzisionsbomben wird jeweils einer der folgende Zielbeleuchtungsbehälter verwendet:

  • Rafael Litening (LASER Designator Pod) DeutschlandDeutschland
  • TIALD-Pod (Thermal Imaging Airborne Laser Designator Pod) Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
  • Thomson CLDP (Convertible Laser Designation Pod) ItalienItalien

Zur Erhöhung der Reichweite stehen Abwurftanks in zwei verschiedenen Größen zur Verfügung:

  • bis zu 4 × Zusatztanks für 900 Liter Treibstoff DeutschlandDeutschland Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich ItalienItalien Saudi-ArabienSaudi-Arabien
  • bis zu 2 × Zusatztanks für 1.500 Liter Treibstoff (sog. Hindenburgtanks) DeutschlandDeutschland Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich ItalienItalien Saudi-ArabienSaudi-Arabien

Zur Übung von Bombenabwürfen wird der folgende Behälter verwendet:

  • bis zu 2 × CBLS 200 (Carrier Bomb, Light Stores) DeutschlandDeutschland Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich ItalienItalien

Aufklärungsbehälter[Bearbeiten]

Die Grundbeladung des Aufklärers entspricht der des Jagdbombers. Beim Tornado Recce und GR.4 wird zusätzlich einer der folgenden Aufklärungsbehälter unter dem Rumpf angebaut:

  • EADS Recce-Pod bzw. Telelens-Pod (Optische und Infrarot-Sensoren) DeutschlandDeutschland ItalienItalien
  • Rafael RecceLite (Elektrooptische und Infrarot-Sensoren) DeutschlandDeutschland[29] ItalienItalien
  • RAPTOR (Reconnaissance Airborne Pod Tornado) (Elektrooptische und Infrarot-Sensoren) Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich

Selbstschutzsysteme[Bearbeiten]

Als aktive Maßnahmen kommen folgende elektronischen Störbehälter zum Einsatz:

  • 1 × GEC-Marconi (Selex) Sky Shadow bzw. ARI.23246/1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Saudi-ArabienSaudi-Arabien
  • 1 × Selenia ALQ-234 ItalienItalien
  • 1 × Elta Cerberus III DeutschlandDeutschland
  • 1 × AEG-Telefunken Cerberus 1 DeutschlandDeutschland
  • 1 × Elta TSPJ (Tornado Self Protection Jammer, Radarstörgerät) DeutschlandDeutschland

Außerdem werden folgende Täuschkörperwerferbehälter eingesetzt:

  • 1 × CelsiusTech/SAAB BOZ-101/102 DeutschlandDeutschland ItalienItalien
  • 1 × CelsiusTech/SAAB BOZ-105 mit Werfer für 28 × Leuchtraketen und 540 × Düppelstreifen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Saudi-ArabienSaudi-Arabien
  • 2 × Saab Avitronics BOZ-EC mit vier integrierten MAW-300-Raketenanfluggswarnern und 5 × Täuschkörperwerfer SAAB BOP-L-39 mit je 39 × 1"-Täuschkörperpatronen

Eine passives Selbstschutzsystem ist der integrierte Radarwarnempfänger

Nutzer[Bearbeiten]

Neben Deutschland, das insgesamt 357 Tornados bestellte und im Oktober 2011 noch über 185 Exemplare verfügte, führten noch Großbritannien (398 Exemplare), Italien (100 Exemplare) und Saudi-Arabien (120 Exemplare) den Tornado ein. Die Bundeswehr will zeitnah den Bestand auf 85 Waffensysteme abbauen (Stand: Okt. 2011).[30] Großbritannien, Deutschland und Italien betrieben von 1981 bis 1999 einen gemeinsamen Verband, das Tri-National Tornado Training Establishment (TTTE), zur Ausbildung ihrer Besatzungen auf dem Flugplatz RAF Cottesmore in Großbritannien.

Die Nutzerstaaten ersetzen den Tornado zunehmend durch moderne Muster für einen Teil der vorgesehenen Aufgaben. Großbritannien startete Anfang der 90er Jahre mit dem Future Offensive Air System (FOAS) eine Studie, welche einen Nachfolger finden sollte. Frankreich und Deutschland zeigten Interesse, an einem gemeinsamen Nachfolgemodell mitzuarbeiten. Allerdings scheiterte die Zusammenarbeit am Ausstieg Frankreichs, und Deutschlands Unwillen. Zur Zeit sind der Eurofighter oder der Joint Strike Fighter (JSF) zur Schließung eines Teils der Fähigkeitslücken nach Außerdienststellung des Tornado vorgesehen. Später soll – sofern die Erkenntnisse FOAS-Studien weiter berücksichtigt werden – die restliche Fähigkeitslücke durch eine Kampfdrohne geschlossen werden.

Deutschland[Bearbeiten]

Verbände/Dienststellen[Bearbeiten]

Bei der Bundeswehr wird bzw. wurde der Tornado bei der Luftwaffe und der Marine mit den Varianten IDS, Recce und ECR eingesetzt. Die Marine nutzte den Tornado mit einem umfassenderen Aufgabenpaket als die Luftwaffe. Nach Auflösung der beiden Marinefliegergeschwader wurden deren Aufgaben im Schwerpunkt vom Aufklärungsgeschwader 51 übernommen.

Tornado des JaboG 38
Panavia Tornado der WTD 61
Marine-Tornado in Laage
Tornado in Jagel
Nutzer Verband Stationierungsort Bemerkung
Luftwaffe Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“ Nörvenich erster Verband der Luftwaffe mit dem Tornado (Einführung: 1983/1984);[31] Umrüstung auf das Waffensystem Eurofighter seit Juli 2010
Jagdbombergeschwader 32 Lagerlechfeld zum 31. März 2013 aufgelöst
Taktisches Luftwaffengeschwader 33 Büchel Sonderwaffenauftrag im Rahmen der Nuklearen Teilhabe und Ausstattung mit dem konventionellen Abstandsflugkörper Taurus
Taktisches Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ Jagel einziger Verband mit dem RECCE Tornado; 2009 Reduzierung auf eine Aufklärer-Staffel, 2012/13 Übernahme von ECR-Tornados vom aufgelösten JaboG 32
Fliegerisches Ausbildungszentrum der Luftwaffe Holloman AFB,
New Mexico/USA
reiner Ausbildungsverband
Jagdbombergeschwader 34 „Allgäu“ Memmingen 2003 aufgelöst
Jagdbombergeschwader 38 „Friesland“ Jever 2005 aufgelöst
Deutsche Marine Marinefliegergeschwader 1 Jagel 1993 aufgelöst; erster Einsatzverband der Bundeswehr mit dem Tornado[32][33] Die Maschinen wurden von der Luftwaffe übernommen.
Marinefliegergeschwader 2 Eggebek 2005 aufgelöst
Rüstung Wehrtechnische Dienststelle 61 Manching Erprobung

Deutsche Tornados im Einsatz[Bearbeiten]

Der Tornado wurde von der deutschen Luftwaffe sowohl im Bosnien-Konflikt als auch im Kosovo-Krieg zu Aufklärungszwecken sowie für die Bekämpfung feindlicher Radarstellungen eingesetzt. Auf Anfrage der NATO war von der Bundesregierung ein zeitlich befristeter Aufklärungseinsatz zur Unterstützung der NATO-Partner in Afghanistan im Rahmen von ISAF beschlossen worden. Dieser wurde vom 20. April 2007 bis 27. November 2010 mit sechs beim Einsatzgeschwader Mazar-e Sharif in Mazar-e-Sharif stationierten Maschinen absolviert.[34][35]

Großbritannien[Bearbeiten]

Tornado GR.1 und F.2 1982

Verbände[Bearbeiten]

Ab Anfang der 1980er-Jahre wurde der GR.1 bei der RAF – und auch bei der RAF Germany – eingeführt. Ende des Jahrzehnts waren auf den Stützpunkten RAF Brüggen und RAF Laarbruch vier bzw. drei Jagdbomberstaffeln stationiert. Bereits Anfang der 1990er-Jahre wurden die ersten Maschinen aus RAF Laarbruch abgezogen, während die Maschinen in RAF Brüggen die letzten Flugzeuge der RAF überhaupt in Deutschland waren und noch während des Kosovokrieges 1999 Kampfeinsätze von Deutschland aus flogen. Die letzte Staffel verlegte erst 2001 zurück ins Vereinigte Königreich. Die Einsatzstaffeln mit dem Tornado GR.4 sind heute auf den Stützpunkten RAF Lossiemouth und RAF Marham stationiert. Die britische Regierung plant gegenwärtig die letzten Tornados 2019 auszumustern.[36]

Einheit Stationierungsorte Bemerkung
2 (AC) Squadron RAF Laarbruch Dezember 1988 bis November 1991
RAF Marham ab November 1991
aktiv
9 Squadron RAF Honington Juni 1982 bis Oktober 1986
RAF Brüggen bis Juli 2001
RAF Marham ab 2001
aktiv
12 Squadron RAF Lossiemouth Oktober 1993 bis März 2014
13 Squadron RAF Honington Januar 1990 bis Februar 1994
RAF Marham 1994 bis Mai 2011
14 Squadron RAF Brüggen November 1985 bis Januar 2001
RAF Lossiemouth 2001 bis Mai 2011
15 (Reserve) Squadron RAF Laarbruch Juli 1983 bis Dezember 1991
RAF Lossiemouth ab April 1992
bei der RAF Germany als Einsatzstaffel
in Schottland als GR.1/GR.4 Umschulstaffel
16 Squadron RAF Laarbruch Januar 1984 bis September 1991
17 Squadron RAF Brüggen März 1985 bis März 1999
20 Squadron RAF Laarbruch April 1984 bis Juli 1992
27 Squadron RAF Marham Mai 1983 bis Oktober 1993
31 Squadron RAF Brüggen September 1984 bis August 2001
RAF Marham ab 2001
aktiv
617 Squadron RAF Marham Januar 1983 bis 1994
RAF Lossiemouth 1994 bis März 2014
41 (Reserve) Squadron RAF Coningsby „Fast Jet and Weapons Operational Evaluation Unit“; Erprobungsstaffel[37]

Ab Ende der 1980er-Jahre wurden erst der F.2 und dann der verbesserte F.3 bei der RAF eingeführt. Die Flugzeuge waren unter anderem in RAF Coningsby in East Anglia, RAF Leeming in Yorkshire und RAF Leuchars bei St Andrews in Schottland stationiert. Die letzte Staffel Tornado F.3 wurde am 22. März 2011 auf dem Flugplatz RAF Leuchars außer Dienst gestellt, die Aufgaben werden fortan durch Mehrzweckkampfflugzeuge des Typs Eurofighter Typhoon FGR.4 wahrgenommen.

Ein weiterer Nutzer (in der folgenden Tabelle nicht aufgeführt) war die QinetiQ, deren Aufgaben ähnlich denen der deutschen WTD 61 sind. Diese Organisation nutzte in MOD Boscombe Down die Version F.3 noch bis Juli 2012.

Einheit Stationierungsorte Bemerkung
5 Squadron RAF Coningsby 1987 bis Januar 2003
11 Squadron RAF Leeming 1988 bis Oktober 2005
23 Squadron RAF Leeming November 1989 bis Februar 1994
25 Squadron RAF Leeming Oktober 1989 bis April 2008
29 Squadron RAF Coningsby 1987 bis Oktober 1998
43 Squadron RAF Leuchars September 1989 bis Juni 2009[38]
56 (Reserve) Squadron RAF Coningsby Juli 1992 bis April 2003
RAF Leuchars 2003 bis April 2008
war die F.3 Umschulstaffel
65 (Reserve) Squadron RAF Coningsby Dezember 1986 bis Juni 1992 Mitte 1992 Umbenennung in 56(R) Squadron
111 Squadron RAF Leuchars Januar 1990 bis März 2011

Britische Tornados im Einsatz[Bearbeiten]

Irak[Bearbeiten]
Tornado GR.4 der 15 Squadron über dem Irak

Im Rahmen der Operation Desert Storm (Operation Granby) stationierte Großbritannien im zweiten Golfkrieg ab August 1990 Tornados auf den saudischen Flugplätzen Tabuk (GR.1) und Dhahran (GR.1, GR.1A, ADV) sowie in Muharraq (GR.1) in Bahrain.[39]

Zu Beginn des Krieges griffen GR.1 zunächst mit JP233, ungelenkten 1.000-Pfund-Mk-83-Bomben und ALARM-Anti-Radar-Raketen vor allem Flugplätze und Luftverteidigungsstellungen an. Nach dem Verlust von sechs Maschinen änderte die Royal Air Force ihr Vorgehen und ließ ihre Flugzeuge statt im Tiefflug ausschließlich in größeren Flughöhen – und somit außerhalb der Reichweite gegnerischer Flugabwehrkanonen – operieren. Des Weiteren behob sie die fehlende Fähigkeit zum Einsatz von Präzisionsmunition, indem sie aus Großbritannien Blackburn B-103 Buccaneer ins Einsatzgebiet verlegte. Diese beleuchteten mit dem Pave Spike-Laser-Pod Ziele für Tornados, die mit Paveway-II-Bomben bewaffnet waren. Im weiteren Verlauf der Operation Desert Storm wurden kurzfristig Tornado GR.1 mit dem Thermal Imaging Airborne Laser Designator (TIALD)-Zielbeleuchter ausgerüstet, um selbstständig Ziele designieren und mit lasergesteuerten Bomben bekämpfen zu können.

Schwerpunkt des Einsatzes britischer GR.1A war die Luftaufklärung irakischer Scud-Systeme, die zum Schutz Saudi-Arabiens von Tornado ADV im Zusammenwirken mit saudischen Kräften betrieben wurde.

Tornado GR.4 beim Ausstoß von Flares

Im Rahmen der Operation Southern Watch wurden britische Tornados bis 2003 eingesetzt, um die Flugverbotszone über dem südlichen Irak durchzusetzen. Hierzu flogen Tornado ADV von der Prince Sultan Air Base in Saudi Arabien und GR.1, später GR.4, von der Ali Al Salem Air Base in Kuwait aus Einsätze.[40][41]

Am 16./17. Dezember 1998 beteiligte sich Großbritannien mit den in Kuwait stationierten Tornado GR.1 an der Operation Desert Fox. Gemeinsam mit amerikanischen Marschflugkörpern und Flugzeugen der United States Navy (USN) griffen diese Ziele im Irak an.[42]

Im dritten Golfkrieg ab März 2003 flogen britische GR.4 von Kuwait und Katar und Tornado ADV von Saudi-Arabien aus Einsätze im Rahmen der Operation Iraqi Freedom (Operation TELIC). Derzeit sind Tornado GR.4 in der 901 Expeditionary Air Wing, einem gemischten Einsatzverband, in der Al Udeid Air Base (Katar) zur Unterstützung der laufenden Irak-Operation stationiert.[43]

Seit August 2014 fliegen sechs Tornados, die normalerweise im britischen Marham stationiert sind, vom britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern zu Aufklärungsflügen über dem Irak. Seit dem 30.September 2014 sind sie dort auch an Kampfeinsätzen beteiligt.[44]

Südosteuropa[Bearbeiten]

Die RAF verstärkte mit ihren Tornado ADV ab 31. März 1993 die an der NATO-Operation Deny Flight zur Durchsetzung einer Flugverbotszone über Bosnien eingesetzten Kräfte.[45]

Während des Kosovokriegs kamen britische Tornados im Rahmen der Operation Allied Force zum Einsatz. Ab 4. April 1999 flogen sie aus Brüggen und ab 5. Juni 1999 aus Solenzara auf Korsika Angriffe gegen Serbien. Ihre Mission endete mit der Rückverlegung am 22. Juni 1999.[46]

Falklandinseln[Bearbeiten]

Zum Schutz der Falklandinseln betrieb die Royal Air Force ein gemischtes Einsatzgeschwader (905 Expeditionary Air Wing) auf dem Flugplatz RAF Mount Pleasant bei Stanley.[47] Als Beitrag zur luftgestützten Luftverteidigung waren dort bei der 1435 Flight vier Tornado ADV stationiert. Mitte September 2009 trafen vier Typhoon FGR.4 auf den Inseln ein, um die Tornados zu ersetzen.

Afghanistan[Bearbeiten]

Mitte 2009 ersetzte die RAF die in Kandahar, Afghanistan, stationierten Harrier durch acht Tornados. Die Luftfahrzeuge waren der 904 Expeditionary Air Wing als Jagdbomber und zur Luftaufklärung zugeordnet.[48]

Italien[Bearbeiten]

Tornados des 6º (rot), 36º (gelb) und 50º Stormo (blau) in ursprünglichen Farben, darunter Wüstentarnung 1991
A-200A Tornado der italienischen Luftwaffe auf der Pariser Luftfahrtschau 1991
Italienischer Recce-Tornado des 6º Stormo 2008 über Afghanistan

Verbände[Bearbeiten]

Vier Staffeln sind mit dem Kampfflugzeug ausgerüstet: Die 154º Gruppo (Staffel) des 6º Stormo (Geschwader) in Ghedi erhielt Ende August 1982 den ersten Tornado. Diese Jagdbomber-Staffel ist bis heute in Ghedi geblieben und kann im Rahmen der Nuklearen Teilhabe US-Atomwaffen einsetzen. Die 155º Gruppo war in den 1980er-Jahren zeitweise in Ghedi und in Istrana (51º Stormo) stationiert und kam 1991 auf den modernisierten Flugplatz Piacenza. Nach der Umrüstung auf ECR-Tornados wurde die Suppression of Enemy Air Defences (SEAD) ihr Hauptauftrag. Die 156º Gruppo war bis 2008 Teil des 36º Stormo im süditalienischen Gioia del Colle. Auch diese Staffel konnte Atomwaffen einsetzen. Ein weiterer Auftrag der Staffel war die Seekriegführung aus der Luft (Tactical Support of Maritime Operations). Im Zug der Stationierung der F-2000A Typhoon (Eurofighter) auf dem Flugplatz in Gioia del Colle wurde die 156º Gruppo im Juli 2008 nach Ghedi verlegt. Die 102º Gruppo flog bis in die 1990er-Jahre die F-104ASA „Starfighter“ und wurde dann von Rimini-Miramare (5º Stormo) nach Ghedi verlegt und umgerüstet. Sie ist für die Umschulung und Ausbildung der Piloten und Waffensystemoffiziere zuständig.

Von der britischen Royal Air Force leaste die italienische Luftwaffe zwischen 1994 und 2004 wegen der Verspätungen bei der Einführung des Eurofighters insgesamt 24 Tornado-F.3-Abfangjäger als Zwischenlösung. Diese wurden vorwiegend bei der 12º Gruppo/36º Stormo in Gioia del Colle eingesetzt. Nach dem Ablauf des Leasingvertrags schenkte die RAF dem italienischen Luftwaffenmuseum in Vigna di Valle einen Tornado ADV. Italien verzichtete zugunsten der F-16 und der nunmehr im Zulauf befindlichen F-2000A Typhoon auf eine Verlängerung des Leasingvertrages.

Einheit Stationierungsort Bemerkung
102º Gruppo/6º Stormo Ghedi A/TA-200A Tornado IDS; primär Ausbildungsaufgaben
154º Gruppo/6º Stormo Ghedi A/TA-200A Tornado IDS; primär Jagdbomber
155º Gruppo/50º Stormo Piacenza A/EA-200A/B Tornado IDS/ECR; primär SEAD
156º Gruppo/6º Stormo Ghedi (seit 1. Juli 2008) A-200A Tornado IDS; primär Aufklärung
12º Gruppo/36º Stormo Gioia del Colle Tornado F.3; 2004 Abgabe der Luftfahrzeuge

Italienische Tornados im Einsatz[Bearbeiten]

Italien stationierte im zweiten Golfkrieg IDS-Tornados in Abu Dhabi („Operazione Locusta“).[49] In den Luftkriegsoperationen gegen den Irak wurde ein Tornado abgeschossen. Die Besatzung geriet in Kriegsgefangenschaft.

1999 wurden durch Italien im Rahmen der Operation Allied Force 18 IDS- und vier ECR-Tornados eingesetzt.[50]

Die italienischen Luftstreitkräfte setzten ab November 2008 zwei Tornados von Mazar-e-Sharif aus als Aufklärungsflugzeuge in Afghanistan ein.[51] Im November 2009 wurde sie durch AMX abgelöst.

Saudi-Arabien[Bearbeiten]

Verbände[Bearbeiten]

Tornado F.3 der RSAF 1991

Saudi-Arabien ist der einzige Export-Kunde von Panavia. Im Rahmen der Al-Yamamah-Rüstungsverträge vereinbarten Saudi-Arabien und Großbritannien die Lieferung von Tornados für die Royal Saudi Air Force. Hersteller der Luftfahrzeuge ist BAE Systems. Es wurden von 1986 bis 1999 etwa 90 Tornado GR.1 (davon 6 GR.1A) von Großbritannien an Saudi-Arabien geliefert. 84 Maschinen sollen im Rahmen des Tornado (Capability) Sustainment Programme kampfwertgesteigert werden (Einführung GPS, verbesserte Cockpit-Anzeigen, neue Funkgeräte, Integration neuer Zielsysteme und Bewaffnung).[52] Stationiert sind die Jagdbomber und Aufklärer in Dhahran auf der King Abdullah Aziz Air Base.

Nutzer Einheit Stationierungsort Bemerkung
11 Wing 7 Squadron Dhahran zus. Aufklärungs- und Ausbildungsauftrag[53]
75 Squadron Dhahran -
83 Squadron Dhahran -
7 Wing 29 Squadron Tabuk einzige ADV-Staffel; Zulauf ab 1989
- 66 Squadron Dhahran aufgelöst

Saudische Tornados im Einsatz[Bearbeiten]

Tornados der Luftstreitkräfte Saudi-Arabiens wurden im zweiten Golfkrieg vom Flugplatz Dhahran aus sowohl in der Luft-Luft-, als auch in der Luft-Boden-Rolle eingesetzt.[54] Im November 2009 führte Saudi-Arabien unter anderem mit Tornados Luftangriffe gegen Rebellen im Jemen durch.[55]

Verluste[Bearbeiten]

Alle Nutzerstaaten des Tornados erlitten im Friedens- und Ausbildungsflugbetrieb zahlreiche Verluste durch Boden- und Flugunfälle, bei denen sich zwar meist die Besatzungen dank des ausgereiften Schleudersitzes[56] retten konnten, zahlreiche Soldaten aber auch ihr Leben ließen. Allein die Anzahl deutscher Tornados verringerte sich seit der Einführung bereits um etwa 45 Maschinen.[57] Bereits vor der operativen Nutzung stürzte am 16. April 1980 in der Nähe von Geiselhöring ein Prototyp ab, wobei beide Testpiloten ums Leben kamen. Den letzten Totalverlust eines Tornados im Rahmen des Ausbildungsflugbetriebs mit Verlust der Besatzung hatte die Royal Air Force zu beklagen. Am 3. Juli 2012 verunglückten zwei Tornado GR4 über der schottischen Ostküste (Moray Firth). Eine Crew konnte gerettet werden, die andere gilt bisher als vermisst.[58]

Unfallursachen ließen sich in wenigen Fällen ausschließlich auf technisches Versagen zurückführen, meist wurden die Absturzgründe den Besatzungen angelastet. Seitens der Piloten sind dies zum Beispiel räumliche Desorientierung oder falsche Aufmerksamkeitsverteilung und seitens der Organisation beispielsweise Ausbildungsdefizite[59] oder fehlende Ausrüstung,[60] die neben Überschreitungen der Leistungsparameter des Flugzeugs oder durch Einschränkungen der Avionik zu Unglücken führen können. Doch selbst bei – auf den ersten Blick – eindeutigen „Pilotenfehlern“ zeigten Flugunfalluntersuchungen, dass sich – wie auch bei anderen Waffensystemen – häufig kein klares, alleiniges Fehlverhalten als Ursache definieren ließ, sondern fast immer eine Kombination aus mehreren Faktoren zum Unfall oder Zwischenfall führte. Insgesamt ist das Verhältnis von Flugstunden zu Unfällen beim Tornado jedoch mit dem anderer westlicher militärischer Luftfahrzeuge vergleichbar.[61][62]

Häufigste Ursache für Verluste von britischen, italienischen und saudi-arabischen Tornados in Kampfhandlungen war der Beschuss durch (in der Regel gegnerische) Flugabwehr. Zuletzt wurde im März 2003 jedoch ein Tornado der Royal Air Force unbeabsichtigt durch ein amerikanisches Flugabwehrraketensystem MIM-104 Patriot abgeschossen.[63]

Der letzte Absturz eines Tornados der Bundeswehr (Taktisches Luftwaffengeschwader 33) ereignete sich am 16. Januar 2014 gegen 21:30 Uhr bei Laubach (Eifel) nahe der A48. Die Maschine befand sich dabei im Landeanflug auf den Fliegerhorst Büchel, bevor sie etwa 4km vor der Landebahn vom Radar verschwand [64]. Beide Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten.[65]

Vergleichbare Typen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bundesministerium der Verteidigung: Weißbuch 2006 zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr, Berlin 2006.
  • Paul Eden & Soph Moeng: Moderne Militärflugzeuge. Bassermannverlag, München 2003, ISBN 3-8094-1532-4.
  •  Walter Jertz: Tornado. Technik Taktik Einsatz. 1. Auflage. Bernard & Graefe, Bonn 2005, ISBN 3-7637-6256-6, DNB 971461058.
  • Francis K. Mason: Tornado. Entwicklung - Technik - Einsatz. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-613-01286-3.

Siehe auch[Bearbeiten]

Ausgestellte Exemplare[Bearbeiten]

Inzwischen können bereits einige Tornados in Museen besichtigt werden, Exemplare der Luftwaffe zum Beispiel im Militärhistorischen Museum Flugplatz Berlin-Gatow und in der Flugwerft Schleißheim bei München (Deutsches Museum FWS) sowie im bulgarischen Nationalen Militärhistorischen Museum in Sofia, zwei der Marine (MFG 2) im Aeronauticum südlich Cuxhavens. Ein Exemplar wurde 2008 in der Siegburger Brückberg-Kaserne aufgestellt, ebenso steht ein Tornado auf dem Gelände des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck unweit der Offizierschule der Luftwaffe. Der 6. Prototyp mit der Werknummer 06 ist in der Flugausstellung Hermeskeil zu sehen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Panavia Tornado – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Luftwaffe[Bearbeiten]

Royal Air Force[Bearbeiten]

Aeronautica Militare[Bearbeiten]

Royal Saudi Air Force[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Julia Alexa Israel: Tornado – Rückgrat des Westens wird 30. auf der Website der Luftwaffe, Stand: 6. Dezember 2006, eingesehen am 8. Januar 2009
  2. a b c d e f The birth of Tornado. Royal Air Force Historical Society, 2002 Postcombe, ISBN 0-9530345-0-X
  3. NETMA auf der Transformation Network Website der NATO; eingesehen am 21. August 2009
  4. a b Jertz: Tornado. 2005, S. 101.
  5.  Wie auf einer Rakete. In: Der Spiegel. Nr. 19, 1976 (online).
  6. Tornados der RSAF auf tornado-data.com; eingesehen am 8. Januar 2008
  7. Tornado gets Wild Weasel chance (PDF) in: flightglobal, 10. September 1988
  8. a b c Tornado ECR – Archived 03/2003. (Microsoft Word, 64 kB) In: Forecast International (engl.)
  9. Deutscher Bundestag: Drucksache 13/5571, 23. September 1996
  10. Panavia-Website eingesehen am 8. Januar 2009
  11. ATP-56
  12. Vicon 78 auf International 14.–20. November 1990 (PDF; 1,48 MB; engl.)
  13. Mk. 10A auf der Website der Martin-Baker Aircraft Co. Ltd.
  14. Strategie und Technik 04/07 (PDF; 336 kB)
  15. Beschreibung der Upgrades auf der Herstellerwebsite; eingesehen am 1. Januar 2010
  16. Artikel in: Aktuell – Zeitung für die Bundeswehr . 48. Jahrgang, Nr. 27 vom 16. Juli 2012, S.8. ISSN: 1618-9086
  17. Tornado ADV auf der offiziellen Website der RAF; eingesehen am 8. Januar 2009
  18. Beschreibung der erweiterten Fähigkeiten durch das CSP auf der Website von Panavia; eingesehen am 5. Januar 2009
  19. Tornado F3 auf der Website der RAF; eingesehen am 9. Januar 2009
  20. British Military Aviation in 1997 auf der Website des RAF Museum; eingesehen am 1. Februar 2009
  21. Tornado GR.4 boosts front-line auf Aviation-News; eingesehen am 1. Februar 2009
  22. Beschreibung des Tornado GR.4(A) auf der Website von BAE Systems; eingesehen am 11. Januar 2009
  23. Bericht auf Janes.com, eingesehen am 28. Februar 2014
  24. Bericht auf der Webseite der Bundeswehr, eingesehen am 16. August 2013
  25. Bundestagsdrucksache 16/2456 vom 25. August 2006 (PDF; 176 kB)
  26. Ausphasung des MW-1 mit Minenbeladung der italienischen Luftstreitkräfte (PDF; 1,1 MB) auf der Website der landmine action
  27. Amtlicher Bericht des britischen Parlaments vom 25. Oktober 1999 auf publications.parliament.uk, eingesehen am 23. November 2008
  28. Bericht auf der Homepage des FOIA (Freedom Of Information Act) Centre, eingesehen am 23. November 2008
  29. RecceLite der Luftwaffe auf der Website der Luftwaffe; eingesehen am 21. September 2009
  30. Minister de Maizière billigt Umrüstung. In: www.bmvg.de. 21. Oktober 2011, abgerufen am 25. Oktober 2011 (deutsch).
  31. Einführung des Tornados auf der Website der Luftwaffe; eingesehen am 8. Januar 2009
  32. Geschichte der Marinefliegergeschwader auf der Website des Bundesarchivs; eingesehen am 8. Januar 2009
  33. Marinefliegergeschwader 1 auf fly-navy-de eingesehen am 8. Januar 2009
  34. Artikel bei Luftwaffe.de
  35. Pressemitteilung Tornados haben Afghanistan verlassen vom 27. November 2010 auf der Webseite der Luftwaffe; eingesehen am 29. November 2010
  36. Craig Hoyle: UK Tornado fleet to retire in 2019, says BAe. 2. August 2012, abgerufen am 2. August 2012.
  37. 41(R) Squadron auf der Website der RAF; eingesehen am 9. Januar 2009
  38. Pressemitteilung „No 43 (Fighter) Squadron Disbanded“ auf der Website der RAF; eingesehen am 15. Juli 2009
  39. Aufstellung der Kräfte der Royal Air Force auf der Website der RAF; eingesehen am 1. Februar 2009
  40. Memorandum submitted by the Ministry of Defence (20 March 2000) auf fas.org; eingesehen am 1. Februar 2009
  41. War in Iraq – Forces: U.S. & Coalition/RAF auf CNN.com; eingesehen am 1. Februar 2009
  42. British Military Aviation in 1998 auf der Website des Royal Air Force-Museum; eingesehen am 1. Februar 2009
  43. British Military Aviation in 2003 auf der Website des Royal Air Force-Museum; eingesehen am 1. Februar 2009
  44. Spiegel Online Eingesehen am 1. Oktober 2014
  45. British Military Aviation in 1993 auf der Website des Royal Air Force-Museum; eingesehen am 1. Februar 2009
  46. British Military Aviation in 1999 auf der Website des Royal Air Force-Museum; eingesehen am 1. Februar 2009
  47. Die 905 Expeditionary Air Wing auf der Website des britischen Verteidigungsministerium; eingesehen am 9. Januar 2009
  48. Die 904 Expeditionary Air Wing auf der Website der RAF; eingesehen am 14. Januar 2010 (engl.)
  49. Aufstellung der an der Operation Desert Storm beteiligten Kräfte auf der Website der Royal Air Force; eingesehen am 30. Januar 2009
  50. Operation ALLIED FORCE - Kosovo Order of Battle auf Globalsecurity.org; eingesehen am 31. Januar 2009
  51. Four Italian Tornados head for Afghanistan auf Flightglobal.com; eingesehen am 14. Januar 2010 (engl.)
  52. Zusammengefasste Jane’s-Meldung zur Kampfwertsteigerung saudischer Tornados
  53. Die Luftstreitkräfte Saudi-Arabiens (PDF; 356 kB) in „Flight International“ 2.–8. December 1998 auf flightglobal.com (engl.)
  54. Aufstellung der an der Operation Desert Storm beteiligten Kräfte auf der Website der Royal Air Force; eingesehen am 30. Januar 2009
  55. Pressemeldung – Saudi jets 'attack Yemen rebels vom 5. November 2009 auf der Website der BBC; eingesehen am 14. Januar 2010 (engl.)
  56. Auflistung erfolgter Ausschüsse aus dem Tornado
  57. Übersicht über Unfälle deutscher Militärluftfahrzeuge
  58. Two missing after two RAF Tornados crash in Moray Firth auf BBC News vom 3. Juli 2012; eingesehen am 18. Juli 2012
  59.  Ganz ruhig, okay. In: Der Spiegel. Nr. 40, 2002 (online).
  60.  Gefahr im Tornado. In: Der Spiegel. Nr. 29, 2003 (online).
  61. Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode, Drucksache 14/4867 (PDF, 910 kB)
  62. Verlustraten der RAF
  63. BBC News vom 9. April 2004
  64. Piloten überleben Crash - Suche nach Ursache des Tornado-Absturzes läuft abgerufen bei SWR.de am 18. Januar 2014. Zitat des Geschwaderkommodore: "[...] Das Luftfahrzeug befand sich [...] auf dem Endanflug zum Zwecke der Landung auf den Flugplatz, hier in Büchel; die Maschine war noch etwa 4-5 Kilometer entfernt, ist dann von den Radarbildschirmen verschwunden. [...]"
  65. Kampfflugzeug: Bundeswehr-Tornado in der Eifel abgestürzt - Panorama - Süddeutsche.de. In: sueddeutsche.de. Abgerufen am 16. Januar 2014.