Strudengau
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Als Strudengau wird das enge, mäandernde Tal der Donau von Ardagger Markt bis Ybbs an der Donau in Niederösterreich bezeichnet. Die touristische Bezeichnung der Region lautet Donauland Strudengau und bezieht auch Teile von Oberösterreich mit ein.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage und Begrenzung
Flussaufwärts wird der Strudengau vom Machland und flussabwärts vom Nibelungengau begrenzt. Bis Sarmingstein, einem Ort in der Gemeinde Sankt Nikola an der Donau, ist das nördliche Flussufer oberösterreichisches Gebiet und gehört zur Böhmischen Masse. An die niederösterreichische Seite des Südufer reichen das Plateau von Neustadtl an der Donau, auch ein Teil der Böhmischen Masse, und der Hengstberg (571 m) heran.
[Bearbeiten] Zum Namen und der Geschichte
Seinen Namen hat der Strudengau von den vielen gefährlichen Strudeln und Untiefen. Er galt daher früher bei den Schiffern als einer der gefährlichsten Donauabschnitte. Diese tragisch-berühmte Donaustrecke durch den "Wirbel und Strudel" kannten schon die beiden Diözesanheiligen Florian und Severin. Die erste schriftliche Nennung dieses Abschnittes erfolgte im Zusammenhang mit einem Unglücksfall: Im Jahr 926 ertrank der Freisinger Bischof Dracolfus in den reißenden Fluten. Auf dieser Strecke musste sich Bischof Wolfgang auf einer seiner Visitationsreisen (ab 976) nach Zvisila (Wieselburg) kundigen Lotsen anvertrauen. Die Kreuzfahrer-Heere mussten diese Strecke passieren.
Die Bezeichnung "Friedhof-Lacke" für die Ertrunkenen und Angeschwemmten zwischen St. Nikola und Struden erinnert noch heute an die Gefährlichkeit des Donauwirbels.Nach und nach wurde durch Regulierungsmaßnahmen der Fluss gezähmt. 1770 und 1780 begann die Beseitigung besonders gefährlicher Felsen an der "Bösen Beuge" (Persenbeug), der Greiner Strudel und der Wirbel im Strudengau. Weitere Sprengungen folgten Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei unter anderem das gefürchtete "Schwalleck" des Greiner "Struden" gesprengt wurde. Dank des Rückstaus des Kraftwerk Ybbs-Persenbeugs (1957) ist dieses Problem gelöst. Dadurch ist auch die Wildheit und Romantik dieses Donautals leiser geworden. Ungebrochen hingegen ist die landschaftliche Schönheit.
[Bearbeiten] Orte und Ortschaften
- Ardagger
- Grein
- Sankt Nikola an der Donau
- Sarmingstein
- Hirschenau
- Struden
- Persenbeug
- Wörth (Insel)
[Bearbeiten] Verkehr
Siehe auch: Liste der Donaubrücken
Der Donauradweg lädt zum Radfahren und Wandern entlang des Flusses ein.
[Bearbeiten] Weblinks
- Franz Schmutz, Die Botschaft eines Jubiläums - 850 Jahre Stiftsgründung Waldhausen (1147 - 1997), in: Neues Archiv für die Geschichte der Diözese Linz, 12. Jahrgang, Heft 2, Linz 1998/99, S 24f (PDF-Datei; 4,53 MB)
- Kulturforum Donauland-Strudengau
- Sage: Der Donaufürst im Strudengau
- Sage: Der Dank der Donaunixe im Strudengau

