Wieselburg

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Dieser Artikel behandelt Wieselburg in Niederösterreich, zum gleichnamigen ungarischen Ort siehe Moson
Wieselburg
Wappen von Wieselburg
Wieselburg (Österreich)
Wieselburg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Scheibbs
Kfz-Kennzeichen: SB
Fläche: 5,42 km²
Koordinaten: 48° 8′ N, 15° 8′ O48.13333333333315.138888888889269Koordinaten: 48° 8′ 0″ N, 15° 8′ 20″ O
Höhe: 269 m ü. A.
Einwohner: 3.772 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 696 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3250
Vorwahl: 07416
Gemeindekennziffer: 3 20 16
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 26
3250 Wieselburg
Website: www.wieselburg.at
Politik
Bürgermeister: Günther Leichtfried (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(23 Mitglieder)
14 SPÖ, 7 ÖVP-Liste, 2 FPÖ
Lage der Stadt Wieselburg im Bezirk Scheibbs
Gaming Göstling an der Ybbs Gresten Gresten-Land Lunz am See Oberndorf an der Melk Puchenstuben Purgstall an der Erlauf Randegg Reinsberg (Niederösterreich) Scheibbs St. Anton an der Jeßnitz St. Georgen an der Leys Steinakirchen am Forst Wang Wieselburg Wieselburg-Land Wolfpassing NiederösterreichLage der Gemeinde Wieselburg im Bezirk Scheibbs (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Wieselburg ist eine Stadtgemeinde mit 3772 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Bezirk Scheibbs in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Wieselburg liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Stadtgemeinde Wieselburg umfasst 5,43 Quadratkilometer. 7,25 % der Fläche sind bewaldet. Die Stadt liegt am Zusammenfluss der Kleinen und der Großen Erlauf.

Die Stadtgemeinde Wieselburg hat keine weiteren Katastralgemeinden. Neben der Stadtgemeinde gibt es noch die Dorfgemeinde Wieselburg-Land.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Bergland (Bez. Melk) Petzenkirchen (Bez. Melk)
Nachbargemeinden Bergland (Bez. Melk)
Wieselburg-Land
Wieselburg und Petzenkirchen sind zwischen Wieselburg-Land und Bergland eingebettet, sodass letztere beiderseits angrenzt

Geschichte[Bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Wieselburg ein Teil der Provinz Noricum. Im österreichischen Kernland Oberösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. Der Name Wieselburg stammt von der Lage, denn „zwisila“ im Althochdeutschen und „zwisel“ im Mittelhochdeutschen, bedeuten „Zusammenfluss“. Am „Zwisel“ der beiden Flüsse, der großen und der kleinen Erlauf, wurde 976 eine Burg errichtet, in der sich auch eine Wehrkirche (Wieselburger Oktogon) befand. 1848 entstand die politische Gemeinde. 1913 kam es zur Vereinigung des Marktes Wieselburg mit Teilen der Ortsgemeinde Mitterwasser (mit Berg und Schacha) und der Ortsgemeinde Rottenhaus. Im Mai 1976 wurde die Marktgemeinde Wieselburg zur Stadt erhoben.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Das Rathaus von Wieselburg

Bürgermeister der Stadtgemeinde ist Günther Leichtfried (SPÖ), Amtsleiterin Gudrun Lasselsberger.

Gemeinderatswahl 2005[Bearbeiten]

Bei der am 6. März 2005 durchgeführte Gemeinderatswahl wurden 2.219 Stimmen abgegeben. 36 Stimmzettel waren ungültig. Von den 2.183 gültig abgegebenen Stimmen ergibt sich folgende Mandatsverteilung:

Partei Stimmen Mandate
SPÖ 1.428 16
ÖVP 676 7
FPÖ 79 0

Gemeinderatswahl 2010[Bearbeiten]

Bei der am 14. März 2010 durchgeführten Gemeinderatswahl wurden 2.412 Stimmen abgegeben. 54 Stimmzettel waren ungültig. Von den 2.358 gültig abgegebenen Stimmen ergibt sich folgende Mandatsverteilung:

Partei Stimmen Mandate
SPÖ 1.449 14
ÖVP-Liste 682 7
FPÖ 227 2

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1996 hat Wieselburg eine Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde Kreiensen im Landkreis Northeim in Deutschland.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bahnhof Wieselburg an der Erlauf
nächtlicher Blick auf die Brauerei

Zu den bedeutendsten Betrieben der Stadt zählt neben dem größten Arbeitgeber im Bezirk Scheibbs, der ZKW Lichtsysteme GmbH (2000 Mitarbeiter[1]; Stand April 2012) die Brauerei Wieselburg.

Überregionale Bedeutung hat seit 1928 auch die einwöchige Wieselburger Inter-Agrar mit Volksfest, (eine landwirtschaftliche Messe), die als größte Messe Niederösterreichs mit über 300.000 Besuchern und 550 Ausstellern gilt und jedes Jahr Ende Juni stattfindet. Schwerpunkte sind die Bereiche Bauen und Wohnen und im landwirtschaftlichen Teil die Themen Tierhaltung, Grünlandwirtschaft sowie seit 2006 Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energie. Daneben finden auf dem Messegelände Wieselburg über das ganze Jahr verteilt Veranstaltungen statt wie die Bau & Energie Messe oder die Ab Hof Wieselburg.

Seit April 2003 gibt es ein Einkaufszentrum im Zentrum der Stadt namens City Center Wieselburg mit einer Einzelhandelsfläche von 8000 m² und einem Parkplatz mit 220 Stellplätzen.

2009 wurden durch die Gründung des Technologiezentrums Wieselburg-Land[2] ein Teil der Bioeenergiekompetenzen Österreichs an einem Standort gebündelt (Bioenergy 2020+).

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 221, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 10. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1.623. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,6 Prozent.

Mit seiner Fachhochschule (Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt),[3] dem Gymnasium, der Haupt-, Volks-, Musikschule und der Höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Landwirtschaft, dem Francisco Josephinum (in Wieselburg-Land) ist Wieselburg außerdem als „Schulstadt“ bekannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Oktogon mit Wandmalereien in der Pfarrkirche
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wieselburg

Bauwerke[Bearbeiten]

Historische Bedeutung hat vor allem das Wieselburger Oktogon, eines der bedeutendsten Bauwerke der Babenberger Zeit, in der Pfarrkirche. Die Kirche entstand um 1000, wurde um 1500 erweitert. 1706 trat das Stift Mondsee die Pfarre Wieselburg an den Passauer Bischof ab. Mit der Gründung der Diözese St. Pölten im Jahre 1785 wurde Wieselburg landesfürstliche Pfarre. In den Jahren 1953 bis 1958 wurde die Kirche in Wieselburg ausgebaut.

Das Schloss Wieselburg wurde im 13. Jahrhundert errichtet und beherbergt heute das Museum für Ur- und Frühgeschichte.[4]

Das Studiengebäude der Fachhochschule Wiener Neustadt Campus Wieselburg, ein mehrgeschoßiger Niedrigenergie-Holzbau, liegt direkt an der Ortseinfahrt.

Im Schloss Rottenhaus befindet sich das Verwaltungsgebäude der Landwirtschaftlichen Bundesversuchwirtschaft GmbH.[5]

Daneben gibt es Schloss Perzelhof[6]

Parks[Bearbeiten]

Im Zentrum von Wieselburg befindet sich der Schlosspark.

Die Figuren des Parkes stellen Hauptflüsse der Monarchie – Raab, Mur, Traun, Salzach und Enns − dar. Sie wurden in der Zeit des Zweiten Weltkrieges von der Stadt Wien nach Wieselburg gebracht, doch die Originale kehrten 1986 nach Wien (Albertina) zurück, die im Schlosspark aufgestellten Figuren sind Abgüsse.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wieselburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.pressekat.de/pm-148957-ZKW+mit+Erfolgsbilanz.html
  2. Eröffnung des Technologiezentrums Wieselburg-Land, noe-news.at, 15. November 2009
  3. Fachhochschule Wiener Neustadt Campus Wieselburg
  4. Eintrag über Schloss Wieselburg auf Burgen-Austria
  5. Eintrag über Schloss Rottenhaus auf Burgen-Austria
  6. Eintrag über Schloss Perzelhof auf Burgen-Austria