Swona

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Swona
Swona von South Ronaldsay aus gesehen
Swona von South Ronaldsay aus gesehen
Gewässer Nordsee
Inselgruppe Orkneyinseln
Geographische Lage 58° 44′ 32″ N, 3° 3′ 26″ W58.742222222222-3.057222222222241Koordinaten: 58° 44′ 32″ N, 3° 3′ 26″ W
Swona (Orkney)
Swona
Länge 2 km
Breite 1 km
Fläche 92 ha
Höchste Erhebung Warbister Hill
41 m
Einwohner (unbewohnt)

Swona (altnordisch Swefney) Schweine-Insel, ist die südlichste, heute unbewohnte Insel der Orkney. Sie liegt südwestlich des Ortes Burwick auf Höhe der Südspitze von South Ronaldsay. Die gefährlichen Gezeitensprünge und der Nebel im Pentland Firth haben die Küsten der Insel insbesondere vor Nutzung des Radars zum Schiffsfriedhof gemacht. Automatische Leuchttürme stehen daher noch heute an beiden Enden der Insel.

Für Wild und verwilderte Haustiere ist die Insel ein reizvolles Eiland. Dessen Gras besteht im Sommer aus einem Floor von Wildblumen. Dass die Insel bereits prähistorisch bewohnt war, zeigt ein Passage tomb des Orkney-Cromarty-Typs an, ein so genannter Stalled Cairn. Es hatte eine ungewöhnlich lange, am Meer gelegene Kammer, die heute durch Erosion stark gestört ist.

Swona war wegen seiner fruchtbarer Böden auch in der Wikingerzeit besiedelt. Überliefert ist ein Mann namens Grim, dessen Söhne Asbjorn und Margad Gefolgsleute Sweyn Asleifssons waren. Kurz vor dem Julfest des Jahres 1133 n. Chr. wurde Sweyns Vater Olaf von Olvir Rosta und seinen Männern getötet, die sein Haus in Duncansby niederbrannten. Sweyn der später zu einem berühmten Krieger wurde (The Ultimate Viking) und die Söhne Grims entkamen auf ihre Heimatinsel Swona.

Die Insel, vor der auch ein Schiff in Seenot geriet auf dem Robert Louis Stevenson mitreiste, wurde 1974 von den letzten Bewohnern verlassen und steht weitgehend unter Naturschutz. Sie wird von dem jetzigen Besitzer nicht genutzt.

Am südlichen Ende der Insel liegen die Ost-West orientierten Reste eines Cairns des Orkney-Cromarty Typs (Stalled Cairn). Das meiste Cairnmaterial ging durch Küstenerosion verloren, aber sieben aufrechte Platten sind erhalten; einige mit Satteldachform. Die höchsten sind 1,4 m hoch. Die Überreste deuten auf eine 16,5 m lange Megalithanlage.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hamish Haswell-Smith: The Scottish Islands. A comprehensive guide to every Scottish Island. Canongate, Edinburgh 2004, ISBN 1-84195-454-3.

Weblinks[Bearbeiten]