Töw-Aimag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Töw-Aimag
Төв Аймаг
Wappen des Töw-Aimag Flagge des Töw-Aimag
Wappen des Töw-Aimag Flagge des Töw-Aimag
Manzushir.jpg
Die Ruinen des Klosters Mandsushir bei Dsuunmod
Gegründet: 1931
Hauptort: Dsuunmod
Fläche: 74.000 km²
Einwohner: 99.268 (2000)
Bev.-dichte: 1,34 Einw./km²
Telefonvorwahl: +976 (0)127
KFZ-Kennzeichen:
ISO 3166-2: MN-047
Offiz.  Website: www.tuv.gov.mn
China Russland Orchon-Aimag Darchan-Uul-Aimag Gobi-Sümber-Aimag Ulaanbaatar Dornod-Aimag Süchbaatar-Aimag Chentii-Aimag Töw-Aimag Dund-Gobi-Aimag Dorno-Gobi-Aimag Ömnö-Gobi-Aimag Bajanchongor-Aimag Gobi-Altai-Aimag Chowd-Aimag Bulgan-Aimag Archangai-Aimag Chöwsgöl-Aimag Dsawchan-Aimag Uws-Aimag Bajan-Ölgii-Aimag Öwörchangai-Aimag Selenge-AimagLage des Töw-Aimags
Über dieses Bild
Lage des Töw-Aimags in der Mongolei

Der Töw-Aimag (mongolisch Төв Аймаг, Zentral-Aimag) ist ein Aimag (Provinz) in der Mongolei.

Die eigenständig verwaltete Hauptstadt Ulaanbaatar liegt als Enklave innerhalb dieses Aimags.

Geographie[Bearbeiten]

Der Aimag umfasst den westlichen Teil des Chentii-Gebirges, die Berge rings um die Hauptstadt, sowie im Süden und Westen Flächen von vorwiegend hügeliger Steppe. Der wichtigste Wasserlauf ist der Tuul Gol, welcher durch Ulaanbaatar fließt und später in den Orchon mündet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Der Töw-Aimag wird vorwiegend von Khalka-Mongolen bewohnt, es gibt aber auch kleine Gruppen von ethnischen Kasachen und Barga.

Verkehr[Bearbeiten]

Der zentrale Verkehrsknotenpunkt liegt in der Enklave Ulaanbaatar, welches den größten Bahnhof der Transmongolischen Eisenbahn und den Chinggis Khaan International Airport beherbergt. Einen kleinen Flugplatz mit einer unbefestigten Landebahn gibt es auch in der Aimag-Hauptstadt Dsuunmod.

Kultur[Bearbeiten]

Mandsushir Chiid in der Nähe von Zuunmod im Bogdkhaan Uul Nationalpark. Es wurde 1733 gegründet und beherbergte 20 Tempel und 300 Mönche. Das meiste davon wurde 1932 von den Kommunisten zerstört. Der letzte Tempel wurde nach der Demokratisierung wieder restauriert und enthält nun ein kleines Museum.

In der Region befindet sich ein Reiterstandbild des Dschingis Khan, das mit einer Höhe von rund 40 Metern die derzeit höchste Reiterstatue der Welt ist (Stand: 2011).[1]

Nationalparks[Bearbeiten]

Der Gorchi-Tereldsch-Nationalpark wurde 1993 gegründet. Er umfasst einen Teil des Chentii-Gebirges. Besonders bekannt ist er für seine teilweise spektakulären Felsformationen, darunter ein Fels, welcher aus der richtigen Perspektive wie eine riesige Schildkröte aussieht. Die Landschaft ist von alpinem Charakter, mit Lärchen- und Kiefernwäldern, sprudelnden Bergbächen und einer sehr vielseitigen Flora und Fauna.

Im Nationalpark Chustain Nuruu etwa 120 km südwestlich von Ulaanbaatar wurden ab 1993 die ursprünglichen Wildpferde Takhi (Przewalski-Pferd) der Mongolei wieder ausgesetzt. Das Projekt ist sehr erfolgreich und die Tiere haben sich zu einer Attraktion sowohl für Wissenschaftler wie für Touristen entwickelt.

Der Berg Bogd Khan Uul südlich von Ulaanbaatar gilt schon seit 1778 als Schutzgebiet, da er als heilig angesehen wurde. Im Sozialismus wurde er auch formell zum Nationalpark erhoben. Dadurch wurde die Zersiedelung der Landschaft rings um die Hauptstadt in südlicher Richtung verhindert.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Die Sum des Töw-Aimag (englische Schreibweise der Namen)
Die Sum des Töw-Aimag [2][3]
Sum Mongolisch Bevölkerung
1980
Bevölkerung
1986
Bevölkerung
1992
Bevölkerung
1998
Bevölkerung
2005
Bevölkerung
2007
Gesamt Sum Zentrum
Altanbulag Алтанбулаг 2.701 2.857 3.357 3.622 3.104 3.079 1.427
Archust Архуст 1.431 2.006 2.260 2.086 1.671 1.371 516
Argalant Аргалант 1.530 1.941 2.689 2.505 1.892 1.955 916
Bajan Баян 2.847 3.385 2.903 2.575 2.062 2.093 1.166
Bajanchangaj Баянхангай 1.357 2.062 2.270 1.693 1.498 1.401 746
Bajandelger Баяндэлгэр 2.506 2.600 2.655 2.203 1.226 1.165 580
Bajandschargalan Баянжаргалан 1.377 1.302 1.718 1.788 1.583 1.623 609
Bajantschandman Баянчандмань 3.244 4.059 4.769 3.641 3.268 3.322 1.311
Bajantsogt Баянцогт 3.505 3.575 3.987 3.406 1.890 2.020 958
Bajan-Öndschüül Баян-Өнжүүл 2.759 2.621 2.918 2.817 2.538 2.560 579
Bajantsagaan Баянцагаан 2.128 2.236 2.683 2.737 2.369 2.173 988
Batsümber Батсүмбэр 5.390 5.810 6.505 6.786 6.358 6.525 2.325
Bornuur Борнуур 3.816 4.031 5.145 4.454 4.372 4.693 3.233
Büren Бүрэн 2.714 2.718 3.452 3.624 3.303 3.209 614
Delgerchaan Дэлгэрхаан 2.006 1.867 2.294 2.499 2.033 2.016 635
Dschargalant Жаргалант 4.218 4.941 6.038 5.975 5.798 5.781 2.156
Erdene Эрдэнэ 4.523 4.365 4.067 3.485 3.424 3.607 1.398
Erdenesant Эрдэнэсант 3.472 4.735 5.757 5.855 5.011 5.010 1.893
Lün Лүн 2.644 2.400 3.245 3.151 2.595 2.515 1.302
Möngönmort Мөнгөнморьт 2.091 2.099 2.363 2.197 1.923 1.902 908
Öndörschireet Өндөрширээт 2.111 2.112 2.471 2.525 1.927 2.006 582
Sergelen Сэргэлэн 2.490 2.280 2.831 2.422 1.855 1.884 199
Sümber Сүмбэр 1.133 1.608 2.265 2.210 1.637 1.646 690
Tseel Цээл 2.318 2.728 3.605 3.988 2.513 2.352 1.568
Ugtaal Угтаал 3.366 4.003 5.007 4.139 2.397 2.274 1.413
Zaamar Заамар 2.354 3.030 4.002 5.645 5.721 5.816 1.494
Zuunmod Зуунмод 9.649 12.739 20.285 16.037 14.600 14.830 14.568

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Genghis Khan Equestrian Statue. In: Atlas Obscura. Abgerufen am 31. Mai 2011 (englisch).
  2. Töv aimag statistic office (PDF (Version vom 28. Mai 2008 im Internet Archive))
  3. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/202.131.5.91Töv Aimag Population Annual Report 2007