T-Bone Burnett

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T-Bone Burnett (2007)

Joseph Henry „T-Bone“ Burnett (* 14. Januar 1948 in St. Louis) ist ein US-amerikanischer Rock-Sänger, -Gitarrist und -Produzent.

Karriere[Bearbeiten]

Burnett wuchs in Fort Worth (Texas) auf, wo er schon bald mit Blues- und R&B-Musik in Berührung kam. Wenig später eröffnete er sein eigenes Tonstudio und begann, in verschiedenen Blues-Bands der Umgebung aufzutreten. Anfang der 70er Jahre zog er nach Los Angeles, wo er Sessions von Glen Clark und Delbert McClinton produzierte. 1972 veröffentlichte er sein Solo-Debüt The B-52 Band & the Fabulous Skylarks.

Danach tourte Burnett eine Zeit lang mit Delaney & Bonnie, später mit Bob Dylan unter anderem in dessen Rolling Thunder Revue. 1976 gründete er zusammen mit David Mansfield und Steve Soles, Kollegen aus Dylans Begleitgruppe, The Alpha Band, die 1977 und 1978 drei Alben veröffentlichte und sich dann wieder auflöste.

Burnett begann sich nun auf seine Solo-Karriere zu konzentrieren, und 1980 kam sein zweites Solo-Werk Truth Decay auf den Markt. Er wechselte zu Warner Brothers Records, wo er 1982 die EP Trap Door aufnahm. 1983 folgte das Album Proof through the Night, auf dem Pete Townshend, Ry Cooder und Richard Thompson als Gaststars zu hören waren. 1984 kam Behind the Trap Door mit Thompson, Bono und Bob Neuwirth als Gastmusiker auf den Markt.

Danach war Burnett einige Zeit lang nur als Produzent tätig. 1984 arbeitete er mit Los Lobos auf How Will the Wolf Survive? zusammen, 1985 folgte Marshall Crenshaws Downtown. Im gleichen Jahr schloss er sich mit Elvis Costello zum Duo „The Coward Brothers“ zusammen, das die Single The People's Limousine aufnahm. 1986 folgten die Produktionen von Costellos Blood & Chocolate und King of America, Love & Hope & Sex & Dreams von den BoDeans und dem selbstbenannten Album von Peter Case, sowie einige Auftritte als Gastmusiker, darunter auf Bob Dylans Knocked Out Loaded. Außerdem veröffentlichte er eine weitere Solo-LP, die schlicht T-Bone Burnett hieß.

1987 begann eine lange andauernde Zusammenarbeit mit der Sängerin Sam Phillips, aus der zunächst die von Burnett produzierte LP The Turning hervorging. 1987 folgte The Indescribable Wow und 1991 Cruel Inventions. Noch vor Veröffentlichung des Albums heirateten Phillips und Burnett. Burnett produzierte auch alle ihrer späteren Werke. 1988 hatte er zusätzlich zu den Produktionen ein weiteres Solo-Album in Form von The Talking Animals auf dem Markt gebracht, 1992 folgte Criminal under My Own Hat.

Die Coen-Brüder engagierten ihn als Produzenten des Soundtracks zum Film O Brother, Where Art Thou?, der im Jahr 2000 in die Kinos kam. Der Soundtrack, eine Hommage an die musikalischen Traditionen des ländlichen Amerika, wurde mit drei Grammys ausgezeichnet. Für Inside Llewyn Davis (2013) engagierten die Brüder Burnett erneut.

2005 war er für die Filmmusik zur Johnny-Cash-Biographie Walk the Line von Regisseur James Mangold verantwortlich. Nach langer Pause als Solokünstler meldete sich T-Bone Burnett 2006 mit einem neuen Album zurück. Er veröffentlichte sein erstes Solo-Werk seit 14 Jahren mit The True False Identity. Zeitgleich erschien mit der Doppel-CD Twenty-Twenty auch ein Best-of-Album. 2007 produzierte Burnett das Album Raising Sand von Robert Plant und Alison Krauss.

Im Mai 2008 erschien mit Tooth of Crime erneut ein Solo-Album Burnetts. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen dem Theaterautor Sam Shepard und Burnett, die 1996 mit der Arbeit an dem gleichnamigen Theaterstück in New York begann.

Weitere Kollaborationen[Bearbeiten]

Weitere Interpreten, mit denen Burnett zusammenarbeitete, sind unter anderem Tony Bennett, Bruce Cockburn, Counting Crows, Jakob Dylan, Emmylou Harris, Leo Kottke, Kris Kristofferson, k.d. lang, Diana Krall, John Mellencamp, Natalie Merchant, Nitty Gritty Dirt Band, Roy Orbison, Spinal Tap, The Wallflowers, The Who, Gillian Welch, Victoria Williams, Warren Zevon und Elton John.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Burnett wurde bisher zweimal für den Oscar nominiert – 2004 gemeinsam mit Elvis Costello für den Song Scarlet Tide aus Unterwegs nach Cold Mountain und 2010 gemeinsam mit Ryan Bingham für The Weary Kind aus Crazy Heart, das ihm einen Golden Globe Award und dann den Oscar einbrachte. Außerdem ist er als Produzent mehrfach mit dem Grammy ausgezeichnet worden.

Weblinks[Bearbeiten]