Sam Shepard

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Sam Shepard (2005)

Sam Shepard (* 5. November 1943 in Fort Sheridan, Illinois als Samuel Shepard Rogers VII) ist ein US-amerikanischer Dramatiker und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Shepard wuchs auf einer Ranch in Kalifornien auf. Nach einem kurzen Studium der Landwirtschaft ging er Anfang der 1960er Jahre nach New York City. Hier kam er in Kontakt mit dem Theater und begann seine ersten Stücke zu schreiben, die zunächst in kleinen Theatern abseits des Broadway von Studententheatergruppen inszeniert wurden.

Ende der 1960er Jahre schrieb er mit Michelangelo Antonioni das Drehbuch für dessen Film Zabriskie Point.

Die Musikszene der 1960er Jahre zog Shepard an. Er spielte Schlagzeug bei der Rockband Holy Modal Rounders und schloss sich der Flower Power-Bewegung an. 1969 heiratete er das erste Mal, 1970 wurde er Vater. Er lebte außerehelich mit der Rocksängerin Patti Smith zusammen.

Anfang der 1970er Jahre ging Shepard nach London. Dort schrieb er zahlreiche Stücke, die zu Underground-Erfolgen wurden. Zu seinen Freunden in dieser Zeit zählten die Bandmitglieder von The Who und The Rolling Stones. Bei einem Projekt von Mick Jagger spielte er Schlagzeug.

Mitte der 1970er Jahre, wieder zurück in den USA, arbeitete Shepard mit Bob Dylan zusammen, spielte – dem Film bisher nur als Drehbuchautor zugetan – seine ersten Filmrollen und ging mit Dylan und dessen Rolling Thunder Revue auf Tournee.

Sam Shepard lernte 1982 bei den Dreharbeiten zu dem Film Frances (über das Leben der Schauspielerin Frances Farmer) Jessica Lange kennen; sie waren bis 2010 ein Paar.

Außerdem führte Shepard 1994 bei Schweigende Zunge Regie, dem letzten Film mit River Phoenix.

Filmografie[Bearbeiten]

Schauspieler[Bearbeiten]

Drehbuchautor[Bearbeiten]

Regisseur[Bearbeiten]

Stücke[Bearbeiten]

1960er Jahre[Bearbeiten]

  • Cowboys (1964)
  • The Rock Garden (1964)
  • La Turista (1967)
  • Melodrama Play (1967)
  • Dog
  • Chicago
  • Cowboys #2

1970er Jahre[Bearbeiten]

  • Icarus' Mother
  • The Tooth of Crime (1972): Zwei Rockstars kämpfen um ihre Vorherrschaft in den Charts, letztlich verliert der alternde Rockstar (Hoss) und der neue (Crow) gewinnt, dabei hilft ihm seine Fähigkeit zur Anpassung an Trends und das Adaptieren von gewünschten Eigenschaften. Der alternde Rockstar verliert vor allem deshalb seinen Rang, da er eine Identität besitzt und nicht bloß das Abbild von einer Person, die andere in ihm sehen. Außerdem werden hier viele bekannte Rocktitel eingearbeitet und dienen zur Charakterisierung der beiden Protagonisten. Shepard hat mit seiner Band selbst Stücke zum Drama beigetragen – das Drama sollte immer mit einer Band auf der Bühne aufgeführt werden; so wie in der Uraufführung 1972 im "Open Space" in London. 1976 erscheint die neue Version The Tooth of Crime 2nd Dance; sie enthält neue Musikkompositionen.
  • Geography of a Horse Dreamer (1974)
  • Cowboy Mouth (1976) (geschrieben zusammen mit Patti Smith)
  • Angel City (1976)
  • Seduced (1977)
  • Curse of Starving Class (1978, dt. Titel: Fluch der verhungernden Klasse)
  • Suicide in B flat (1978)
  • Buried Child (dt. Titel: Vergrabenes Kind)

1980er Jahre[Bearbeiten]

1990er Jahre[Bearbeiten]

  • States of Shock
  • Simpatico

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sam Shepard – Sammlung von Bildern