Taras Schelestjuk

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Taras Olexandrowytsch Schelestjuk (ukrainisch Тарас Олександрович Шелестюк; * 30. November 1985) ist ein ukrainischer Boxer im Weltergewicht. Schelestjuk war Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaften 2010, Weltmeister 2011 und Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 2012.

Karriere[Bearbeiten]

Erstmals auf der internationalen Bühne zeigte sich Schelestjuk bei den Studentenweltmeisterschaften 2006 in Almaty, bei denen er im Halbweltergewicht (-64 kg) jedoch bereits im ersten Kampf scheiterte. Erst zwei Jahre später startete er zum ersten Mal bei den ukrainischen Meisterschaften im Weltergewicht (-69 kg), kam aber nicht über das Viertelfinale hinaus.

Besser lief es dann aber 2009 als er erstmals ukrainischer Meister werden konnte, einen Titel, den er 2010 und 2011 wiederholen konnte, und als solcher bei den Weltmeisterschaften 2009 teilnahm, bei denen er nach Siegen über Leon Chartoy, Schweden (10:3), und Onder Sipal, Türkei (14:6), im Achtelfinale am späteren Bronzemedaillengewinner Serik Säpijew, Kasachstan (16:11), scheiterte.

2010 erkämpfte sich Schelestjuk seine erste internationale Medaille, als er bei den Europameisterschaften nach Siegen über Andrei Samkowoi, Russland (6:2), Onder Sipal, Turkei (4:2), und John Joe Joyce, Irland (9:1), und einer Halbfinalniederlage gegen Balazs Bacskai, Ungarn (4:2), die Bronzemedaille gewann.

Seinen bisher größten Erfolg feierte Schelestjuk bei den Weltmeisterschaften 2011 als er mit Siegen über Torben Keller, Dänemark (23:8), Carlos Banteur, Kuba (17:15), Alexis Vastine, Frankreich (18:11), Andrei Samkowoi, Russland (+13:13), im Halbfinale gegen Vikas Krishan, Indien (15:12), und im Finale gegen Serik Säpijew, Kasachstan (16:10), Weltmeister wurde.

Als amtierender Weltmeister war er auch für die Olympischen Spiele 2012 qualifiziert, bei denen er nach Siegen im Achtelfinale über Vasile Belous, Moldawien (15:7), und im Viertelfinale über Alexis Vastine, Frankreich (+18:18), das Halbfinale erreichte. In diesem verlor er überraschend gegen den Lokalmatadoren Fred Evans (11:10) und musste sich somit mit der olympischen Bronzemedaille zufriedengeben.