Oleg Elekpajewitsch Saitow

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Oleg Elekpajewitsch Saitow (russisch Олег Элекпаевич Саитов; * 26. Mai 1974 in Nowokuibyschewsk) ist ein russischer Boxer.

Karriere[Bearbeiten]

Sein erster internationaler Erfolg gelang Saitow 1992 in Edinburgh, noch für die Sowjetunion antretend, mit dem Gewinn der Junioreneuropameisterschaft im Halbweltergewicht. Auch bei der im selben Jahr stattfindenden Juniorenweltmeisterschaft in Montreal konnte er sich in seiner Gewichtsklasse durchsetzen. Bei beiden Turnieren besiegte er im Finale den deutschen Vertreter Roko Fröhlich.

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Im Jahr 1993 nahm er erstmals an den Weltmeisterschaften teil. Bei dem Turnier in Tampere belegte er einen dritten Platz im Halbweltergewicht. 1995 in Berlin konnte er sich steigern und erreichte das Finale der Weltergewichtsklasse, musste sich da allerdings dem Kubaner Juan Hernández geschlagen geben. Im dritten Anlauf gelang dann 1997 in Budapest der Titelgewinn: Nachdem er im Halbfinale Hernández bezwingen konnte, besiegte Saitow im Endkampf auch den Ukrainer Serhij Dsindsiruk.

Europameisterschaften[Bearbeiten]

Saitow bestritt seine ersten Europameisterschaft 1996 in Vejle und erreichte dort einen dritten Platz, er unterlag im Halbfinale gegen Marian Simion aus Rumänien. Bei den Titelkämpfen 1998 in Minsk traf er im Finale, wie auch bei der WM im Jahr zuvor, auf Dsindsiruk; er konnte ihn erneut schlagen und sich so den Europameistertitel sichern. Im Jahr 2000 schied er dann in Tampere schon in der ersten Turnierrunde aus. Seinen zweiten EM-Titel gewann er 2004 in Pula.

Olympische Spiele[Bearbeiten]

1996 gewann Saitow bei den Olympischen Spielen in Atlanta die Goldmedaille und schlug dabei im Finale Juan Hernández, dem er bei der WM im Jahr zuvor noch unterlegen war. Bei den Spielen 2000 in Sydney konnte er als erst zweiter Russe nach Boris Lagutin seinen Olympiasieg verteidigen. Für seine überzeugende Leistung wurde er zudem mit dem Val-Barker-Pokal als technisch bester Boxer des Turniers ausgezeichnet. Er war damit ebenfalls der zweite Russe, dem diese Ehrung zuteilwurde.

Seine dritten Olympischen Spiele bestritt er Spielen 2004 in Athen. Dort qualifizierte er sich für das Halbfinale, unterlag dort jedoch gegen den späteren Sieger Baqtijar Artajew aus Kasachstan knapp nach Punkten und musste sich mit der Bronzemedaille zufriedengeben.

Weitere Erfolge[Bearbeiten]

  • Russischer Meister 1996/1997/1999/2003, Zweiter 1994/1995
  • Militärweltmeister 1993
  • Goodwill Games – Dritter 1994

Weblinks[Bearbeiten]