Trachselwald

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Trachselwald
Wappen von Trachselwald
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Emmentalw
BFS-Nr.: 0958i1f3f4
Postleitzahl: 3456
Koordinaten: 622914 / 20733447.0166617.74685Koordinaten: 47° 1′ 0″ N, 7° 44′ 24″ O; CH1903: 622914 / 207334
Höhe: 685 m ü. M.
Fläche: 15.98 km²
Einwohner: 995 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 66 Einw. pro km²
Website: www.trachselwald.ch
Trachselwald

Trachselwald

Karte
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Trachselwald ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Emmental des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet liegt östlichlich der Emme und südlich der Grüne im unteren Emmental und umfasst hauptsächlich die Talschaft Heimisbach mit den Orten Kramershaus und Thal. Das Dorf Trachselwald selbst liegt dicht an der westlichen Gemeindegrenze. Die angrenzenden Nachbargemeinden im Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Lützelflüh, Sumiswald, Trub, Langnau im Emmental, Lauperswil und Rüderswil.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name der Gemeinde bedeutet "Drechsler-Wald" und wird urkundlich erstmals 1131 erwähnt. Das Dorf um das Schloss Trachselwald war zunächst den Freiherren von Trachselwald, dann denjenigen von Rüti bei Lyssach und schliesslich denen von Sumiswald unterstellt, bis die Herrschaft 1408 an die Stadt Bern verkauft wurde. Das Schloss wurde zur Landvogtei.

1574 wurde das Dorf durch einen Brand vernichtet. Im Zuge des Schweizer Bauernkrieges fand am 3. April 1653 im Gasthof Tanne eine Versammlung statt, bei welcher der Bauernführer Niklaus Leuenberger seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte. Am 19. Juni wurde er verhaftet und bis zu seiner Hinrichtung am 27. August im Bergfried des Schlosses gefangen gehalten.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1900 1950 1970 1980 1990 2002 2009 2012
Einwohner 1473 1393 1199 1054 1046 1078 1047 995

Namen[Bearbeiten]

Die zur Gemeinde Trachselwald gehörige Talschaft Heimisbach hiess bis 1967 "Dürrgraben". Am 1. Januar 1968 erhielt sie zum 100. Geburtstag des Mundartdichters Simon Gfeller, dessen Erstlingswerk von 1910 "Heimisbach" geheissen hatte, ihren heutigen Namen.

Kunst, Kultur[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche von Trachselwald (im Hintergrund das Schloss)

Der barocke Neubau der reformierten Kirche Trachselwald erfolgte 1685 nach Plänen von Abraham Dünz.

Die ältesten Teile des Schlosses stammen aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts; bis Ende 2009 befand sich hier der Sitz des Regierungsstatthalters des Amtes Trachselwald. Seit dem 1. Januar 2010 gehört die Gemeinde Trachselwald zum Verwaltungskreis Emmental.[2]

Seit dem März 2003 logiert in den Räumen des 1614 erbauten ehemaligen Amtsschaffnerei das Schweizer Zither-Kultur-Zentrum, das seit Februar 1999 existiert und zunächst in Konolfingen beheimatet war.

Im alten Schulhaus Thal im Heimisbach, wo Simon Gfeller von 1875 bis 1884 zur Schule gegangen war, besteht seit 1970 für ihn eine Gedenkstube.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, II. Abteilung: Die Rechtsquellen des Kantons Bern, Zweiter Teil: Rechte der Landschaft, Band 8: Das Recht der Landschaft Emmental (Seit 1803 Amtsbezirke Signau und Trachselwald) von Anne-Marie Dubler, Aarau 1991. (Online-Version)

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Minder: Die Bürger der Gemeinde Trachselwald, Lauperswil, 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Trachselwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. jgk.be.ch:Regierungsstatthalteramt Emmental Kontaktadressen, Zugriff am 27. Mai 2010