Emme
| Emme | ||
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Emme bei Schüpbach, Gemeinde Signau |
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| Daten | ||
|---|---|---|
| Gewässerkennzahl | CH: 468 | |
| Lage | Schweiz, Kantone Bern und Solothurn | |
| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Aare → Rhein → Nordsee | |
| Quelle | zwischen Hohgant und Augstmatthorn 46° 45′ 32″ N, 7° 54′ 52″ O46.7588888888897.91444444444441500 |
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| Quellhöhe | 1'500 m ü. M. | |
| Mündung | Aare bei Solothurn47.2188888888897.5713888888889425Koordinaten: 47° 13′ 8″ N, 7° 34′ 17″ O; CH1903: 610056 / 229781 47° 13′ 8″ N, 7° 34′ 17″ O47.2188888888897.5713888888889425 |
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| Mündungshöhe | 425 m ü. M. | |
| Höhenunterschied | 1075 m | |
| Länge | 81,9 km | |
| Einzugsgebiet | 983 km² | |
| Abfluss | MQ |
20 m³/s |
| Kleinstädte | Burgdorf BE | |
| Gemeinden | Zuchwil, Luterbach, Derendingen, Biberist, Zielebach, Wiler bei Utzenstorf, Bätterkinden, Utzenstorf, Aefligen, Kirchberg BE, Rüdtligen-Alchenflüh, Lyssach, Heimiswil, Rüegsau, Hasle bei Burgdorf, Lützelflüh, Rüderswil, Lauperswil, Signau, Eggiwil, Schangnau, Habkern und Oberried am Brienzersee | |
Die Emme, selten auch Grosse Emme genannt, ist ein Fluss in der Schweiz.
Ihr Name geht wohl auf das gallisch-keltische Wort ambis (= Fluss, lat. amnis) zurück.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Sie entspringt im Gebiet zwischen Hohgant und Augstmatthorn im Kanton Bern direkt an der Grenze zum Kanton Luzern. Die 80 km lange Emme durchfliesst das Emmental und mündet im sog. Emmenspitz unterhalb von Solothurn in die Aare.
Hydrologie[Bearbeiten]
Das Einzugsgebiet der Emme ist 983 km² gross. Die mittlere Wasserführung ist bei der Mündung rund 20 m³/s. Die maximale Wasserführung beträgt bis über 650 m³/s (663 m³/s am 8. August 2007, Messstation Wiler, Limpachmündung)[1][2]
Die Emme ist bekannt dafür, dass es bei Gewittern im Quellgebiet zu richtigen Flutwellen im Emmental kommen kann. Die Erzählung «Die Wassernot im Emmental» von Jeremias Gotthelf schildert sehr eindrücklich das grösste bekannte Hochwasser vom 13. August 1837. Dieses und andere Hochwasser führten dazu, dass im 19. Jahrhundert die Emme über weite Strecken kanalisiert und beidseitig Dämme aufgeschüttet wurden.
Die wichtigsten Zuflüsse sind die Ilfis, die Urtenen und der Limpach.
Industriekanäle am Unterlauf[Bearbeiten]
An ihrem Unterlauf wird die Emme seit dem 19. Jahrhundert industriell genutzt. Mit einem Wehr bei Biberist (SO) wird ihr Wasser entnommen und in den Industriekanal geleitet, dessen enger Querschnitt zu einer hohen Fliessgeschwindigkeit führt. Seit anfangs des 20. Jahrhunderts werden damit mehrere kleine Wasserkraftwerke betrieben, die angrenzende Industriebetriebe wie die Papierfabrik Biberist versorgen oder auch ins öffentliche Netz einspeisen. Im 19. Jahrhundert, vor der Elektrifizierung, diente der Kanal dem Antrieb von Transmissionen der Papierfabrik Biberist sowie der damaligen Textilfabrik Schöller in Derendingen.
Daneben gibt es einen weiteren Industriekanal, der knapp vor dem erwähnten Biberister Wehr in die Emme entwässert, dessen Wasser indes nicht nur aus der Emme, sondern auch aus verschiedenen Bächen in der Umgebung von Utzenstorf (BE) stammt. Sie werden durch Kanalisierung ebenfalls in eine schnelle Strömung verwandelt, die heute Kleinkraftwerke der Papierfabrik Utzenstorf und des Stahlwerks Gerlafingen versorgt. Letzteres deckte und deckt auch seinen Wasserbedarf teils aus dem Kanal.
Quellen[Bearbeiten]
- Anne-Marie Dubler: Emme im Historischen Lexikon der Schweiz
- O. Birkner: Der Emmekanal
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Hydrologische Daten zur Emme, Bundesamt für Umwelt
- ↑ Ereignisanalyse Hochwasser August 2007, Bundesamt für Umwelt, Seite 75
Weblinks[Bearbeiten]
- Jeremias Gotthelf: Wassernot (PDF-Datei; 304 kB)
- Petri Heil: Emme 251/252
- Emmenlauf: Die Emme
- Konrad Meyer-Usteri: Holzbrücken im Emmental und bernischen Oberaargau, Bolligen, April 2004 (pdf; 290 kB)
- Emme Hochwasser 29. Juli 2012
Flüsse mit einer Gesamtlänge über 30 km:
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Quelle: GEWISS – Gewässerinformationssystem Schweiz: Flüsse der Schweiz mit einer Gesamtlänge über 30 km