Trans-Adria-Pipeline

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Trans Adriatic Pipeline AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Baar, Schweiz
Leitung Kjetil Tungland
Mitarbeiter 250
Branche Gasversorgung
Produkte ErdgasVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.tap-ag.com
Verlauf der Trans Adriatic Pipeline

Die Trans-Adria-Pipeline (offizieller Projektname Trans Adriatic Pipeline; auch Transadriatische Pipeline; kurz TAP) ist das Projekt einer rund 870 Kilometer langen Erdgaspipeline durch Griechenland, Albanien und das Adriatische Meer nach Süditalien. Ziel ist der Transport von Erdgas aus dem kaspischen Raum über die Türkei nach Westeuropa, dazu soll sie im Osten an die Transanatolische Pipeline (TANAP) angebunden werden. Die Transportkapazität ist auf zehn bis 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr veranschlagt. Zur Sicherstellung der Gaslieferung bei Engpässen soll das Projekt auch einen Gasspeicher in Albanien umfassen.[1] Mit der TAP konkurrierte die Nabucco-Pipeline um aserbaidschanische Erdgas-Ressourcen.

Unternehmen[Bearbeiten]

Die Trans Adriatic Pipeline AG ist eine Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht mit Sitz in Baar, Schweiz. Es handelt sich um ein Joint Venture von sechs Energieunternehmen, die sich für Planung und Bau der TAP-Erdgaspipeline zusammengeschloßen haben.

Aktionäre der TAP
Überschrift Firmensitz Anteil
BP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 20 %
SOCAR AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 20 %
Statoil NorwegenNorwegen Norwegen 20 %
Fluxys BelgienBelgien Belgien 19 %
Enagás SpanienSpanien Spanien 16 %
Axpo Holding SchweizSchweiz Schweiz 5 %

Geschichte[Bearbeiten]

2003 wurde die Realisierbarkeitsstudie erstellt und im März 2006 wurde sie von Axpos Tochterfirma EGL beendet. Die technische, wirtschaftliche und ökologische Durchführbarkeit wurden darin bestätigt.

Im März 2007 beendete man die grundlegenden Planungen, unter anderem eine Untersuchung des Meeresbodens sowie vorläufige Verträglichkeitsstudien. 2008 begann die TAP mit den ersten Detailplanungen.

Das aserbaidschanische Shah Deniz-Konsortium gab im Februar 2012 bekannt, dass es die TAP für die Route nach Italien präferiere.

Im September 2012 unterzeichneten Albanien, Griechenland und Italien eine Absichtserklärung, um ihre politische Unterstützung für das Projekt sicherzustellen. EU-Energiekommissar Günther Oettinger begrüßte den Entscheid.[2][3]

Am 26. Juni 2013 erhielt TAP den Zuschlag zum Transport des Erdgases des Produzentenkonsortiums des Shah-Deniz-II-Gasfelds, womit sich TAP gegen Nabucco(-West) durchsetzte.[4]

Weblink[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. E.ON beteiligt sich an Trans Adriatic Pipeline Projekt. Verivox.de, 20. Mai 2010, abgerufen am 16. Oktober 2012.
  2. Projektplan. Trans-adriatic-pipeline.com, abgerufen am 16. Oktober 2012.
  3. Besar Likmeta: Albania, Greece and Italy Reach Pipeline Agreement. The three Mediterranean countries signed a memorandum of understanding in New York on Thursday, granting political support to the Trans Adriatic Pipeline, TAP, project. Balkan Insight, 2. Oktober 2012, abgerufen am 16. Oktober 2012 (englisch).
  4. „Pipeline ‚Nabucco‘ gescheitert - Schwerer Schlag für OMV“, ORF.at, 26. Juni 2013.