USS Deyo (DD-989)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Deyo (unten) mit Schlachtschiff Iowa
Die Deyo (unten) mit Schlachtschiff Iowa
Übersicht
Bestellung 15. Januar 1975
Kiellegung 14. Oktober 1977
Stapellauf 20. Januar 1979
1. Dienstzeit Flagge
Indienststellung 22. März 1980
Außerdienststellung 6. November 2003
Verbleib als Zielschiff versenkt
Technische Daten
Verdrängung

9100 Standard-Tonnen

Länge

171,6 Meter

Breite

16,8 Meter

Tiefgang

9,8 Meter

Besatzung

30 Offiziere, 350 Matrosen

Antrieb

2 Propeller, über 4 Gasturbinen angetrieben; 80.000 Wellen-PS

Geschwindigkeit

33 Knoten

Bewaffnung

2 Geschütze, 2 Harpoon-Starter, 1 Luftabwehraketen-Starter, 1 ASROC-Starter, später ersetzt durch 61-Zellen-VLS

Die USS Deyo (DD-989) war ein Zerstörer der Spruance-Klasse.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Deyo wurde 1977 bei Ingalls Shipbuilding auf Kiel gelegt und lief 1979 vom Stapel. Das Schiff wurde nach Admiral Morton Deyo benannt, der im Zweiten Weltkrieg eine Task Force kommandiert hat. Bei der US Navy in Dienst gestellt wurde die Deyo 1980.

Der erste Einsatz führte die Deyo ab Mai 1981 in den Persischen Golf. 1987 fuhr das Schiff mit der Kampfgruppe um das Schlachtschiff USS Iowa (BB-61) im Mittelmeer und im Indischen Ozean. 1989 stand wiederum eine Fahrt in den Golf an, um im Rahmen der Operation Earnest Will kuwaitische Tanker zu beschützen.

Begegnung der USS Deyo mit der russischen Admiral Kusnezow 1991 südlich von Italien

1990 folgten Einsätze zur Bekämpfung des Drogenschmuggels in der Karibik, ab Mai 1991 dann wiederum eine Fahrt ins Mittelmeer mit der Kampfgruppe um die USS Forrestal im Rahmen der Operation Desert Shield, ebenso 1994 mit der USS George Washington. Während des 1991er-Einsatzes eskortierte die Deyo unter anderem den russischen Flugzeugträger Admiral Kusnezow durch das Mittelmeer, als dieser sich zur russischen Nordflotte begab. 1995 nahm das Schiff außerdem an der Übung Strong Resolve mit, eine Übung von amphibischer Kriegführung in Norwegen, danach wurde das Schiff ab September 1995 für 13 Monate bei Newport News Shipbuilding überholt. Im Juni 1996 wurde das Schiff dabei an der Pier in der Werft leicht beschädigt, als die USNS Gilliland (T-AKR 298) sich in einem Sturm losriss und gegen die Deyo schlug.

1997 nahm das Schiff an mehreren regionalen NATO-Übungen teil. 1998 war es das Flaggschiff der heutigen NATO-Standing NRF Maritime Group 2, damals noch Standing Naval Force Mediterranean.

Der letzte Einsatz der Deyo führte sie 2003, wie auch schon 2001, mit der USS Harry S. Truman in den Persischen Golf, wo sie im Rahmen der Operation Iraqi Freedom operierte. Während dieser Fahrt gehörte sie zu den Schiffen, die die erste Welle von Marschflugkörpern vom Typ BGM-109 Tomahawk auf Ziele im Irak abfeuerten.

2003 folgte schließlich in der Naval Station Norfolk die Außerdienststellung, 2004 dann die Streichung aus dem Schiffsregister der Navy. Am 25. August 2005 wurde das Schiff während einer Übung wie geplant als Zielobjekt versenkt.

Weblinks[Bearbeiten]