U 36 (Kriegsmarine)

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U 36
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Bundesarchiv DVM 10 Bild-23-63-65, U-Boot U 36.jpg
Typ:

VII A

Feldpostnummer:

M 13 703

Werft:

Germaniawerft, Kiel

Bauauftrag:

25. März 1935

Baunummer:

559

Kiellegung:

2. März 1936

Stapellauf:

4. November 1936

Indienststellung:

16. Dezember 1936

Kommandanten:
  • 16. Dezember 1936 bis 31. Oktober 1938
    Kptlt. Klaus Ewerth
  • 1. Februar 1939 bis 4. Dezember 1939
    KKpt. Wilhelm Fröhlich
Einsätze:

2 Feindfahrten

Versenkungen:

2 Schiffe (2813 BRT)

Verbleib: am 4. Dezember 1939 südwestlich von Kristiansand versenkt
Indienststellung von U 36 (14. Dezember 1936)

U 36 war ein deutsches U-Boot vom Typ VII A, das im Zweiten Weltkrieg von der Kriegsmarine eingesetzt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Boot wurde am 2. März 1936 auf Kiel gelegt und hatte am 4. November des gleichen Jahres seinen Stapellauf. U 36 wurde am 16. Dezember 1936 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Klaus Ewerth in Dienst gestellt. Das Boot gehörte nach der Indienststellung bis zu seiner Versenkung am 4. Dezember 1939 – mit einer kurzen Unterbrechung im September 1939, als es als Schulboot zur U-Boots-Schulflottille gehörte – zur U-Flottille „Saltzwedel“ in Wilhelmshaven.

Von April bis Mai 1937 befand sich U 36 zur Seeüberwachung während des Spanischen Bürgerkriegs vor Alicante. Vom 8. Juli 1937 bis zum 29. August 1937 und vom 11. Dezember 1937 bis zum 12. Februar 1938 wurden Tauch- und Geleitübungen mit U 37 vor Spanien durchgeführt. In Sevilla wurde am 23. Januar 1938 ein Fliegerangriff abgewehrt, bei dem das Boot Beschussschäden davontrug.

Am 1. Februar 1939 übernahm Korvettenkapitän Wilhelm Fröhlich das Kommando.

U 36 unternahm im Zweiten Weltkrieg zwei Feindfahrten, auf denen es zwei Schiffe mit einer Gesamttonnage von 2813 BRT versenkte. Ein Schiff mit 1619 BRT wurde als Prise aufgebracht.

Einsatzstatistik[Bearbeiten]

Erste Feindfahrt[Bearbeiten]

Das Boot lief am 31. August 1939 um 20:00 Uhr von Wilhelmshaven aus und am 30. September 1939 um 17:30 Uhr in Kiel ein. Auf dieser 24 Tage dauernden Unternehmung in der Nordsee und vor Südnorwegen wurden zwei Schiffe mit 2786 BRT versenkt und ein Schiff mit 1619 BRT als Prise eingebracht.

  • 15. September 1939: Versenkung des britischen Dampfers Truro (Lage58.3333332)

(974 BRT) durch einen Torpedo. Er hatte 800 t Frachtgut, darunter Kohle, Koks, Bauxit, Nickel und Kupfer geladen und befand sich auf dem Weg nach Trondheim. Es gab keine Toten, 28 Überlebende.

  • 25. September 1939: Versenkung des schwedischen Dampfers Silesa (Lage58.454.8) (1839 BRT) durch einen Torpedo. Er hatte Holz, Stahl und Eisen geladen und befand sich auf dem Weg von Göteborg nach Hull. Menschenverluste sind unklar.
  • 27. September 1939: Kaperung des schwedischen Dampfers Algeria (1617 BRT). Der Dampfer hatte Eisen und Zellulose geladen und war auf dem Weg von Kirkwall nach Genua. Das Schiff wurde aufgebracht, mit einem Prisenkommando besetzt und nach Kiel geschickt.

Zweite Feindfahrt[Bearbeiten]

Das Boot lief am 2. Dezember 1939 um 0:10 Uhr von Kiel aus. Es wurde am 4. Dezember 1939 versenkt. Während dieser drei Tage dauernden Unternehmung in die Nordsee wurden keine Schiffe versenkt.

Verbleib[Bearbeiten]

Das Boot wurde am 4. Dezember 1939 in der Nordsee südwestlich von Kristiansand-Süd, etwa 73 sm vom Lister-Leuchtturm entfernt, durch das britische U-Boot HMS Salmon versenkt. Die Salmon schoss einen Sechserfächer, doch nur ein Torpedo traf U 36, das nach einer zirka 60 m hohen Explosionswolke von der Wasseroberfläche verschwunden war. Es war ein Totalverlust mit 40 Toten. Die Position war 57° 0′ N, 5° 2′ O575.0333333333333[1] im Marine-Planquadrat AN 3761.

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Das uboat.net gibt für die Position der Versenkung von U 36 unter U 36 die Koordinaten 57° 0′ N, 5° 20′ O575.3333333333333 an. Unter HMS Salmon wird aber die Position 57° 0′ N, 2° 47′ O572.7833333333333 angegeben.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: U 36 (Kriegsmarine) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • U 36 bei uboat.net (engl.)
  • ubootwaffe.net – Ausführliche Seite über deutsche U-Boote (engl.)
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing