Ullsteinhaus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Turm des Ullsteinhauses

Das Ullsteinhaus im Süden Berlins im Ortsteil Tempelhof des Bezirks Tempelhof-Schöneberg ist ein Baudenkmal des Backsteinexpressionismus und wurde in den 1920er Jahren von Eugen Schmohl errichtet. Es ist mit einer Höhe von 76 Metern eine weithin sichtbare Landmarke und ein architektonisches Wahrzeichen dieses Bezirks. Es liegt am Mariendorfer Damm 1–3 Ecke Ullsteinstraße 114–142, direkt am Teltowkanal an der Stubenrauchbrücke gegenüber dem Hafen Tempelhof. Unmittelbar davor befindet sich der U-Bahnhof Ullsteinstraße, an dem die Züge der Linie U6 halten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Ullsteinhaus, Südwestecke am Mariendorfer Damm
Ullsteinhaus, Blick vom Teltowkanal auf den Haupteingang an der Nordwestecke mit Ullstein-Eule
Ullsteinhaus mit Neubau
Ullsteinhaus mit Hafen Tempelhof

Das Ullsteinhaus wurde zwischen 1925 und 1927 durch die Huta Hoch- und Tiefbau AG nach Entwürfen des vor der Fertigstellung verstorbenen Architekten Eugen Schmohl für den Ullstein Verlag gebaut. Es wurde ursprünglich als Ullstein-Druckhaus bezeichnet, um es von den im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäuden des Ullstein-Verlages im seinerzeitigen Zeitungsviertel an der Kochstraße (heute: Rudi-Dutschke-Straße) zu unterscheiden. Das Gebäude war Verlagssitz und Ort für die verlagseigene Druckerei.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Ullsteinhaus wegen der jüdischen Herkunft der Familie Ullstein in Deutsches Haus umbenannt.

Die Ullstein-Eule, die noch heute Markenzeichen des Ullstein-Verlags ist, schmückt den Eingang des Ullsteinhauses am Mariendorfer Damm; die Bronzeplastik stammt von dem Bildhauer Fritz Klimsch. Das Gebäude wurde in den Jahren 1993–1996 um einen Neubau ergänzt und hat eine Nutzfläche von ca. 80.000 m². Der Altbau ist fünf- bis siebengeschossig. Der weithin sichtbare Uhrenturm hat zwölf Etagen. Der Neubau hat Bürotürme mit neun Etagen.

Nutzer [Bearbeiten]

Heute beherbergt das Ullsteinhaus verschiedene Dienstleistungsunternehmen und andere Einrichtungen, darunter:

  • das Systemhaus Computacenter,
  • das Modecenter Berlin,
  • das icf Berlin, eine christliche Freikirche
  • verschiedene medizinische Einrichtungen,
  • ein Café-Restaurant,
  • die WBS Training AG (Bildungspartner der SAP AG),
  • ein Callcenter der Deutschen Bank,
  • die Diskothek Amber Suite sowie
  • Künstler aus verschiedenen Bereichen.

Im Untergeschoss des Ullsteinhauses – über den Mariendorfer Damm 1 zu erreichen – war lange Zeit die Diskothek Blonds untergebracht, die vor allem wegen ihrer günstigen Lage und der einladenden Terrasse mit Blick auf den Teltowkanal großen Zuspruch fand. In diesen Räumlichkeiten befindet sich heute die Amber Suite.

Sonstiges [Bearbeiten]

Das Neue Ullstein-Haus befindet sich an der Friedrichstraße.[1][2]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Ullsteinhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Laurenz Demps: Das Neue Ullstein-Haus, Friedrichstr. 126. Berlin 2004.
  2. Impressum der Ullstein Buchverlage GmbH

52.45333333333313.385277777778Koordinaten: 52° 27′ 12″ N, 13° 23′ 7″ O