Bezirk Tempelhof-Schöneberg

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Wappen von Tempelhof-Schöneberg
Wappen von Berlin
Tempelhof-Schöneberg
7. Bezirk von Berlin
Bezirk Mitte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Bezirk Pankow Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf Bezirk Spandau Bezirk Steglitz-Zehlendorf Bezirk Tempelhof-Schöneberg Bezirk Neukölln Bezirk Treptow-Köpenick Bezirk Marzahn-Hellersdorf Bezirk Lichtenberg Bezirk Reinickendorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
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Koordinaten 52° 28′ 0″ N, 13° 23′ 0″ O52.46666666666713.383333333333Koordinaten: 52° 28′ 0″ N, 13° 23′ 0″ O.
Fläche 53,09 km²
Einwohner 323.466 (31. Okt. 2013)
Bevölkerungsdichte 6093 Einwohner/km²
Ausländeranteil 15,3[1] % (31. Dez. 2012)
Arbeitslosenquote 11,0[2] % (30. Apr. 2013)
Postleitzahl 10777, 10779, 10781, 10783, 10787, 10789, 10823, 10825, 10827, 10829, 12099, 12101, 12103, 12105, 12107, 12109, 12157, 12159, 12161, 12169, 12249, 12277, 12279, 12305, 12307, 12309, 14197
Vorwahl 030
Adresse der
Verwaltung
Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz
10825 Berlin
Website berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg
Durchschnittsalter 44,1 Jahre[1] (31. Dez. 2012)
Gliederung
Bezirksschlüssel 07
Gliederung des Bezirks

6 Ortsteile

Politik
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD)
Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Jutta Kaddatz (CDU)
Sitzverteilung (Bezirksverordnetenversammlung)
CDU SPD Grüne Piraten Linke
19 16 15 3 2
Sitzverteilung in der BVV
Verkehrsanbindung
Autobahn A100 A103
Bundesstraße B1 B96 B101
S-Bahn Berlin S1.svg Berlin S2.svg Berlin S25.svg Berlin S41.svg Berlin S42.svg Berlin S45.svg Berlin S46.svg Berlin S8.svg
U-Bahn Berlin U1.svg Berlin U2.svg Berlin U3.svg Berlin U4.svg Berlin U6.svg Berlin U7.svg Berlin U9.svg

Tempelhof-Schöneberg ist der siebte[3] Verwaltungsbezirk von Berlin und hat rund 325.000 Einwohner. Der Bezirk ist 2001 im Rahmen der Verwaltungsreform durch Fusion der bisherigen Bezirke Tempelhof und Schöneberg entstanden.

Verwaltungszentrale ist das Rathaus Schöneberg. Für den Bezirk sind die Amtsgerichte Schöneberg und Tempelhof-Kreuzberg sowie die Finanzämter Schöneberg und Tempelhof zuständig.

Bekannt ist der Bezirk für die Tempelhofer Freiheit (ehemaliger Flughafen) als großes Naherholungsgebiet und zudem für den Ortsteil Schöneberg mit seiner homosexuellen Szene.

Geografische Lage und Ortsteile[Bearbeiten]

Der Bezirk erstreckt sich von der südlichen Innenstadt Berlins weiter zur Südgrenze des Landes. Der Bezirk ist sehr unterschiedlich besiedelt. In Schöneberg, dem bevölkerungsreichsten Ortsteil Tempelhof-Schönebergs, lebt mehr als ein Drittel der Bevölkerung des Bezirks. Friedenau ist der kleinste Ortsteil des Bezirks (und einer der kleinsten in Berlin), aber dafür der am dichtesten besiedelte Ortsteil Berlins. Tempelhof-Schöneberg unterteilt sich in sechs Ortsteile:

Im Jahr 2014 wurde ein Tausch von Flächen mit dem angrenzenden Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg beschlossen.[4]

Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Einwohner[5]
31. Dezember 2013
Einwohner
pro km²
Lage
0701 Schöneberg 10,60 115.860 10.930
Berlin Friedenau Schöneberg Tempelhof Mariendorf Marienfelde Lichtenrade BrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
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0702 Friedenau 1,65 27.045 16.391
Berlin Friedenau Schöneberg Tempelhof Mariendorf Marienfelde Lichtenrade BrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
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0703 Tempelhof 12,20 58.167 4.768
Berlin Friedenau Schöneberg Tempelhof Mariendorf Marienfelde Lichtenrade BrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
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0704 Mariendorf 9,38 50.318 5.364
Berlin Friedenau Schöneberg Tempelhof Mariendorf Marienfelde Lichtenrade BrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
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0705 Marienfelde 9,15 30.725 3.358
Berlin Friedenau Schöneberg Tempelhof Mariendorf Marienfelde Lichtenrade BrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
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0706 Lichtenrade 10,10 49.707 4.921
Berlin Friedenau Schöneberg Tempelhof Mariendorf Marienfelde Lichtenrade BrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
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Zahlen und Daten[Bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungspyramide des Bezirks Tempelhof-Schöneberg 2010

Per 31. Oktober 2013 zählte der Bezirk Tempelhof-Schöneberg 323.466 Einwohner auf einer Fläche von 53,1 Quadratkilometern.[6] Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei 6.093 Einwohnern pro Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2012 lag der Ausländeranteil bei 15,3 Prozent, während der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 31,6 Prozent lag.[1] Die Arbeitslosenquote bezifferte sich am 30. April 2013 auf 11,0 Prozent.[2] Am 31. Dezember 2012 betrug das Durchschnittsalter der Bevölkerung 44,1 Jahre.[1]

Altersaufbau[Bearbeiten]

Der Altersaufbau gemäß Statistischem Jahrbuch 2011:[7]

  • < 6 Jahre = 16.184 Personen bzw. 4,8 %
  • 06 bis unter 15 Jahre = 23.744 Personen bzw. 7,1 %
  • 15 bis unter 20 Jahre = 14.036 Personen bzw. 4,2 %
  • 20 bis unter 45 Jahre = 113.013 Personen bzw. 33,6 %
  • 45 bis unter 65 Jahre = 100.555 Personen bzw. 29,9 %
  • 65 Jahre und älter = 68.612 Personen bzw. 20,4 %

Stadtgebiet nach Nutzungsart[Bearbeiten]

Die Flächennutzung im Bezirk per 2008:[7]

  • Tempelhof-Schöneberg insgesamt = 5310 ha
  • Gebäude- und Freifläche = 3076 ha (davon 1719 ha Wohnfläche sowie 538 ha Gewerbe- und Industriefläche 538 ha)
  • Betriebsfläche = 27 ha
  • Erholungsfläche = 584 ha (hiervon 58 ha Sportplätze und Freibäder sowie 527 ha Grünanlagen und Camping)
  • Verkehrsfläche = 1354 ha (darunter 862 ha Straßen, Plätze und Wege sowie 491 ha Bahn- und Flugplatzgelände)
  • Landwirtschaftsfläche = 60 ha
  • Waldfläche = 48 ha
  • Wasserfläche = 42 ha
  • Flächen anderer Nutzung = 118 ha (davon 117 ha Friedhöfe)

Freizeitflächen[Bearbeiten]

Im Bezirk vorhandene Freizeitflächen:[7]

  • 172 Kinderspielplätze = 406.145 m²
  • 7 Hallen-, Frei- und Sommerbäder = 8.493 m²
  • 115 Sportanlagen = 343.864 m²
  • 1 Trabrennbahn = 261.673 m²

Politik[Bearbeiten]

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2011[8]
Wahlbeteiligung: 60,6 %
 %
30
20
10
0
29,3
26,6
24,6
7,6
3,7
1,9
6,3
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006[8]
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+0,5
-5,1
+6,1
+7,6
+0,4
+1,9
-11,4

Die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg am 18. September 2011 ergab folgende Sitzverteilung: CDU 18, SPD 16, Grüne 15, Piraten 4 und Linke 2 Sitze.

Bei Bundestagswahlen bildet der Bezirk den Wahlkreis 82 Berlin-Tempelhof – Schöneberg.[9] Das Direktmandat bei der Bundestagswahl 2009 wurde von Jan-Marco Luczak (CDU) gewonnen.

Wappen[Bearbeiten]

Das heutige Wappen wurde am 25. März 2003 durch den Senat von Berlin verliehen.

Wappen des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
Blasonierung:

„In dem durch einen grünen Stab silbern-golden gespaltenen Schild über einem grünen Bogenschildfuß mit Mittelkuppe vorn ein schwebendes rotes Kreuz mit verbreiterten Enden, hinten ein schreitender roter Hirsch. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.“[10]

Beschreibung:

Das Wappen des Bezirks Tempelhof-Schöneberg vereinigt die Wappen der ehemaligen Bezirke Tempelhof und Schöneberg in einem gespaltenen Schild. Dabei verweist das vordere Feld mit dem Templerkreuz auf die Gründer des Ortes Tempelhof. Der rote Hirsch im hinteren Feld ist dem Wappen Schönebergs entlehnt, der ehemals in doppelter zugewendeter Form auf einem grünen Dreiberg sprang – ein redender Verweis auf den „schönen Berg“, auf dem vermutlich ein Jagdschloss stand. Die Mauerkrone das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtquartiere und Plätze[Bearbeiten]

Bedeutende Gebäude[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Friedhöfe[Bearbeiten]

Grünanlagen[Bearbeiten]

Parkanlagen[Bearbeiten]

Plätze (Auswahl)[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Der Bezirk unterhält folgende Städtepartnerschaften:[11]

International[Bearbeiten]

NiederlandeNiederlande Amstelveen, Niederlande
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London Borough of Barnet, Vereinigtes Königreich
FrankreichFrankreich Charenton-le-Pont, Département Val-de-Marne, Frankreich
PolenPolen Koszalin, Polen
FrankreichFrankreich Levallois-Perret, Frankreich
TurkeiTürkei Mezitli, Bezirk der Stadt Mersin, Türkei
IsraelIsrael Nahariya, Israel

National[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Am 23. September 2008 erhielt der Bezirk den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tempelhof-Schöneberg, Straßen – Plätze – Brücken, Ihre Herkunft, Bedeutung und Umbenennungen, Herausgeber: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Vermessung und Geoinformation, 1. Auflage 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bezirk Tempelhof-Schöneberg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Tempelhof-Schöneberg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Statistischer Bericht – Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2012 (PDF; 3,1 MB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  2. a b Arbeitslosigkeits-Atlas – Arbeitslosigkeit in Berlin – Zahlen und Quoten in der Stadt und in den Bezirken. In: Berliner Morgenpost. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  3. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  4. Gebietstausch mit Friedrichshain-Kreuzberg. Berliner Abendblatt. Artikel vom 28. Februar 2014. Abgerufen am 13. April 2014.
  5. Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2013, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 7. März 2014 (PDF-Datei).
  6. Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 31. Oktober 2013 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 7. März 2014 (PDF-Datei).
  7. a b c Zahlen & Fakten. Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg auf Berlin.de. Abgerufen am 31. Märtz 2014.
  8. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin, abgerufen am 22. September 2011
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAchtzehntes Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes. In: Bundesgesetzblatt. 18. März 2008, abgerufen am 25. Juni 2008.
  10. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen
  11. Städtepartnerschaften des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. Webseiten des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg im Webportal Berlin.de, abgerufen am 27. Februar 2014.