Victor II. Amadeus von Ratibor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Victor II. Amadeus Herzog von Ratibor und Corvey (Gemälde von Philip Alexius de László)

Victor II. Amadeus Herzog von Ratibor, Fürst Corvey, Prinz von Hohenlohe (* 6. September 1847 in Rauden; † 9. August 1923 in Corvey) war ein deutscher Standesherr und preußischer Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Victor Amadeus entstammte dem Hause Hohenlohe-Schillingsfürst. Sein Vater war Victor I. Herzog von Ratibor, Fürst von Corvey. Seine Mutter war Amalie von Fürstenberg.

Ratibor studierte Rechtswissenschaften in Bonn und Göttingen und war Corpsschleifenträger der Borussia Bonn (1867) und Saxonia Göttingen (1890).[1] Bei Saxonia wurde Viktor zur selben Zeit aufgenommen wie seine vier Brüder Max, Karl Egon, Franz (Oberst à la suite) und Egon (Hofmarschall).[2]

Nach der Promotion zum Dr. iur. trat er in das Potsdamer Leib-Garde-Husaren-Regiment ein, mit dem er 1870/71 im Deutsch-Französischen Krieg kämpfte. Zwischen 1873 und 1876 arbeitete er an der deutschen Botschaft in Wien.

1893 übernahm er die Herrschaften Kieferstädtel und Zembowitz in Oberschlesien.

Von 1897 bis 1921 war er Vorsitzender des Schlesischen beziehungsweise Oberschlesischen Provinziallandtages. Als Mitglied der Freikonservativen Partei kandidierte er 1885 und 1888 für das Preußische Abgeordnetenhaus. Seit 1893 war er Mitglied des Preußischen Herrenhauses. Von 1896 bis 1904 war er Vorsitzender der Neuen Fraktion.

Familie[Bearbeiten]

Seit 1877 war er mit Marie geb. Gräfin von Breunner-Enckevoirth verheiratet. Mit ihr hatte er zwei Kinder:

Ferner hatte er noch einen Sohn aus einer anderen Beziehung:

  • Johann Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst (* 8 März 1882; † 5. Januar 1948)

Ehrenämter[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Protokolle des preußischen Staatsministeriums, Bd.6/II, S.616

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 19, 442; 85, 433
  2. W. von der Groeben: Verzeichnis der Mitglieder des Corps Saxonia zu Göttingen 1844 bis 2006. Düsseldorf 2006