Viola von Cramon-Taubadel

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Viola von Cramon-Taubadel

Viola von Cramon-Taubadel (* 23. März 1970 in Halle (Westfalen)) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Sie wurde 2009 über die Landesliste ihrer Partei in den Bundestag gewählt. Auch 2013 kandidierte sie wie schon zuvor im Wahlkreis 52 Goslar-Northeim-Osterode und schied jedoch wegen des schlechten Wahlergebnisses für die Landesliste aus dem Bundestag aus. Innerhalb der Bundestagsfraktion war sie Sprecherin für europäische Außenpolitik und Sportpolitik und darüber hinaus für die Themenbereiche China, Zentralasien und östliche Partnerschaft zuständig.

Werdegang[Bearbeiten]

Bildungsweg und erste Berufstätigkeit[Bearbeiten]

Viola von Cramon, geb. Gehring, legte 1989 ihr Abitur am Ratsgymnasium Bielefeld ab. Zwischen 1990 und 1991 machte sie ein landwirtschaftliches Praktikum bei einem Demeter-Betrieb in Oberbayern. Zwischen 1992 und 1993 war sie Erasmus-Stipendiatin am Wye College in der englischen Grafschaft Kent. Es folgten 1993 ein Sprach- und Studienaufenthalt in Russland, 1994 dort eine Hospitation im Zuge einer Weltbank-Projektstudie in Woronesch und Belgorod und 1995 ein Studienaufenthalt in Estland. 1996 war sie Assistentin im Wirtschaftspolitischen Beratungsprojekt der Deutschen Regierung bei der Ukrainischen Regierung in Kiew. Sie studierte Agrarökonomie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und schloss 1997 als diplomierte Agraringenieurin ab. Zwischen 1995 und 1996 war sie dort auch am Lehrstuhl für Umwelt- und Ressourcenökonomie als Studentische Hilfskraft tätig. 1993 bis 1999 war sie nebenbei als Lektorin bei Agra-Europe und anderen Verlagen tätig. Von 1997 an bis 2004 betrieb sie selbständige Projektarbeit in Mittel- und Osteuropa. Zwischen 2006 und 2007 besuchte sie Vorlesungen an der Cornell University in Ithaca, New York.[1]

Politik und kommunales Engagement[Bearbeiten]

Auf kommunaler Ebene war von Cramon zwischen 2001 und 2006 für Bündnis 90/Die Grünen im Samtgemeinderat Radolfshausen und baute dort den Grünen-Ortsverband mit auf. 2003 bis 2006 saß sie für die Grünen im Kreistag Göttingen und war dort 2002 bis 2005 im grünen Kreisvorstand. 2003 bis 2006 war sie zudem Mitglied des Gesamtvorstands des Landschaftspflegeverbands im Landkreis Göttingen.[1]

Bei den Grünen ist sie Delegierte für die parteiinterne Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Nord-Süd, Delegierte für die BAG Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Sprecherin der niedersächsischen LAG Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und war von 2007 bis 2009 Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) für Europa und Internationale Politik. Sie war für die niedersächsische Landtagswahl 2008 grüne Direktkandidatin für den Wahlkreis 15 Duderstadt und befand sich auf Listenplatz 28 der grünen Landesliste. Für die Bundestagswahl 2009 war sie grüne Direktkandidatin für den Wahlkreis 52 Goslar-Northeim-Osterode und befand sich auf dem Listenplatz 7 der grünen Landesliste Niedersachsen und zog damit in den 17. Deutschen Bundestag ein.[1]

In der 17. Wahlperiode war von Cramon-Taubadel ordentliches Mitglied im Sportausschuss, im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union und übte das Amt einer Schriftführerin aus. Sie war außerdem Stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss.[1]

Des Weiteren war sie ordentliches Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der OSZE (OSZE PV), sowie stellvertretendes Mitglied in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, und der Euromediterranen Parlamentarischen Versammlung.

Auf der Landesdelegiertenkonferenz der niedersächsischen Grünen wurde von Cramon am 9. März erneut auf Platz 7 der Landesliste zur Bundestagswahl 2013 gewählt. Auch als Direktkandidatin für den Wahlkreis 52 Goslar-Northeim-Osterode trat sie erneut an.

2013 schied sie aus dem Deutschen Bundestag aus.

Am 16. Dezember 2013 wurde bekannt, dass sie als von Grünen, SPD und WDB unterstütze Kandidatin bei der Bürgermeisterwahl der Stadt Duderstadt am 4. Mai 2014 antreten wird.

Weitere Mitgliedschaften[Bearbeiten]

1991 war sie Gründungsmitglied des APOLLO-Vereins (Arbeitsgemeinschaft für Projekte in Ökologie, Landwirtschaft und Landesentwicklung in Osteuropa). Dort war sie zwischen 1992 und 2002 als Regionalbetreuerin und Vorstandsmitglied tätig. Zwischen 1991 und 1996 war sie Mitglied der Fachschaft Agrarwissenschaften und Studentische Vertretung im Fakultätsrat Agrarwissenschaften der Universität Bonn. 2001/2002 initiierte und unterstützte sie die Gründung, den Aufbau und die Koordination der Internetplattform Agrospezialist e.V. Zwischen 2001 und 2003 war sie Elternvertreterin im Evangelischen Kindergarten Waake. Seit 2002 ist sie im Vorstand in der Bürgerinitiative Keine Ortsumfahrung Waake e.V., seit 2002 Mitglied und Vorstand (seit 2008 Vorsitzende) des Fördervereins der Grundschule Waake, war 2002 Initiatorin des Hortes für die Grundschule Waake, war 2003 Gründungsmitglied bei Kinderkram e.V., sowie 2008 bei KulturRad e.V. Waake und im selben Jahr Initiatorin des Kinder-Café Waake. Zwischen 1999 und 2008 war sie Mitglied der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG) Frankfurt. 2008 war sie Gewinnerin eines Ideenpreises bei der Körber-Stiftung im Transatlantischen Ideenwettbewerb USable.[1] Seit 2009 ist sie Mitglied des Fachbeirats Europa/Transatlantik der Heinrich-Böll-Stiftung. Außerdem ist sie seit 2010 Mitglied des Kuratoriums der Freya-von-Moltke-Stiftung.

Privates[Bearbeiten]

Von Cramon-Taubadel ist verheiratet und Mutter von vier Kindern.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Viola von Cramon-Taubadel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/C/cramon_taubadel_viola.html