Willi Schur

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Willi Schur (* 22. August 1888 in Breslau; † 1. November 1940 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler, Sänger und Regisseur. Als Filmschauspieler ließ er sich zeitweise nur als W. Schur bezeichnen.

Leben[Bearbeiten]

Frühzeitig begann er sich für die Bühnenkunst zu interessieren, so dass er nach Beendigung seiner schulischen Ausbildung bereits im Alter von 18 Jahren erste berufliche Erfahrungen auf diesem Gebiet sammelte. Zunächst als Komiker eingesetzt, folgten bald verschiedene Engagements in Norddeutschland. Bald bekam er jedoch auch Engagements in Nürnberg und schließlich in Berlin

Hier nahm in den 1920er Jahren auch seine Karriere als Filmschauspieler ihren Anfang. Sein eigentlicher Durchbruch erfolgte jedoch erst ein Jahrzehnt später, als er vorrangig die Rollen der Schurken und Outlaws spielte und sich in diesem Segment zunehmend profilierte.

Zu den bekanntesten Filmen, in denen er als Darsteller mitwirkte, gehörten Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?, Der Hauptmann von Köpenick, die Literaturverfilmung Berlin – Alexanderplatz nach dem Roman von Alfred Döblin, Der Mann, der Sherlock Holmes war und viele andere. Er spielte ebenso in vielen Heimatfilmen mit. Willi Schur verkörperte Rollen in insgesamt mehr als 90 Filmen.

Seine Filmpartner waren unter anderem Walter Janssen, Theo Lingen, Paul Verhoeven, Camilla Horn, Paul Dahlke, Attila Hörbiger, Grethe Weiser, Curt Goetz, Bernhard Minetti, Willy Fritsch und Gustaf Gründgens.

Darüber hinaus war er auch als Regisseur tätig und war Theaterdirektor in Chemnitz.

Willi Schur verstarb 1940 in Berlin und wurde auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf beerdigt.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1931: Berlin – Alexanderplatz
  • 1931: Der Hauptmann von Köpenick
  • 1931: Wer nimmt die Liebe ernst…
  • 1932: An heiligen Wassern
  • 1932: Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?
  • 1932: Der Sieger
  • 1932: Ein steinreicher Mann
  • 1932: Die unsichtbare Front
  • 1932: Aus einer kleinen Residenz
  • 1932: Fünf von der Jazzband
  • 1932: Zigeuner der Nacht
  • 1932: Es geht um alles
  • 1933: Ein gewisser Herr Gran
  • 1933: Großstadtnacht
  • 1933: Salon Dora Green
  • 1933: Der Stern von Valencia
  • 1933: Was wissen denn Männer
  • 1933: Rund um eine Million
  • 1933: Eine Stadt steht kopf
  • 1933: Rakoczy-Marsch
  • 1934: Die Finanzen des Großherzogs
  • 1934: Krach um Jolanthe
  • 1934: Gold
  • 1934: Pechmarie
  • 1934: Fräulein Liselott
  • 1934: Ein Mann will nach Deutschland
  • 1934: Der Herr der Welt
  • 1934: Ein fideles Büro
  • 1934: Warum so aufgeregt?
  • 1934: Die Reise ins Glück
  • 1934: Nischt geht über die Gemütlichkeit
  • 1934: Adam, Eva und der Apfel
  • 1934: Ihr größter Erfolg
  • 1934: Musik im Blut
  • 1934: Der Polizeibericht meldet
  • 1934: Der Doppelgänger
  • 1934: Mein Herz ruft nach dir
  • 1934: Die Töchter ihrer Exzellenz
  • 1935: Der Außenseiter
  • 1935: Ein ganzer Kerl
  • 1935: Wie du mir – so ich dir (auch Regie)
  • 1935: Nach dem Klingeln – Bitte drücken (auch Regie)
  • 1935: Blutsbrüder
  • 1935: Alle Tage ist kein Sonntag
  • 1935: Ich liebe alle Frauen
  • 1935: Laßt Blumen sprechen
  • 1935: Alles um eine Frau

Weblinks[Bearbeiten]