Willy Liebel

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Willy Liebel

Willy Liebel, eigentlich Friedrich Wilhelm Liebel, (* 31. August 1897 in Nürnberg; † 20. April 1945 ebenda) war ein deutscher Politiker (NSDAP) und vom 16. März 1933 bis 20. April 1945 Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg.

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Nach Lehrzeit in der väterlichen Druckerei nahm Liebel von 1914 bis 1918 als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. Anschließend arbeitete er wieder im Familienbetrieb, den er 1926 übernahm. Er war Mitglied der nationalistischen Verbände Reichsflagge und Tannenbergbund (Erich Ludendorff) und Gründer des nationalistischen Verbands Altreichsflagge. Am 5. November 1925 trat er in die NSDAP (Mitgliedsnr. 23.091) ein, am 27. März 1926 wieder aus, im Oktober 1928 wieder ein. Er war ab 1929 Stadtrat (Fraktion der NSDAP) in Nürnberg, ab 1930 Fraktionsführer der NSDAP im Stadtrat.

Liebel war ebenfalls Mitglied der Sturmabteilung (SA), in der er im August 1941 den Rang eines SA-Obergruppenführers erreichte.[1]

Oberbürgermeister und Leiter des Zentralamts im Rüstungsministerium[Bearbeiten]

Zwei Tage vor der Verhaftung des rechtmäßig gewählten Oberbürgermeisters Hermann Luppe am 18. März 1933 durch die bereits nationalsozialistisch geführte Polizei wurde Liebel vom NS-Staatskommissar des bayerischen Innenministeriums illegalerweise mit den Geschäften des ersten Bürgermeisters der Stadt Nürnberg betraut. Am 27. April 1933 wurde Liebel in der konstituierenden Sitzung des von der NSDAP dominierten Stadtrats im Amt des Oberbürgermeisters bestätigt. Von Albert Speer wurde er 1942 als Leiter ins Zentralamt des Rüstungsministeriums berufen und wurde 1944 Mitglied in dessen Arbeitsstab für den Wiederaufbau bombenzerstörter Städte. Das Amt des Oberbürgermeisters behielt er trotz seiner hauptberuflichen Tätigkeit in Berlin bei.

Liebel war Vorsitzender des Zweckverbandes Reichsparteitag, der die Organisation und Durchführung der von 1933 bis 1938 jährlich in Nürnberg stattfindenden Aufmärsche der NSDAP übernahm. Die Amtszeit Liebels war geprägt durch einen Gegensatz zu Julius Streicher, der als Gauleiter der NSDAP und Herausgeber des antisemitischen Hetzblatts Der Stürmer sowie aufgrund der besonderen Wertschätzung durch Adolf Hitler der de facto mächtigste Mann vor Ort war. Nach der Absetzung Streichers im Februar 1940 durch ein „Ehrengericht“ anderer NSDAP-Gauleiter,[2] an deren Zustandekommen neben Liebel auch der Nürnberger Polizeichef Benno Martin beteiligt war, wurde Karl Holz als Protegé Streichers zunächst Vizegauleiter, kurz vor Kriegsende Gauleiter der NSDAP und war damit auch der Nachfolger Streichers als örtlicher Gegenspieler Liebels. Während Streicher und Holz in rüder, offen aggressiver und brutaler Art regierten, war Liebel als jemand, der eher als Technokrat der Macht bezeichnet werden kann, in seinem Auftreten und in manchen Entscheidungen umgänglicher und konzilianter. So beließ er nach seiner (faktisch illegalen) Berufung zum Oberbürgermeister viele städtische Angestellte in ihren Positionen, die sich vor 1933 aktiv für die demokratische Republik eingesetzt hatten. Damit unterscheidet sich Liebel von vielen anderen nationalsozialistischen Oberbürgermeistern. Auch aus diesem Grund war der Gegensatz Streicher und Holz einerseits, Liebel und Martin andererseits eine Konstante der Lokalpolitik während der gesamten zwölf Jahre der nationalsozialistischen Diktatur. Die Darstellung der Unterschiede des Führungsstils erlaubt keinen Rückschluss auf die jeweilige Verstrickung in die Verbrechen des Regimes. Was die praktische und tatsächliche Begehung dieser Verbrechen angeht, war Liebel aufgrund seiner Position weitaus mehr involviert als Streicher, der durch seine unaufhörliche Agitation einen wesentlichen Beitrag dazu leistete, dass so viele Deutsche zur Begehung der Verbrechen bereit waren. Die Unterschiede beziehen sich also auf die Form, nicht auf den Inhalt der jeweils betriebenen, verbrecherischen Politik.

1943 erhielt er von Hitler eine Dotation in Höhe von 50.000 Reichsmark.[3]

Deportationen der Nürnberger Juden[Bearbeiten]

Die Deportationen der Nürnberger Juden wurde im Zusammenwirken von Polizei (Dr. Benno Martin), Stadtverwaltung (Liebel) und Staatspolizeiamt bzw. Geheimer Staatspolizei mit der Deutschen Reichsbahn organisiert.

Im Sommer 1933 lebten in Nürnberg 7502 Juden. Zu Beginn der Deportationen im Herbst 1941 waren in Nürnberg 1835 Juden im Sinne der Nürnberger Gesetze gemeldet.

1941–1944[Bearbeiten]

Am 29. November 1941 wurden 1008 Juden, darunter 512 Nürnberger über Zwischenstation in einem Barackenlager am Reichsparteitagsgelände vom Bahnhof Nürnberg-Märzfeld am Reichsparteitagsgelände unter der Zugnummer Da32 - wobei „Da“ für David stehen soll[4] - nach Riga deportiert; von den 512 Nürnbergern überlebten 16 die Deportation, 496 wurden ermordet.[5] Am 24. März 1942 ging unter der Nummer Da36 der zweite Zug mit Deportierten von Nürnberg ab, diesmal in das Ghetto Izbica bei Lublin. Unter den 1000 Deportierten waren 426 Nürnberger Juden. Alle mit diesem Transport Deportierten wurden ermordet.[6]

19 Nürnberger Juden, die für den zweiten Deportationszug am 24. März 1942 vorgesehen waren, aber aus verschiedenen Gründen damals nicht deportiert worden waren, wurden am 25. April 1942 in Bamberg in den aus Würzburg kommenden Deportationszug Da49 gebracht. Dieser Zug fuhr nach Krasnystaw, etwa 18 km von Izbica entfernt, wo er am Abend des 28. April 1942 eintraf. Diesen Transport mit einer Gesamtstärke von 955 Personen hat niemand überlebt.[7] Damit waren fast alle jüngeren Nürnberger Juden deportiert und zu 99 Prozent ermordet worden.

Die meisten der in Nürnberg noch verbliebenen Juden waren alte Menschen beiderlei Geschlechts und Kinder. Unter den Männern waren Teilnehmer des Ersten Weltkrieges, darunter Kriegsbeschädigte und Dekorierte. Sie wurden Ende August 1942 in drei Altersheimen, darunter das Altersheim in der Johannisstraße 17 („Lazarus und Bertha Schwarz'sche Altersversorgungsanstalt“) zusammengefasst. Am 10. September 1942 wurden 533 alte Nürnberger Juden in das zeitweise als Vorzeige-Konzentrationslager geführte, vor allem aber als Durchgangslager zu den Vernichtungsstätten dienende KZ Theresienstadt in Nordböhmen deportiert.
Der Transport unter der Reichsbahn-Kennung Da512 umfasste insgesamt wiederum 1000 Menschen. Der Zug bestand aus 20 Personenwagen und sechs Güterwagen. Das ist insofern bemerkenswert, als Deportationszüge aus dem sogenannten Altreich schon aus Gründen der Kaschierung des Vorganges allgemein aus Personenwagen bestanden; die allgemein bekannte Art der Deportation mit Güterwagen fand vor allem im Osten und Süden des nationalsozialistischen Machtbereiches statt. Diejenigen, die Theresienstadt überlebten, wurden 1943 und 1944 ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Von diesen 533 Nürnberger Juden überlebten 27 die Deportation.[8]

In Nürnberg verblieben nach diesen drei Massendeportationen noch etwa 345 Juden. Die meisten von ihnen wurden im Herbst 1942 zwangsweise in die Nachbarstadt Fürth verbannt, so dass Liebel nach Berlin melden konnte, dass Nürnberg „judenrein“ sei.

Am 23. September 1942 ging der ursprünglich für Nürnberg geplante Deportationszug Da518 von Würzburg Hauptbahnhof nach Theresienstadt. Die Verlegung des Abfahrtsbahnhofs erfolgte kurzfristig, weil in Nürnberg nicht mehr genügend zu deportierende Juden ansässig waren. In den 20 Personenwagen wurden insgesamt 680 Juden deportiert, davon 566 aus dem Gestapo-Bezirk Nürnberg-Fürth (der auch Würzburg umfasste). Wie viele dieser 566 Menschen aus Nürnberg selbst stammten, ist nicht exakt ermittelt. Es ist anzunehmen, dass die meisten davon aus Würzburg und Mainfranken stammten. Deportierte, die Theresienstadt überlebten, wurden 1943 und 1944 nach Auschwitz weiter deportiert. Von Überlebenden ist nichts bekannt.[9]

Mit der sechsten Deportation wurden 36 Nürnberger Juden am 16. Juni 1943[10] in einem an reguläre Züge angehängten Personenwagen nach Theresienstadt deportiert. Über das weitere Schicksal dieser Menschen ist nichts bekannt.[11] Tags darauf wurden 73 Menschen aus dem Bezirk Nürnberg-Fürth, darunter vermutlich 16 Nürnberger Juden, in einem an reguläre Züge angehängten Personenwagen nach Auschwitz deportiert. Alle 73 Menschen dieser siebten Deportation aus Nürnberg wurden ermordet.[12]

Am 17. Januar 1944 wurden mit der achten und letzten Deportation aus Nürnberg zehn Nürnberger Juden, deren nicht-jüdische Mischehepartner verstorben waren oder sich hatten scheiden lassen, ins KZ Theresienstadt deportiert. Über ihr Schicksal ist nichts bekannt.[13]

Verbleib der letzten Nürnberger Juden, Mitwirkung Liebels an den Deportationen[Bearbeiten]

Die in Nürnberg nun noch verbliebenen etwa 40 Menschen, die nach den Nürnberger Gesetzen als Juden oder „Halbjuden“ galten, lebten alle in sogenannten privilegierten Mischehen, was der Grund für deren Zurückstellung von den Deportationen war. Im Gegensatz zu anderen deutschen Städten wurden diese etwa 40 Menschen schließlich nicht mehr deportiert. Ein Grund dafür ist nicht bekannt. Möglicherweise hängt er mit Aktenverlusten der Gestapo durch Luftangriffe zusammen. Von den mindestens 1542 aus Nürnberg deportierten Juden (zuzüglich der unbekannten Zahl aus dem fünften Deportationszug; insgesamt waren es vermutlich 1631) überlebten insgesamt 68, davon 37 in Theresienstadt.[14] Von den rund 200 Kindern unter den Deportierten überlebten zwei. Liebels unmittelbare Beteiligung an der Deportation und Vernichtung der Nürnberger Juden ist nicht vollständig erforscht. In jedem Fall war er als Oberbürgermeister, gemeinsam mit dem Polizeichef Benno Martin und der Geheimen Staatspolizei, maßgeblich an der Verwaltung und Organisation der Deportationen beteiligt.

Tod[Bearbeiten]

Im April 1945 kehrte Liebel nach Nürnberg zurück. Im Palmenhofbunker, dem letzten von der lokalen NSDAP-Führung gehaltenen Standort am Polizeipräsidium, kam Liebel am 20. April 1945 durch Kopfschuss zu Tode. Die Leiche wurde am 25. April 1945 entdeckt und provisorisch am südwestlichen Eingang des Rochusfriedhofs bestattet.[15] Ob Liebel durch Suizid, Tötung durch andere Bunkerinsassen oder durch Kampfhandlung starb, wurde historisch nicht zweifelsfrei ermittelt. Im 1956 durchgeführten gerichtlichen Verfahren zur Todesfeststellung wurde von Zeugen ausgesagt, dass Liebel durch einen Kopfschuss am linken Ohr getötet wurde.[16] Da Liebel Rechtshänder war, spräche dies für Fremdtötung. Die gerichtlich festgestellte Todesursache lautete jedoch auf Selbsttötung.

Zwar berichtet Speer in seinen Spandauer Tagebüchern, Streicher habe ihm auf der Anklagebank während der Nürnberger Prozesse mitgeteilt, er, Streicher, habe Liebel in den letzten Kriegstagen ermorden lassen.[17] Eine solche Behauptung ist jedoch, abgesehen von der ohnehin fragwürdigen Quelle, nicht glaubhaft, da Streicher nicht in Nürnberg, sondern auf seinem Verbannungsort Pleikershof war und nach 1940 über keinerlei mittel- oder unmittelbare Macht mehr verfügte; diese angebliche Äußerung Streichers gegenüber Speer ist daher, sofern sie überhaupt fiel, eher als Aufschneiderei denn als historisch relevante Information zu werten.

Nach Schilderung des überlebenden Kampfkommandanten Wolf erschoss Liebel sich gegen 00:30 Uhr am 20. April 1945 im Raum des Gauleiters Holz im Palmenhofbunker.[18]

In Nürnberg wird allgemein angenommen, dass Liebel durch den langjährigen Gegner im lokalen Machtgefüge, den Gauleiter Karl Holz, erschossen wurde. Zutreffend oder nicht, gibt diese Einschätzung die Wahrnehmung der Charaktere durch die Zeitgenossen wieder. Nach Aussage des Kampfkommandanten Wolf beging Liebel Selbstmord; ein Gericht bezeichnete ihn als „Bilanzselbstmord“.[19]

Historische Einordnung[Bearbeiten]

Liebel war als Oberbürgermeister Nürnbergs, als Leiter des Zentralamts im Rüstungsministerium sowie als Mit-Organisator der Deportationen der Nürnberger Juden maßgeblich in die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes verstrickt.

In der Lokalgeschichte Nürnbergs fällt die Bewertung Liebels im Vergleich zu den anderen prominenten Nationalsozialisten vor Ort, dem im Februar 1940 ins Abseits geratenen und als NSDAP-Gauleiter abgesetzten Julius Streicher und seinem Nachfolger Karl Holz, geringfügig weniger scharf verurteilend aus. So wurde nach der Einnahme der Stadt Nürnberg am 20. April 1945 gemutmaßt, Liebel sei von Karl Holz erschossen worden, weil er (Liebel) den Kampf gegen die anrückende 3. und 45. US-Infanterie-Division aufgeben und die Stadt übergeben wollte. Ob dies zutreffend ist, wird nicht mehr zu ermitteln sein, da es nur einen überlebenden Zeugen[20] aus dem inneren Führungszirkel gab. Gleichwohl vermittelt dieses Gerücht einen Einblick in die Sichtweise der Zeitgenossen. Diese Sichtweise wird unter anderem durch folgendes Ereignis gestützt: Hitler gab am 19. März 1945 den sogenannten Nero-Befehl aus. Demnach waren bei Annäherung der Alliierten an eine Stadt alle Einrichtungen der Infrastruktur zu zerstören, so etwa Gaswerke, Wasserwerke, Kläranlagen, Kraftwerke, Brücken, Fernmeldeämter; es lag in Hitlers erklärter Absicht, einerseits den Alliierten den Nutzen einer eingenommenen Stadt zu verringern und so ihren Vorwärtsdrang zu stoppen, andererseits erklärte er, dass man auf die primitivsten Bedürfnisse des deutschen Volkes keine Rücksicht mehr zu nehmen hätte:[21][22]

„Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das Volk verloren sein. Dieses Schicksal ist unabwendbar. Es ist nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil, es ist besser, selbst diese Dinge zu zerstören, uns selbst zu zerstören. Denn das Volk hat sich als das schwächere erwiesen, und dem stärkeren Ostvolk gehört die Zukunft. Was nach dem Kampf übrig bleibt, sind ohnehin nur die Minderwertigen, denn die Guten sind gefallen“


Die lokale Auslösung dieses selbst für die nationalsozialistische Gewaltherrschaft besonders radikalen und menschenverachtenden Befehls oblag dem nunmehrigen Gauleiter Karl Holz. Holz gab am 16. April 1945, bei Annäherung der ersten amerikanischen Kampfeinheiten (3. Inf.-Div. unter Generalmajor John W. O'Daniel und 45. Inf.-Div. unter Generalmajor T. Frederic der 7. US-Armee[23]) an Nürnberg, den Befehl, die Selbstzerstörung auszulösen. Hierzu sollte über den Reichssender Nürnberg das Kommando „Achtung! Achtung! Sonderkommando Z: Code ‚Puma‘!“ gegeben werden. Im stillschweigenden oder ausdrücklichen Einvernehmen zwischen Liebel und dem Sprecher des Senders, Wachtmeister der Flak-Artillerie Arthur Schöddert,[24] wurde dieser Befehl, der weitere, vermutlich Tausende von Menschenleben gefordert hätte, nicht gesendet; zugleich wurde Holz unzutreffend berichtet, dass er gesendet worden sei.[25]

Liebel verfolgte damit in den letzten Tagen die Politik seines Vorgesetzten im Rüstungsministerium, Albert Speer, der ebenfalls den Nero-Befehl unterlief. Kampfkommandant Wolf ordnete daraufhin um 10 Uhr 30 am 20. April 1945 die Einstellung der Kämpfe an und stellte den Einheiten ihr Handeln frei, ordnete jedoch nicht die Übergabe an;[26] um 11 Uhr 00 kapitulierten, von einzelnen marodierenden Soldaten abgesehen, die verbliebenen deutschen Truppen.

Siehe Schlacht um Nürnberg

Durch das Unterlassen der Selbstzerstörung blieb die Zahl der auf deutscher Seite durch die Schlacht um Nürnberg getöteten Zivilisten bei 371. Ferner kamen 130 amerikanische Soldaten und mindestens 400 deutsche Soldaten und andere Kombattanten, insgesamt also mindestens 901 Menschen ums Leben.[23][27]

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias Klaus Braun: Die Verwaltung der Stadt Nürnberg im Nationalsozialismus 1933-1945. Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten im totalitären Staat. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg. Nr. 96, 2009, S. 293–319.
  • Matthias Klaus Braun: Hitlers liebster Oberbürgermeister: Willy Liebel (1897-1945). (Inaugural-Dissertation). Neustadt an der Aisch 2012, ISBN 978-3-87707-852-5, S. 126. (Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte, Band 71)
  • Centrum Industriekultur Nürnberg (Hrsg.): Unterm Hakenkreuz. Alltag in Nürnberg 1933-1945. Hugendubel, München 1993, ISBN 3-88034-659-3.
  • Egon Fein: Hitlers Weg nach Nürnberg. Verführer. Täuscher. Massenmörder. Nürnberg 2002, ISBN 3-931683-11-7.
  • Robert Fritzsch: Nürnberg unterm Hakenkreuz: Im Dritten Reich 1933-1939. Droste, Düsseldorf 1983, ISBN 3-7700-0627-5.
  • Rainer Hambrecht: Der Aufstieg der NSDAP in Mittel- und Oberfranken (1925-1933). (Nürnberger Werkstücke 17). Nürnberg 1976, ISBN 3-87432-039-1.
  • Karl Kunze: Kriegsende in Franken und der Kampf um Nürnberg im April 1945. (Nürnberger Forschungen 28). Edelmann, Nürnberg 1995, ISBN 3-87191-207-7.
  •  Erich Stockhorst: 5000 Köpfe. Wer war was im Dritten Reich. Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-116-1.
  • Fritz Nadler: Ich sah, wie Nürnberg unterging. Fränkische Verlagsanstalt, Nürnberg 1955, DNB 453528988.
  • Siegfried Zelnhefer: Willy Liebel, Oberbürgermeister der „Stadt der Reichsparteitage Nürnberg“. Eine biographische Skizze. In: Jahrbuch für fränkische Landesforschung. 60 (2000), S. 661–680.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Willy Liebel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Utho Grieser: Himmlers Mann in Nürnberg. Der Fall Benno Martin. Eine Studie zur Struktur des 3. Reiches in der „Stadt der Reichsparteitage“. (= Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte. Band 13) Stadtarchiv Nürnberg, Nürnberg 1974, ISBN 3-87432-025-1, S. 309.
  2. Zitiert nach: Helmut Heiber: Die Rückseite des Hakenkreuzes. dtv, München 1993, ISBN 3-423-02967-6, S. 320 f.
  3. Gerd R. Ueberschär, Winfried Vogel: Dienen und Verdienen. Hitlers Geschenke an seine Eliten. Frankfurt 1999, ISBN 3-10-086002-0.
  4. Die weitaus meisten Deportationszüge aus dem Deutschen Reich zu den Vernichtungslagern waren von der Deutschen Reichsbahn mit dem Kürzel „Da“ versehen; siehe: Michael Diefenbacher, Wiltrud Fischer-Pache (Hrsg.): Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Shoah. Edelmann, Nürnberg 1998, ISBN 3-87191-249-2.
  5. Alfred Gottwald, Diana Schulle: Die ‚Judendeportationen‘ aus dem Deutschen Reich 1941-1945. Marix, Wiesbaden 2005, ISBN 3-86539-059-5, S. 122.
  6. Gottwald, Schulle: Die ‚Judendeportationen‘ aus dem Deutschen Reich 1941-1945. 2005, S. 185 f.
  7. Gottwald, Schulle: Die ‚Judendeportationen‘ aus dem Deutschen Reich 1941-1945. 2005, S. 200.
  8. Gottwald, Schulle: Die ‚Judendeportationen‘ aus dem Deutschen Reich 1941-1945. 2005, S. 323 ff.
  9. Gottwald, Schulle: Die ‚Judendeportationen‘ aus dem Deutschen Reich 1941-1945. 2005, S. 331 ff.
  10. In Abweichung zu Gottwald, Schulle wird auch das Datum 17. Juni 1943 genannt, In: Utho Grieser: Himmlers Mann in Nürnberg - Der Fall Benno Martin: Eine Studie zur Struktur des Dritten Reiches in der ‚Stadt der Reichsparteitage‘. (Band 13 der Schriftenreihe des Stadtarchivs Nürnberg). 1974, ISBN 3-87432-025-1, S. 264.
  11. Gottwald, Schulle: Die ‚Judendeportationen‘ aus dem Deutschen Reich 1941-1945. 2005, S. 360.
  12. Gottwald, Schulle: Die ‚Judendeportationen‘ aus dem Deutschen Reich 1941-1945. 2005, S. 421.
  13. Bernhard Kolb: Die Juden in Nürnberg 1849-1945. Selbstverlag, Stadtarchiv Nürnberg Signatur F 5 Nr. 404 b, S. 100.
  14. Für alle Angaben dieses Absatzes: Bernhard Kolb: Die Juden in Nürnberg 1849-1945. Selbstverlag, Stadtarchiv Nürnberg Signatur F 5 Nr. 404 b, S. 100 ff.
  15. Fritz Nadler: Ich sah, wie Nürnberg unterging. Fränkische Verlagsanstalt, Nürnberg 1955, DNB 453528988, S. 138.
  16. Fritz Nadler: Ich sah, wie Nürnberg unterging. 1955, S. 138; Nadler war selbst beim Auffinden der Leiche Liebels anwesend
  17. Albert Speer: Spandauer Tagebücher. Frankfurt am Main 1975, S. 173.
  18. Walter Kempowski: Das Echolot - Abgesang '45. 3. Auflage. Knaus, München 2005, ISBN 3-8135-0249-X, S. 51.
  19. Siegfried Zelnhefer: Willy Liebel, Oberbürgermeister der „Stadt der Reichsparteitage Nürnberg“. Eine biographische Skizze. In: Jahrbuch für fränkische Landesforschung. 60 (2000), S. 661–680, hier: S. 680.
  20. Der überlebende Kampfkommandant Wolf gab zum Tod des Liebel an, dieser habe sich selbst erschossen; jedoch bleiben Zweifel an dieser Aussage, die in Zelnhefer: Willy Liebel ... 2000, S. 679 f. veröffentlicht sind.
  21. Das nachfolgende Zitat Hitlers vom 19. März 1945 zur Erläuterung des Nero-Befehls zitiert aus: Erwin Leiser: Mein Kampf (Bilddokumentation). Fischer Bücherei, Frankfurt am Main 1961, OCLC 807874363, S. 185.
  22. So auch in indirekter Rede wiedergegeben in einer Denkschrift Speers an Hitler vom 29. März 1945, der darin Hitlers Worte wiederholt, um sie sich von ihm bestätigen zu lassen; zitiert nach: Der Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg, Wortprotokoll der Nachmittagssitzung des 159. Verhandlungstags, 20. Juni 1946. (online auf: zeno.org)
  23. a b Stadt Nürnberg Online
  24. Bombardement auf Nürnberg. In: Eines Tages - Zeitgeschichte auf Spiegel Online
  25. Martin Diefenbacher, Wiltrud Fischer-Pache: Der Luftkrieg gegen Nürnberg. Nürnberg, 2004, ISBN 3-87707-634-3, S. 294.
  26. Walter Kempowski: Das Echolot - Abgesang '45. 3. Auflage. Knaur, München 2005, ISBN 3-8135-0249-X, S. 52.
  27. Martin Diefenbacher, Wiltrud Fischer-Pache: Der Luftkrieg gegen Nürnberg. Nürnberg 2004, ISBN 3-87707-634-3, S. 380 ff.