Wirtschaftswoche

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Wirtschaftswoche
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Beschreibung Wirtschaftszeitschrift
Verlag Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage
(IVW 1/2015)
149.604 Exemplare
Reichweite (MA 2010 I) 0,91 Mio. Leser
Chefredakteur Miriam Meckel
Weblink www.wiwo.de
ISSN 0042-8582

Die Wirtschaftswoche (eigene Schreibweise WirtschaftsWoche; WiWo) ist ein deutsches Wirtschaftsmagazin und wurde 1926 unter dem Namen Der deutsche Volkswirt gegründet. Von Mai 1943 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges erschien sie zusammen mit dem Wirtschaftsdienst unter dem Titel Die deutsche Volkswirtschaft. Ab 1946 wurde sie zunächst als Frankfurter Ökonomist: Zeitung für die neue Wirtschaft weitergeführt, von 1947 bis 1949 alsWirtschafts- und Finanz-Zeitung und von 1949 bis 1971 unter dem Namen Der Volkswirt, in dem die Zeitschrift Wirtschafts-Verwaltung (1948 bis 1949) aufging. 1971 wurde die Zeitschrift in Wirtschaftswoche, der Volkswirt, Aktionär umbenannt und der seit 1968 erschienene Aktionär aufgenommen. Die Umbenennung in Wirtschaftswoche erfolgte schließlich 1973. In sie ging wiederum u.a. die von 1967 bis 1974 verlegte Plus. Zeitschrift für Unternehmensführung auf.

Sie erscheint wöchentlich immer freitags und wird von der Verlagsgruppe Handelsblatt herausgegeben. Die Wirtschaftswoche hat ihren Redaktionssitz in Düsseldorf.

Die Wirtschaftswoche ist Pflichtblatt der Wertpapierbörse in Frankfurt und Düsseldorf.

Chefredakteure[Bearbeiten]

Auflage[Bearbeiten]

Entsprechend dem allgemeinen Trend bei gedruckten Medien ging auch die Auflage der Wirtschaftswoche in den letzten Jahren deutlich zurück. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 16,1 Prozent gesunken.[1] Sie beträgt gegenwärtig 149.604 Exemplare.[2] Das entspricht einem Rückgang von 28.678 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 55,2 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[3]


Rankings[Bearbeiten]

Jährlich veröffentlicht die Wirtschaftswoche ein Hochschulranking. Grundlage dafür ist eine Befragung von rund 500 Personal- und Recruitingverantwortlichen durch den Employer-Branding-Spezialisten Universum Communications in Zusammenarbeit mit dem Recruiting-Dienstleister access KellyOCG. Die Personalverantwortlichen werden gefragt, welche Universitäten und Fachhochschulen die ihrer Einschätzung nach besten Studierenden in den Studienrichtungen Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Ingenieurwesen, Informatik, Naturwissenschaften und Jura ausbilden.

2009 veröffentlichte die Wirtschaftswoche zum sechsten Mal ein Städteranking. Grundlage war eine Untersuchung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, in der die 50 einwohnerstärksten Städte Deutschlands nach rund 100 ökonomischen und strukturellen Indikatoren wie Produktivität, Bruttoeinkommen oder Investitionen bewertet wurden.[4]

WiWo Green[Bearbeiten]

Seit Anfang 2013 betreibt die WirtschaftsWoche mit WiWo Green ein Portal rund um die grüne Wirtschaft.[5] Die Themen sind neben erneuerbarer Energie und nachhaltigen Unternehmensstrategien auch Innovationen aus den Bereichen Mobilität, Megacities und Geldanlage. Die Leserzahlen des Portals wachsen im zweistelligen Prozentbereich und erreichten schon nach wenigen Monaten laut Angaben der Redaktion 200.000 Seitenabrufe pro Monat. Damit ist WiWo Green das größte Nachrichtenportal im Bereich „grünen Wirtschaft“.

EU und Image-Kampagne[Bearbeiten]

Unter Chefredakteurin Miriam Meckel nahm die Wirtschaftswoche von früherer EU- und Euro-Kritik Abstand[6] und begann im Mai 2015 eine eigene Imagekampagne für die Europäische Union.[7] Hierzu sollen mehrere Agenturen Werbefilme und Anzeigen für die Druck- und Online-Ausgabe produzieren. In diesen werden u.a. EU-Kritiker unabhängig von politischer Haltung und Motivation mit Kleinkindern verglichen, welche die Welt mangels Reife und Wissen nicht zu erfassen vermögen. Meckel begründete den Schritt vor allem mit „handfesten“ Gewinnen für die Wirtschaft Deutschlands; die Kampagne sei daher „folgerichtig“.[8]

Gründerwettbewerb[Bearbeiten]

Seit 2007 schreibt die Wirtschaftswoche gemeinsam mit Partnern wie der Werbeagentur Jung von Matt und der Wirtschaftskanzlei White & Case jährlich den mit 300.000 Euro dotierten Gründerwettbewerb aus, um Jungunternehmer zu fördern. Bisherige Gewinner waren:

  • 2007 armedangels (Fairtrade Modelabel)[9]
  • 2008 Suncoal (Energieunternehmen)[10]
  • 2009 Chocri (Schokoladenanbieter)[11]
  • 2010 Avocado Store (Marktplatz für nachhaltige Produkte)[12]
  • 2011 E-Bility (Elektroroller)[13]
  • 2012 meine möbelmanufaktur (Möbel nach Maß online bestellen)[14]

Best Office Award[Bearbeiten]

Der BEST OFFICE Award ist ein Wirtschaftspreis, der seit 2004 von Wirtschaftswoche[15] und Koelnmesse im zweijährlichen Turnus anlässlich der Internationalen Fachmesse für Office und Object ORGATEC verliehen wird. Zusammen mit dem wissenschaftlichen Partner, dem Institut für Arbeitswissenschaft der Technischen Universität Darmstadt (IAD), prämiert der Wettbewerb internationale Unternehmen für zukunftsweisende Bürokonzepte.[16][17] Der BEST OFFICE Award wird seit 2008 in zwei Kategorien vergeben. Jeweils ein Büroobjekt im Inland wie im Ausland wird prämiert. Dabei richtet sich der Wettbewerb an alle Unternehmen unabhängig von ihrer Größe und ihrer Branche. Was zählt, sind die Ideen, mit denen sie sich mit den Besten der ganzen Welt messen lassen können.

Teilnahmebedingungen[Bearbeiten]

Teilnehmen können alle Unternehmen im In- und Ausland, die moderne Bürokonzepte eingeführt haben sowie externe Spezialisten für Büroplanung- und gestaltung, die das Projekt maßgeblich vorangetrieben haben. Um am Wettbewerb teilnehmen zu können, muss das Unternehmen einen Fragebogen ausfüllen und einsenden, der vom Institut für Arbeitswissenschaft der Technischen Universität Darmstadt (IAD) erarbeitet wurde, ausfüllen, ferner müssen Fotos des Büroprojekts beigefügt werden.[18][19]

Preisverleihung[Bearbeiten]

Die Preisverleihung findet im Rahmen der ORGATEC auf dem Gelände der Koelnmesse statt.[20] Die beiden Preisträger werden zudem in der WirtschaftsWoche vorgestellt.

Preisträger[Bearbeiten]

Wettbewerber[Bearbeiten]

Die Wirtschaftswoche hat keine direkten Wettbewerber in Deutschland. Die Magazine Impulse und Capital von Gruner + Jahr erscheinen jeweils nur einmal im Monat. Die ebenfalls von Gruner + Jahr herausgegebene Börse Online und Focus Money aus dem Burda-Verlag sind klassische Anlegermagazine.

Literatur[Bearbeiten]

  • WirtschaftsWoche (WiWo). Pflichtblatt der Wertpapierbörse in Frankfurt und Düsseldorf. Verl.-Gruppe Handelsblatt, Düsseldorf. ISSN 0042-8582

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  2. laut IVW, erstes Quartal 2015 (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  3. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  4. http://www.insm-wiwo-staedteranking.de
  5. WiWo Green. Abgerufen am 8. August 2013.
  6. WirtschaftsWoche erscheint künftig schon freitags und will weniger eurokritisch sein. Abgerufen am 22. Mai 2013.
  7. Europakampagne. Abgerufen am 22. Mai 2013.
  8. WirtschaftsWoche mit Europakampagne. Abgerufen am 22. Mai 2013.
  9. WiWo-Gründerwettbewerb Gewinner 2007 auf wiwo.de
  10. WiWo-Gründerwettbewerb Gewinner 2008 auf wiwo.de
  11. WiWo-Gründerwettbewerb Gewinner 2009 auf wiwo.de
  12. WiWo-Gründerwettbewerb Gewinner 2010 auf wiwo.de
  13. WiWo-Gründerwettbewerb Gewinner 2011 auf wiwo.de
  14. WiWo-Gründerwettbewerb Gewinner 2012
  15. Vernetzte Nester in: Der Standard vom 15. November 2006
  16. http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/ausschreibung-best-office-award-die-besten-bueros-der-welt-421950/
  17. BMW-Werk in Leipzig und oberfränkischer Kunststoffverarbeiter Rehau Deutschlands modernste Arbeitsplätze auf bild.de vom 27. Oktober 2006
  18. Bürokonzepte mit Zukunft: „Best Office Award“ ausgelobt in: Cebra, Ausgabe Mai 4/2010
  19. http://www.biz-awards.de/wettbewerbe/qualitaet/641/best_office_award.html
  20. Solon und voestalpine stahl gewinnen Best Office Awards in: Möbelkultur Online vom 13. Oktober 2010
  21. „Best Office“-Award: Sieger stehen fest in: Business Partner – Die Zeitschrift für Handel und Industrie vom 12. Oktober 2010