Wolfgang Börnsen

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Wolfgang Börnsen (2009)

Wolfgang Börnsen (* 26. April 1942 in Flensburg) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1987 bis 2013 Bundestagsabgeordneter und von 2005 bis 2013 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.[1]

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach der Mittleren Reife machte Börnsen eine Lehre zum Maurer und besuchte die Höhere Handelsschule Flensburgs. Danach absolvierte er an der Pädagogischen Hochschule (PH) Kiel ein Studium für das Lehramt an Realschulen. Anschließend war er als Lehrer für Geschichte, Wirtschaft/Politik und Religion an der Käte-Lassen-Schule Flensburg tätig. Börnsen hatte außerdem Lehraufträge an der PH Kiel für Freizeitpädagogik und an der PH Flensburg für Spiel- und Theaterpädagogik.

Wolfgang Börnsen ist evangelisch, verheiratet und Vater von vier Kindern.[2]

Partei[Bearbeiten]

Börnsen trat 1967 in die CDU und 1977 auch in die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ein. Er war von 1991 bis 1995 Generalsekretär der CDU Schleswig-Holstein.[3]

Abgeordneter[Bearbeiten]

Seit 1987 war Börnsen Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er Vorsitzender des Arbeitskreises Küste der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Seit November 2005 leitete er außerdem den Fraktionsarbeitskreis Kultur und Medien und ist auch kulturpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion. In dieser Funktion griff er im April 2012 die Nominierung des Computerspiels Crysis 2 für den Deutschen Computerspielpreis an; obgleich die Jury als unabhängig definiert ist, drohte Börnsen mit "einer Neubesetzung der Jury" und wurde dafür von unterschiedlichsten Seiten kritisiert,[4][5] sogar aus den eigenen Reihen.[6]

Wolfgang Börnsen ist 1987, 1990, 1994 und 2009 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises 1 Flensburg – Schleswig in den Bundestag eingezogen, 1998, 2002 und 2005 über die Landesliste Schleswig-Holstein. Er kündigte an, bei der Bundestagswahl 2013 nach über 25 Jahren als Bundestagsabgeordneter nicht mehr anzutreten.[7] Seine Nachfolgerin wurde Sabine Sütterlin-Waack.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Börnsen ist Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Vorbild mit kleinen Fehlern – Abgeordnete zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Siegler, Sankt Augustin, 2001, ISBN 3-87748-613-4
  • Plattdeutsch im Deutschen Bundestag. Siegler, Sankt Augustin, 2001, ISBN 3-87748-614-2
  • Fels oder Brandung? Gerhard Stoltenberg – der verkannte Visionär. Siegler, Sankt Augustin, 2004, ISBN 978-3-87748-644-3
  • Rettet Berlin – Schleswig-Holsteins Beitrag zur Luftbrücke 1948/49. Wachholtz, Neumünster, 2008, ISBN 978-3-529-02812-0

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. cducsu.de: Themen / Arbeitsgruppen - Kultur und Medien
  2. http://www.wolfgang-boernsen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=51&Itemid=101
  3. Geschichte der CDU, Landesverband Schleswig-Holstein, Konrad-Adenauer-Stiftung. Abgerufen am 17. März 2011.
  4. Vgl. z.B. Kai Biermann: Der Computerspielpreis, der keiner sein soll, ZEIT Online vom 26. April 2012.
  5. Union kriegt bei "Crysis 2" die Krise, Süddeutsche.de vom 26. April 2012.
  6. CNETZ: cnetz verteidigt Nominierung von Crysis 2 beim Deutschen Computerspielpreis aufgerufen am 26. April 2012
  7. http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/artikel/boernsen-im-herbst-2013-ist-schluss.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wolfgang Börnsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien