Kollegah

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Dieser Artikel behandelt den Hip-Hop-Musiker Kollegah. Für dessen gleichnamiges Album, siehe Kollegah (Album)
Kollegah beim Fotoshooting im September 2007

Kollegah (* 3. August 1984 in Friedberg (Hessen)[1]; bürgerlich Felix Antoine Blume[2][3]) ist ein deutscher Rapper, der beim Label Selfmade Records unter Vertrag steht. Er ist auch bekannt unter dem Pseudonym T.O.N.I.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Ahornblattlogo von Kollegah

Blume ist der Sohn eines kanadischen Vaters und einer deutschen Mutter und verbrachte seine Jugend teilweise vaterlos. Der Spitzname „Kollegah“ ist auf seinen Stiefvater zurückzuführen. Kollegah wuchs in der Stadt Simmern im Hunsrück auf.

Kollegah konvertierte mit 15 Jahren zum Islam. In einem Interview erklärte er, dass er sich durch seinen algerischen Stiefvater mit der Religion in Kontakt kam. Er fing an sich zu informieren und Bücher über den Islam zu lesen. Letztendlich ist er zu der Erkenntnis gekommen, dass der Islam die richtige Religion für ihn sei.

Er war zeitweise als Übersetzer tätig und übersetzte unter anderem 2003 das Buch „Tod - Auferstehung - Hölle“ des umstrittenen Autors und islamischen Kreationisten Harun Yahya vom Englischen ins Deutsche.[1] [4]

Seine Übersetzertätigkeit ließ er danach ruhen, da er 2003 unter dem Namen T.O.N.I. anfing zu rappen. Er war zu diesem Zeitpunkt auch im Internetportal Reimliga Battle Arena kurzzeitig aktiv. [5]

Sein erstes Mixtape Zuhältertape Vol. 1 bot er frei zum Download an. Er steht seit 2005 bei dem Label Selfmade Records unter Vertrag. Am 29. Dezember des gleichen Jahres veröffentlichte er dort das Zuhältertape X-Mas Edition, ein Re-Release seines ersten Mixtapes. Am 9. Juli 2006 publizierte er sein zweites Mixtape Boss der Bosse, welches vom Hip-Hop-Magazin Juice zum Mixtape des Monats ernannt wurde. Die Hälfte der Beats auf diesem Tonträger stammen von dem Selfmade-Produzenten Rizbo.

Kritisiert wurde Kollegah wegen seinem Auftritt beim Hip-Hop- und Reggaefestival Splash, Anfang 2006, wo er eine desatiöse Liveperformance ablegte.[5][1][6] Er selbst rechtfertigt dies damit, das er unvorbereitet aufgetreten war und es sich um seinen allerersten Liveauftritt gehandelt habe.[5]

Im September 2007 sollte ursprünglich sein erstes Solo-Album mit dem Titel Alphagene über Selfmade-Records erscheinen. Dieses wurde jedoch aufgrund eines Strafprozesses gegen Kollegah auf den 16. November verschoben.[7] Am 23. Oktober 2007 war erstmals ein Video von Kollegah in der MTV-Show Urban TRL wählbar. Der zum Lied Kuck auf die Goldkette 2007 gedrehte Clip konnte mehrere Male Platz 1 der TRL-Most-Wanted-Charts erreichen.

Die beiden Musikstücke Showtime Again und Sommer vom Mixtape Boss der Bosse wurden in dem Spielfilm Nachtspuren verwendet[8].

Stil

Kollegahs Stil lehnt sich stark an den Gangsta-Rap an, wobei er ihn selbst als Zuhälterrap bezeichnet. Er ist besonders durch seine Punchlines, seine komplexen Reimketten, sowie seine Doubletime-Raptechnik bekannt.[1]


Diskografie

Alben

[9]

[10]

Cover Titel Jahr Kommentar
Zuhältertape (X-Mas Edition) 2005 Mixtape
Boss der Bosse 2006 Streetalbum
Alphagene 2007
Kollegah 2008
Jung, brutal, gutaussehend 2009 Kollaboalbum mit Farid Bang

Sonstige

  • 2005: Zuhältertape Vol.1 (Freeload)
  • 2007: Chronik 1 (Sampler mit Favorite, Slick One und Shiml)
  • 2008: Bodyguard (Juice Exclusive! auf Juice-CD #88)
  • 2009: Chronik 2 (Sampler mit Favorite, Casper und Shiml)

Auszeichnungen

  • 2008 erreichte Kollegah bei den Juice Awards des Hip-Hop-Magazins Juice Platz 1 in der Rubrik Newcomer National.[11]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d Dennis Kraus: Kollegah, Slipper statt Sneaker. In: Backspin Hip Hop Magazin. September 2008 (Bericht über Kollegah; Backspin 96, S. 10-16).
  2. Mainzer Beef geht weiter (rap,de)
  3. Selfmade antwortet (rap.de)
  4. Online-Ausgabe des Buches
  5. a b c Niko Hüls: Die Akte Kollegah. In: Backspin Hip Hop Magazin. November 2007 (Interview mit Kollegah, Backspin 90; S. 40-42).
  6. Davide Bortot: Heisser Herbst - Kollegah. In: Juice Magazin. November 2007 (Einzelne Berichte über die Interpreten der am meisten erwarteten Alben 2007; Juice, S. 68-70).
  7. Laut.de: Kollegah: Drogenhandel verdirbt Releasedate
  8. Nachtspuren Filmcrew-Übersicht. nachtspuren.de. Abgerufen am 6. Juni 2009.
  9. a b c musicline.de: Kollegah in der deutschen Hitparade
  10. a b austriancharts.at: Kollegah in der österreichischen Hitparade
  11. Juice, Ausgabe 03/2008, S. 28
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