Yakushima

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Dieser Artikel behandelt die Insel Yakushima. Die gleichnamige Gemeinde wird unter Yakushima (Kagoshima) beschrieben, der Asteroid unter (20193) Yakushima.
Yakushima
Sempiro-Wasserfall
Sempiro-Wasserfall
Gewässer Ostchinesisches Meer
Inselgruppe Ōsumi-Inseln
Geographische Lage 30° 20′ N, 130° 31′ O30.340287130.5223851935Koordinaten: 30° 20′ N, 130° 31′ O
Yakushima (Japan)
Yakushima
Länge 28,3 km
Breite 25,7 km
Fläche 504,89 km²
Höchste Erhebung Miyanoura
1935 m
Einwohner etwa 13.000 (1. September 2014)
26 Einw./km²
Hauptort Yakushima

Yakushima (jap. 屋久島) ist eine der Ōsumi-Inseln der Nansei-Inseln in der Präfektur Kagoshima. Auf der Insel befindet sich die gleichnamige Gemeinde Yakushima.

Jährlich wird die Insel von mehr als 300.000 Touristen besucht, die es vor allem auf den dichten immergrünen Feuchtwald abgesehen haben. Yakushima steht durch den Flughafen Yakushima sowie zwei Häfen, die von Fähren angelaufen werden, mit dem Festland in Verbindung.

Geografie[Bearbeiten]

Yakushima ist 61,3 Kilometer von der Südspitze Kap Sata (Sata-misaki) auf der Ōsumi-Halbinsel der Insel Kyūshū entfernt. Die Insel hat eine Fläche von 504,89 km²[1], einen Umfang von 89 km und einen Durchmesser von 28 km. Der höchste Berg nicht nur der Insel sondern auch der Großregion Kyūshū ist der Miyanoura mit 1935 Metern.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die meisten Einwohner hatte Yakushima 1960 mit 24.010 Menschen. Bis ca. 1995 sank die Zahl beständig auf etwas über 13.000 und blieb dann auf diesem Niveau. Die Wirtschaftsstruktur wechselte von der mehrhundertjährigen Ausfuhr von Holzprodukten über Küstenfischerei und Orangenanbau hin zu Infrastrukturmaßnahmen und Tourismus als Haupterwerbsquelle.

Klima[Bearbeiten]

Man sagt, dass es „35 Tage im Monat“ auf Yakushima regnet. Im Flachland beträgt der jährliche Niederschlag 4.000 mm, in den Bergen 8.000 mm. Im Herbst und Winter gibt es auch Trockenperioden, dafür im Frühjahr und Sommer heftigste Regengüsse, fast alljährlich mit Erdrutschen verbunden. Die Temperatur sinkt im Winter nicht unter 10 °C in Meeresnähe (Wassertemperatur nicht unter 19 °C), dennoch ist Yakushima der südlichste Ort Japans, in dem im Winter Schnee in den Bergen liegt. Im Sommer erreicht die Temperatur ihr Maximum bei fast 30 °C auf ca. 1000 m Höhe.

Welterbe der UNESCO[Bearbeiten]

Jōmon Sugi auf Yakushima

1993 wurde der Sicheltannenwald ("Zedernwald", Cryptomeria japonica) von Yakushima auf Grund seiner artenreichen Flora, vor allem der Yaku-Sugi – 1.900 sehr langlebige Sicheltannen – und beeindruckenden Rhododendren (Blüte Anfang Juni), von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Als ältestes Exemplar gilt die Jōmon Sugi, die bereits seit der Vorgeschichte Japans, der Jōmon-Zeit, existiert, wobei verschiedene Messungen von einem Alter von 2.170 bis 7.200 Jahre[2] reichen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Wandern: Yakushima ist eine beliebte Wanderinsel, mit mehr als 30 Gipfeln über 1000 Meter.
  • Onsen: Baden in natürlichen heißen Quellen am Meer.
  • Strand: am Strand ist öffentliches Baden möglich, nachts kann man zwischen April und August Meeresschildkröten beim Eierlegen zusehen
  • Yaku-Sugi: alte, große, dicke Sicheltannen

Sehen Sie auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 島面積. Kokudo Chiriin, 1. Oktober 2011, abgerufen am 8. November 2012 (PDF; 32 kB, japanisch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatReisen in Japan: Yakushima. In: Neues aus Japan Nr. 25. Botschaft von Japan, Dezember 2006, abgerufen am 22. Dezember 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Yakushima – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien