Amami-Ōshima

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Amami-Ōshima
Strand in Kasari, Amami
Strand in Kasari, Amami
Gewässer Ostchinesisches Meer
Inselgruppe Amami-Inseln
Geographische Lage 28° 17′ N, 129° 22′ O28.29129.36944444444Koordinaten: 28° 17′ N, 129° 22′ O
Amami-Ōshima (Japan)
Amami-Ōshima
Fläche 712,48 km²
Karte der Amami-Inseln
Karte der Amami-Inseln

Amami-Ōshima (jap. 奄美大島) ist eine zur Amami-Gruppe gehörende Insel im Pazifischen Ozean. Sie ist Teil der japanischen Präfektur Kagoshima. Amami-Ōshima hat eine Fläche von 712,48 km²[1] und steht damit auf Rang fünf der „sonstigen“ Inseln Japans neben den vier Hauptinseln.

Verwaltungstechnisch ist die Insel aufgeteilt in die Stadt Amami und den Landkreis Ōshima. Die Stadt Amami wurde am 20. März 2006 durch den Zusammenschluss der Stadt Naze, der Gemeinde Kasari sowie des Dorfs Sumiyō geschaffen. Der Landkreis Ōshima ist weiter unterteilt in die Gemeinde Tatsugō und die Dörfer Yamato und Uken sowie einen Teil des Dorfs Setouchi.

Wirtschaftlich lebt die Insel von der Landwirtschaft, von traditionellem Handwerk und dem Tourismus. Angebaut werden Reis, Zuckerrohr und Süßkartoffeln. Das günstige Klima erlaubt zwei Reisernten im Jahr. Zum traditionellen Handwerk gehört die Produktion von hochwertiger, handgefertigter Seide, die allerdings unter der Abkehr von traditioneller japanischer Kleidung und Konkurrenz aus Korea gelitten hat.

Der Musik-Hit Shima-uta von The Boom (1992) ist Volksliedern Amamis nachempfunden.

Auf Amami-Oshima gibt es den Flughafen Amami.

Geschichte[Bearbeiten]

Zum ersten Mal wird die Insel Amami – hier 海見島 geschrieben – 657 urkundlich im Nihon Shoki erwähnt. Im Altertum diente die Insel als südlicher Wegpunkt der japanischen Gesandten zum Hof Tang-Chinas (618–907). Im Laufe der Zeit wurde die Insel vergessen bis im Mittelalter ein Anji (Feudalherr) die Insel erreichte. Im 15. Jahrhundert wurde die Insel Teil des Königreichs Ryūkyū. 1609 wurde das Königreich Ryūkyū vom japanischen Satsuma-han erobert und 1611 auch Amami.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 島面積. Kokudo Chiriin, 1. Oktober 2011, abgerufen am 8. November 2012 (PDF; 32 kB, japanisch).