Zuzana Růžičková

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Zuzana Růžičková (* 14. Januar 1927 in Plzeň) ist eine tschechische Cembalistin.

Zuzana Růžičková zeigte früh musikalische Begabung. 1942 wurde sie – da jüdischer Herkunft – mit ihrer Familie nach Theresienstadt, später nach Auschwitz deportiert, musste Zwangsarbeit leisten und kam zuletzt in das Lager Bergen-Belsen. Von ihrer Familie überlebten nur sie und ihre Mutter diese Zeit. Danach studierte sie Musik in Plzeň und 1947 bis 1951 an der Akademie der musischen Künste in Prag (Klavier bei Albín Šíma und František Rauch, Cembalo bei Oldřich Kredba). 1951 trat sie erstmals als Cembalistin öffentlich auf.

Der Gewinn des Musikwettbewerbs der ARD in München 1956 wurde Ausgangspunkt einer internationalen Solistenkarriere. 1962 gründete sie gemeinsam mit Václav Neumann die Prague Chamber Soloists. Regelmäßig trat sie gemeinsam mit Kammermusikpartnern wie Josef Suk, Aurèle Nicolet, Pierre Fournier oder Jean-Pierre Rampal auf. Meisterklassen leitete sie beispielsweise in Zürich, Stuttgart, Budapest oder Tokio. Von 1978 bis 1982 lehrte sie als Gastprofessor an der Musikakademie Bratislava. 1990 erhielt sie eine Professur an der Akademie der Musischen Künste Prag.

Růžičkovás Repertoire reicht von den englischen Virginalisten bis zur Moderne, einen Schwerpunkt bildet jedoch Johann Sebastian Bach, dessen Gesamtwerk für Cembalo sie 1975 für das französische Label Erato einspielte. Als Solistin nahm sie an zahlreichen Bachfesten, unter anderem in Stuttgart und Oregon, teil. Unter den zahlreichen Preisen und Ehrungen, die ihr zuteil wurden, sind in jüngerer Zeit der Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres des französischen Kulturministeriums (2003) und Auszeichnungen des tschechischen Staates für ihr Lebenswerk.

1952 heiratete Zuzana Růžičková den tschechischen Komponisten Viktor Kalabis (1923-2006), der mehrere Werke für sie schrieb.

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