Şahin Alpay

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Şahin Alpay (* 1944 in Ayvalık, Balıkesir) ist ein türkischer Politikwissenschaftler, Journalist, Kolumnist und Fernsehmoderator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Şahin Alpay promovierte im Fach Politikwissenschaft an der Universität Stockholm in Schweden. Er war Gründungsmitglied der Arbeiterpartei (Türkiye İhtilalci İşçi Köylü Partisi) mit Doğu Perinçek.[1] Im Jahre 1982 begann er als Kolumnist bei der Zeitung Cumhuriyet, von 1992 bis 1994 schrieb er für Sabah, von 1994 bis 2001 war er Kolumnist der Zeitung Milliyet.[1] 2001 wurde er als Professor für Politikwissenschaft an die Bahçeşehir-Universität in Istanbul berufen.[1] Zudem schrieb er seit 2002 für die Zeitung Zaman und war Moderator bei CNN Türk.

Alpays freimütige Kommentare erzürnten Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Im Jahre 2015 verlangte dieser von der Bahçeşehir-Universität, Alpay zu entlassen.[1] Am 27. Juli 2016 wurde Şahin Alpay in Istanbul, in Folge der „Säuberungsaktionen“ nach dem gescheiterten Putschversuch am 15. Juli 2016, von der türkischen Polizei festgenommen.[2][3] Er wurde inhaftiert und wird seitdem im Hochsicherheitsgefängnis von Silivri festgehalten.[4][5]

Neben Türkisch spricht Alpay Englisch und Schwedisch. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Rainer Hermann: Wer nicht huldigt, wird mundtot gemacht. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juli 2016, S. 15.
  2. Şahin Alpay detained as Turkey issues warrants for 47 more journalists in widening crackdown. In: Turkish Minute. 27. Juli 2016, abgerufen am 27. Juli 2016.
  3. Gazeteci yazar Şahin Alpay gözaltına alındı. In: CNN Türk. Abgerufen am 27. Juli 2016.
  4. "Der "Islamokemalist" kennt kein Erbarmen", ZEIT Online vom 14. Oktober 2016, abgerufen am 6. März 2017
  5. "Die alten Foltermethoden sind zurück in der Türkei", Süddeutsche Zeitung vom 16. September 2016, abgerufen am 6. März 2017