12 heißt: Ich liebe dich

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Filmdaten
Originaltitel12 heißt: Ich liebe dich
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2007
Länge90 Minuten
Stab
RegieConnie Walther
DrehbuchScarlett Kleint
ProduktionCornelia Wecker
Norbert Sauer
MusikRainer Oleak
KameraPeter Nix
SchnittSabine Brose
Besetzung

12 heißt: Ich liebe dich ist ein deutscher Fernsehfilm, der bei den 41. Hofer Filmtagen 2007 uraufgeführt wurde[1]. Der Film basiert auf dem Drama Zwölf heißt 'Ich liebe dich'. Der Stasi-Offizier und die Dissidentin von Regina Kaiser und Uwe Karlstedt. Der ehemalige Stasi-Offizier Uwe Karlstedt und die Dissidentin Regina Kaiser schildern darin eine ihrer Aussage nach wahre Geschichte. Unter der Regie von Connie Walther wurde das Buch 2007 verfilmt.

In dem Film, dessen Handlung von den 1980er Jahren bis in das 21. Jahrhundert reicht, geht es um Bettina, die von der deutschen Schauspielerin Claudia Michelsen dargestellt wird. Bettina wird 1985 in der DDR wegen verbotener West-Kontakte verhaftet und monatelang verhört. Die andere Hauptrolle spielt Devid Striesow als Vernehmer Jan.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dresden, 1985. Bettina und ihr Ehemann erwachen schockiert, als sie wegen verbotener Westkontakte verhaftet werden. Acht Monate lang sitzt Bettina in Untersuchungshaft und wird täglich von einem jungen Vernehmer namens Jan verhört. Jan ist die einzige Person, die mit Bettina in dieser schwierigen Zeit kommuniziert. Beide verlieben sich ineinander, doch beide wissen ebenfalls, dass diese Liebe unmöglich ist. Beim letzten Treffen im Rahmen des Ermittlungsverfahrens offenbart Jan seine Gefühle Bettina gegenüber und sie verrät ihm ihren Zahlencode - 11: Du bist schön (= 11 Buchstaben), 12: Ich liebe dich. Bettina wird für drei Jahre und zwei Monate in das Frauengefängnis Hoheneck gebracht und danach in den Westen abgeschoben.

Währenddessen ist Jan bis zur Auflösung der DDR weiterhin beim Ministerium für Staatssicherheit beschäftigt.

12 Jahre nach diesem Geschehen führt Bettina Touristen und weitere Besucher durch das ehemalige Stasigefängnis, welches im Laufe der Zeit zu einer Gedenkstätte umgewandelt wurde, und macht sie mit der damaligen Situation bekannt. Sie hat Jan nicht vergessen und nimmt Kontakt zu ihm auf. Anfangs verleugnet er sich, doch dann treffen sie sich wieder. Dabei wird beiden klar, dass ihre Liebe auch nach 12 Jahren immer noch zu spüren ist. Doch Bettina hat einen Freund, ebenso ist Jan verheiratet und hat eine Tochter. Nach dem vertieften Kennenlernen unter anderen Bedingungen geben beide ihre Partnerschaften und Jan auch sein Haus auf, um neu zu beginnen. 1997 trennen sie sich von ihren Lebensgefährten und ziehen zusammen. Bettina verliert ihre Arbeit in der Gedenkstätte, weil sie so nicht mehr tragbar sei. 2006 heiraten Jan und Bettina. Bettinas Ex-Partner ist Trauzeuge.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Kritiker halten das Buch und vor allem den Film für wenig glaubwürdig. So Hubertus Knabe, der ehemalige Direktor der Stasi-Opfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der darauf hinweist, dass es keine Belege für den Wahrheitsgehalt der Geschichte gibt und Regina Kaiser Anfang der 1990er Jahre in einem Zeitzeugeninterview eine Zuneigung zu Uwe Karlstedt nicht erwähnte.[2]

DDR-Opferverbände sahen in dem Film eine Verharmlosung der Staatssicherheit. Die Regisseurin Connie Walther kritisierte, dass die Kritik geäußert wurde, ohne den Film gesehen zu haben.[3]

Das Lexikon des Internationalen Films meinte: „Eine deutsch-deutsche Liebesgeschichte, die an ihrer Entfaltung nicht durch geografische und ideologische Grenzen gehindert wird. Ein sehr spröder, darstellerisch vorzüglicher (Fernseh-)Film.“

In einer Rezension des Films in Der Spiegel heißt es, es werde „in diesem leisen, zermürbenden, romantikfreien Drama trotz seiner riskanten Annäherung an den Täter als Menschen zu keinem Zeitpunkt Relativismus betrieben“[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 12 heißt: Ich liebe dich bei archiv.hofer-filmtage.de, abgerufen am 16. April 2016
  2. 12 heißt: Ich liebe dich bei Dieter Wunderlich, abgerufen am 10. Juli 2012
  3. ARD-Fernsehfilm: Amour fou im Stasiknast auf Netzeitung vom 16. April 2008 (Memento vom 19. Juli 2010 im Internet Archive), abgerufen am 10. Juli 2012
  4. Christian Buß: ARD-Stasi-Drama: Geliebtes Schnüffel-Schwein. In: Spiegel Online. 15. April 2008, abgerufen am 6. Januar 2016.