2S5

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2S5 Giazint-S
Selbstfahrlafette 2S5 Giazint-S
Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 5
Länge 8,33 m
Breite 3,25 m
Höhe 2,76 m
Masse 28,2 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung max. 15 mm Panzerstahl
Hauptbewaffnung 1 x 152 mm Haubitze 2A37
Sekundärbewaffnung 1 x 7,62 mm Maschinengewehr
Beweglichkeit
Antrieb W-59-V12-Mehrstoffmotor
520 PS (382 kW)
Federung Torsionsstab
Höchstgeschwindigkeit 62 km/h (Straße), 25 km/h (Gelände)
Leistung/Gewicht 18,4 PS/Tonne
Reichweite 500 km auf Straße

Die 2S5 Giazint-S (russisch Гиацинт-С; dt.: Hyazinthe) ist eine Selbstfahrlafette, die Mitte der 1970er Jahre in der Sowjetunion entwickelt wurde. Sie wurde parallel zur gezogenen Kanone 2A36 entwickelt. Erste Serienexemplare erschienen 1976.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die 2S5 ist nach oben ungeschützt und somit verletzlich gegenüber feindlichem Feuer. Aufgrund der großen Reichweite wiegt dieser Nachteil nicht allzu schwer. Die Wanne mit dem Laufwerk ähnelt der der 2S3. Die L/49-Haubitze ist offen aufgebaut, wobei die Besatzung nur durch einen kleinen Schild geschützt ist. Um die Stabilität beim Schießen zu gewährleisten, befindet sich am Heck ein hydraulisch betätigter Erdsporn. Außerdem befindet sich am Bug eine Räumschaufel.

Die 152-mm-Haubitze der 2S5 mit dem GRAU-Index 2A37 verfügt über eine Schlitzmündungsbremse, ein Karussellmagazin (insgesamt 60 Schuss) und einen mechanischen Lader. Sie erreicht eine Schussreichweite von 28 km bzw. 40 km mit reichweitengesteigerter Munition (englisch Rocket-assisted projectile (RAP)) und eine Mündungsgeschwindigkeit von 800 m/s. Die Geschosse sind aerodynamisch geformt und müssen getrennt von der Treibladungskartusche geladen werden.

Munition[Bearbeiten]

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Bedienung: 7 (2 davon in einem Munitionstransporter)
  • Furtfähigkeit: 1,05 m
  • Höhenrichtbereich: -2°/+57°
  • Seitenrichtbereich: 30°
  • Treibstoffkapazität: 850 Liter
  • Hindernishöhe, vorne: max. 0,70m
  • Grabenüberschreitfähigkeit: max. 2,50 m
  • ABC Schutz: ja
  • Nachtsichtausrüstung: Infrarot für den Fahrer

Nutzer[Bearbeiten]

Zumeist wurde sie von den sowjetischen Landstreitkräften in Artillerie-Brigaden eingesetzt. Diese Waffe befindet sich neben den GUS-Staaten auch in Afghanistan und in Finnland im Einsatz. Im finnischen Heer wird das Fahrzeug unter dem Namen 152 Telak 91 geführt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 2S5 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien