AGCO

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AGCO
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Rechtsform Aktiengesellschaft (USA)
ISIN US0010841023
Gründung 1990
Sitz Duluth, Georgia, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Leitung Martin Richenhagen (Vorstandsvorsitzender)[1]
Mitarbeiter 19.588 (2015)[1]
Umsatz 7,47 Mrd. USD (2015)[1]
Branche Landmaschinenbau
Website www.agcocorp.com
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015
Ehemaliger Büroturm des AGCO Werks Banner Lane, Coventry
Fendt Mähdrescher im Einsatz

AGCO (Allis-Gleaner Corporation) ist ein weltweit tätiger Hersteller von Landmaschinen mit Hauptsitz in Duluth (Georgia), USA. Aufgrund seiner weltweiten Präsenz bietet der Landmaschinenhersteller eine Vielzahl von Produkten an, welche von mehr als 2700 Händlern in über 140 Ländern vertrieben werden. Der europäische Hauptsitz der Firma AGCO befindet sich seit August 2007 in Neuhausen, SH.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen entstand 1990, als leitende Angestellte von Deutz-Allis die nordamerikanischen Aktivitäten von Klöckner-Humboldt-Deutz mit der Landmaschinen-Marke Deutz-Fahr erwarben (Management-buy-out). Es wurde dann umbenannt in Allis-Gleaner Corporation, kurz AGCO. Gleaner wurde die Marke für Mähdrescher, während die Produktlinie der Traktoren AGCO Tractors heißt.

Zukäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den folgenden Jahren wurden zahlreiche Unternehmen und Aktivitäten erworben:

  • 1991 Hesston Corporation, ein Hersteller von Erntemaschinen, der wiederum zu 50 % an Case International beteiligt war
  • 1991 White Tractor Produktlinie von White-New Idea, einer Tochtergesellschaft der Allied Corporation
  • 1993 Massey Ferguson Nordamerika, Vertriebsrechte
  • 1993 White-New Idea, Rest
  • 1994 Black Machine, Sämaschinen-Produktlinie
  • 1994 McConnell Tractors, Hersteller der Knicklenker-Traktoren von Massey Ferguson, entsprechende Traktoren wurde noch bis 2001 unter dem Markennamen AGCOSTAR verkauft
  • 1995 Massey-Ferguson, weltweite Vertriebsrechte außer Südamerika
  • 1996 Deutz Argentina
  • 1996 Übernahme des Landmaschinenbereichs von Iochpe-Maxion, Lizenznehmer und Markeninhaber von Massey Ferguson für Südamerika
  • 1996 übernahm AGCO von Linamar die Anteile an Portage Manufacturing und an der Western Combine Corporation in Kanada, die für Massey Ferguson Mähdrescher fertigten
  • 1997 Dronningborg Industries in Dänemark, Hersteller von Massey-Ferguson Mähdreschern
  • 1997 Fendt in Deutschland (Marktoberdorf)
  • 1998 Joint-Venture mit der Deutz AG zur Produktion von Motoren in Argentinien
  • 2001 Ag-Chem Equipment mit den Marken Kurstjens, Terra-Gator und RoGator[2]
  • 2002 Challenger-Produktlinie von Caterpillar
  • 2002 kaufte AGCO von der SPX Corporation den Hersteller von Bodenbearbeitungsgeräten Sunflower Manufacturing
  • 2004 Valtra Tractor und Sisu Diesel von der finnischen Kone-Gruppe
  • 2007 Joint-Venture mit der Argo-Gruppe (je 50 %) zur Führung der Laverda S.p.A., mit deren Tochterunternehmen Fella in Deutschland, sowie deren 50-%-iges Tochterunternehmen Gallignani in Italien
  • 2010 Übernahme der Laverda S.p.A. (einschließlich Fella-Werke) zu 100 Prozent[3][4] und Sparex Holdings Ltd (Ersatzteile) [5]
  • 2011 erwarb AGCO eine Beteiligung von 10 % am finnischen Mähdrescher- und Forstmaschinenhersteller Sampo Rosenlew[6] und GSI Holding Corp. (Grain Storage)[7]
  • 2011 Erwerb der GSI Holdings Corp., einen Hersteller von Getreidelager- und Eiweißanlagen[8]

Unternehmensdaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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AGCO ist der weltweit drittgrößte Hersteller von Landmaschinen. Der Konzern besitzt 15 Produktionsstandorte, davon befinden sich drei in den USA und in Mexiko, drei in Südamerika und acht in Europa. Auf der Fortune-500-Liste der größten US-Unternehmen für das Jahr 2006 nahm AGCO Platz 421 ein und 2007 Platz 359.[9]

AGCO erwirtschaftete im Jahre 2007 einen Umsatz von sechs Milliarden US-Dollar. Die seit 2008 anhaltende Wirtschaftskrise beeinflusste den Konzern nicht, das operative Ergebnis stieg von 67 auf 400 Millionen US-Dollar. Die Konzernführung kündigte an, den Umsatz in den nächsten fünf Jahren auf acht Milliarden US-Dollar steigern zu wollen, das wäre bezogen auf den Umsatz im Jahre 2007 eine Steigerung von einem Fünftel.[10] Die Steigerung soll erzielt werden, indem man den Marktanteil in den Wachstumsmärkten der Länder der ehemaligen Sowjetunion, Brasilien, Indien und China erhöht.[11]

Markennamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kernmarken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Produkte des AGCO-Konzerns werden durch fünf Kernmarken vertrieben:[12]

weitere Marken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Laverda
  • RoGator
  • SpraCoupe
  • Sunflower
  • TerraGator
  • White Planters
  • Willmar

Frühere Marken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • AGCO Allis
  • AGCO Tractors
  • AGCOSTAR
  • Farmhand
  • Glencoe
  • New Idea
  • Soilteq
  • White
  • Tye

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: AGCO – Sammlung von Bildern
 Wikibooks: AGCO-Modelle im Traktorenlexikon – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c AGCO: Annual Report 2015. Abgerufen am 22. Mai 2016 (PDF, englisch).
  2. Die Geschichte von Challenger
  3. Johannes Paar: AGCO übernimmt Laverda-Werk für Mähdrescher komplett. In: landwirt.com. 9. November 2010, abgerufen am 23. März 2011.
  4. AGCO baut Erntemaschinengeschäft aus. In: fendt.com. November 2010, abgerufen am 23. März 2011.
  5. AGCO History. 19. März 2014, abgerufen am 19. März 2014.
  6. _http://www.agrarheute.com/agco-sampo
  7. AGCO History. 19. März 2014, abgerufen am 19. März 2014.
  8. AGCO übernimmt GSI Holdings, auf www.agrarheute.com, abgerufen am 10. Juni 2016
  9. Der Landmaschinenbauer AGCO. In: Die Welt. 17. August 2007.
  10. Portfolio: Traktoren laufen trotz Krise gut. (Memento vom 5. Juni 2013 im Internet Archive) In: Financial Times Deutschland. 2. April 2008.
  11. Montagsporträt: Martin Richenhagen - The German Boss. (Memento vom 8. September 2012 im Webarchiv archive.is) In: Financial Times Deutschland. 21. Januar 2007.
  12. vgl. Brands.